Harlene Anderson
Heute feiert Harlene Anderson ihren Geburtstag – die englische Wikipedia-Version gibt ihr Geburtsjahr mit 1942 an, das wäre dann heute der 75. Geburtstag, zum dem wir von Herzen gratulieren. Allerdings fehlt für diese Angabe die letzte Verifizierung, letzte Zweifel sind nicht ausgeräumt – der Tag stimmt aber.
Klaus Deissler, der zu den exponierten Vertretern des sozialkonstruktivistischen Ansatzes in Deutschland zählt, hat zu diesem Anlass ein Gespräch beigesteuert, das er als Herausgeber der Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung und seine KollegInnen 1992 mit Harlene Anderson geführt hat und das einen guten Einblick in ihre Arbeitsphilosophie gibt, verbunden mit einer persönlichen Gratulation:
Liebe Harlene,
in Dankbarkeit für die Möglichkeit, mit Dir in Dialogen zu lernen, in herzlicher Freundschaft und kollegialer Wertschätzung, wünsche ich Dir alles Gute, Liebe und Glück.
Anlässlich Deines Geburtstages erscheint unser Gespräch von 1992, das den von Harry Goolishian und Dir begründeten kollaborativ-dialogischen Ansatz zum Inhalt hat und das in der Zeitschrift für Systemische Therapie erschienen ist, heute im systemagazin.
Im Andenken an Harry, unsere vielfachen Formen der Zusammenarbeit in Vergangenheit und Gegenwart und in der Hoffnung auf die Fortsetzung unserer kreativen dialogischen Gespräche und der gemeinschaftlichen Arbeit in der Zukunft, erhebe ich mein Glas auf Dein Wohl,
cheers to you and your family,
Klaus
Im Gespräch mit Harlene Anderson
Am Rande eines kleinen Workshops mit Harlene Anderson (HA) hat sich die Redaktion der Zeitschrift für Systemische Therapie getroffen. Wir haben Harlene als neue Mitarbeiterin für unsere Zeitschrift gewinnen können und nicht zuletzt aus diesem Anlass ein Interview mit ihr durchgeführt. Neben den Redaktionsmitgliedern Gertrud Pietsch, Marburg; Roswitha Schug, Mainz; Thomas Keller, Köln, Wilhelm Rotthaus, Bergheim und Klaus G. Deissler, Marburg (damaliger Herausgeber), war auch Ulrike Jänicke als Gast aus Halle anwesend. Jeder von uns hat Fragen an Harlene gerichtet. Wir haben die Fragen nicht durch die persönlichen Abkürzungen der Autoren gekennzeichnet, sondern als «ST» für Zeitschrift für Systemische Therapie abgekürzt. Weiterlesen →
Arist
Heute feiert Kurt Ludewig, einer der wichtigsten Wegbereiter der systemischen Therapie im deutschen Sprachraum, seinen 75. Geburtstag, zu dem systemagazin von Herzen gratuliert. Auch wenn er sich schon seit einiger Zeit in das Privatleben zurückgezogen hat, gehört er doch mit seinen zahlreichen Publikationen nach wie vor zu einem der meistzitierten Autoren des systemischen Feldes. 2012 hielt er auf dem Heidelberger Kongress „Wie kommt Neues in die Welt?” einen Vortrag über das das „Regelwerk der systemischen Therapie“, das er auf die Frage hin untersuchte, inwiefern darin eine Anleitung zur „Verhinderung von Neuem“ enthalten sei. Er schreibt darin: „Die Überschrift dieses Heidelberger Symposiums lautet: ,Wie kommt Neues in die Welt?… systemisch weiter denken’. Im Begleitschreiben zur Einladung stand unter anderem, dass neue, ,revolutionäre Ansätze’ besonders dann gefährdet seien, dogmatisch zu erstarren, wenn sie zum Standard geworden sind. Der Hintergrund dieser Frage war nicht zuletzt die Sorge um die Einschränkungen, die mit der anerkannten Etablierung der Systemischen Therapie einhergehen könnten. Es sollte erkundet werden, wie unser Denken lebendig gehalten und vor dogmatischer Erstarrung bewahrt werden kann. Die vielfältigen Praxisfelder, die durch das ,Blühen systemischer Praxis’ entstanden seien, sollten aufs Neue angeschaut und kritisch hinterfragt werden.“
Rudolf 
Ulf
Hartwig 
Martin
Liebe Leserinnen und Leser des systemagazin,

