Anfang 2003 haben die DGSv und verschiedene Supervisions-Fachverbände, darunter auch die Systemische Gesellschaft (SG) und die Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) das Verbändeforum Supervision als lockeren Kooperationszusammenhang gegründet. Im Herbst 2004 wurde eine erste und ausgesprochen erfolgreiche gemeinsame Tagung in Montabaur durchgeführt, die Lust auf mehr machte (systemagazin berichtete darüber). Nun wird vom 2. (Fr, 17 h) bis 3. März (Sa, 17:30 h) in Berlin die Folgeveranstaltung stattfinden. Das Thema lautet„Supervision in sich verändernden Organisationen: zwischen Anbieterkompetenz und Nutzererwartung“. Die komplementären Perspektiven von Organisationen einerseits und Supervisoren/Coaches andererseits werden nicht nur inhaltlich aufeinander bezogen, sondern sind auch durch die Auswahl der ReferentInnen und Diskussionsteilnehmer gleichermaßen repräsentiert. Eröffnet wird die Tagung durch einen Vortrag von Rudi Wimmer, weiter sind aktiv an der Tagung beteiligt: Wolfgang Looss, Joachim Heinlein (Verwaltungschef RLK Düsseldorf), Susanne Kahl-Passoth (Direktorin Diakonisches Werk), Renate Rieger, Cornelia Seewaldt, Lutz Siebert (Fraport A.G.), Dorothea Hermann, Heidi Möller, Helmut Kreller, Andreas Kuchenbecker, Christine Rudolph, Anne M. Lang, Tom Levold u.a.
Informationen und Anmeldung über die Tagungswebsite
5. Dezember 2006
von Tom Levold
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Arist von Schlippe führt den Adventskalender heute fort mit Erinnerungen an seine erste Arbeitsstelle als Psychologe in der Kinder- und Jugendpsychiatrie:„Es war am 2.1.1977 als ich meine erste Stelle antrat, in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik in Norddeutschland. Ich wurde begrüßt, vorgestellt und man zeigte mir mein Zimmer.
Nach der Eröffnung des systemagazin Specials am gestrigen Tag kommt heute Rosmarie Welter-Enderlin zu Wort, die von ihren Lernerfahrungen als Studentin in den USA berichtet, in den aufregenden Pionierzeiten der Familientherapie:„
In vielen Kursen und Seminaren mache ich immer wieder die Erfahrung, dass zahlreiche TeilnehmerInnen, die noch am Anfang ihrer beruflichen Entwicklung stehen oder noch in Weiterbildung sind, angesichts ihres relativen Mangels an Erfahrung trotz aller positiver Konnotation und Ressourcenorientierung schnell entmutigt sind oder das Gefühl bekommen, das, was sie bei ihren Lehrern bzw. Trainern beeindruckt, selbst nicht erreichen zu können. An Erlebnisse dieser Art kann ich mich natürlich selbst noch gut erinnern, auch wenn das schon eine Weile zurückliegt. Jedenfalls hat mich diese Erfahrung angeregt, bei erfahrenen systemischen Kolleginnen und Kollegen nachzufragen, wie es denn ihnen mit ihrem professionellen„ersten Mal“ als TherapeutInnen, BeraterInnen und SupervisorInnen ergangen ist. Wie sind die Erinnerungen an den ersten Fall, die erste Beratung, Therapie oder Supervision? In welchem Kontext stand die berufliche Entwicklung, was war das Rüstzeug, was war hilfreich, was war hinderlich, was war großartig, was einfach peinlich? Und was von alledem hat sie im Verlauf der Zeit als Ressource begleiten können?