systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

24. September 2013
von Tom Levold
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Mitgefühl in Alltag und Forschung

Ein ungewöhnliches Projekt gibt es von der Abteilung Soziale Neurowissenschaft des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Tania Singer zu vermelden. Im Juli 2011 wurde dort ein Workshop„How to train Compassion“ mit dem Künstler Olafur Eliasson veranstaltet, bei dem Forscher, Psychotherapeuten, buddhistische Mönche und Künstler die Relevanz von Mitgefühl und Mitgefühlstraining für verschiedenste Bereiche diskutierten. Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein umfangreiches multimediales eBook, das kostenlos heruntergeladen werden kann. Auf der website des Projektes heißt es:„Am Ende diese inspirierenden Workshops entwickelte sich der Wunsch aller Beteiligten, dieses zusammengetragene Wissen für die Öffentlichkeit frei verfügbar zu machen. Das eBook beinhaltet nicht nur diverse Kapitel geschrieben von den Teilnehmern, sondern auch viele Videos der Autoren, Soundcollagen von Nathalie Singer und künstlerische Fotos von Olafur Eliasson. Da es sich um ein elektronisches Buch handelt, gibt es verschiedene Formate für verschiedene technische Voraussetzungen. Die gelungenste Version, was Layout und die Einbettung der Multimedia-Elemente angeht, ist auf Grund der technischen Möglichkeiten die iPad Variante. Alle anderen Versionen sind für andere Lesegeräte gemacht und basieren mit Limitationen auf der iPad Version“. In einer Rezension in der„Zeit“ heißt es:„Gleichwohl kann man sich über dieses E-Book ungetrübt freuen. Es bietet Texte, die den Stand der Forschung zusammenfassen, Erfahrungsberichte, manchmal in Form von Videos, und Meditationsanleitungen für alle, die mal die Augen schließen wollen. Es zielt auf unseren Intellekt wie auf unsere Sinne. Und es realisiert in seiner Vielstimmigkeit vielleicht zum ersten Mal auf anspruchsvolle Weise das Potenzial multimedialer E-Books“.
Zum Download der unterschiedlichen Fassungen…

18. September 2013
von Tom Levold
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Planet Wissen: Sendung über Familienunternehmen mit Arist von Schlippe

12. September 2013
von Tom Levold
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The history and status of General Systems Theory

Wer sich für die Systemtheorie und im Besonderen für ihre Geschichte interessiert, kommt an Ludwig von Bertalanffy nicht vorbei, auch wenn er heutzutage in systemischen (Lehr-)Büchern eher nur sehr kurz abgehandelt oder gleich in Fußnoten verbannt wird. Es empfiehlt sich daher, ihn im Original zu lesen, da er schon früh viele bedeutsame Aspekte für eine Theorie sozialer und psychischer Systeme geliefert hat (durchaus in kritischer Distanz zu den steuerungsoptimistischen kybernetischen Ansätzen der Gruppe um Norbert Wiener und John von Neumann). Unter diesem Link gibt es einen Zugang zu seiner 1950 verfassten„Outline of General System Theory“, die im„British Journal for the Philosophy of Science“ erschien und in der er den disziplinübergreifenden Anspruch der allgemeinen Systemtheorie begründet. Darin heißt es u.a.:„The central position of the concept of wholeness in biology, psychology, sociology and other sciences is generally acknowledged. What is meant by this concept is indicated by expressions such as ‘system,’ ‘gestalt,’ ‘organism,’ ‘interaction,’ ‘the whole is more than the sum of its parts’ and the like. However, these concepts have often been misused, and they are of a vague and somewhat mystical character. The exact scientist therefore is inclined to look at these conceptions with justified mistrust. Thus it seems necessary to formulate these conceptions in an exact language. General System Theory is a new scientific doctrine of ‘wholeness’—a notion which has been hitherto considered vague, muddled and metaphysical. Considered from the viewpoint of philosophy, General System Theory is to replace that field which is known as ‘theory of categories’ by an exact system of logico-mathematical laws. Those general notions, which as yet have been formulated only in common language, will acquire, by the General System Theory, that unambiguous and exact expression which is possible only in mathematical language“

10. September 2013
von Tom Levold
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Virginia Satir (26.6.1916-10.9.1988)

Heute vor 25 Jahren starb Virginia Satir im Alter von 72 Jahren. Sie war eine der wichtigsten Pioniere der Familientherapie und gründete 1959 gemeinsam mit Don D. Jackson und anderen das Mental Research Institute in Palo Alto (USA), wo sie mit der Leitung der Ausbildungsabteilung des Instituts betraut wurde. Unter ihrer Leitung entstand das erste Familientherapeutische Ausbildungsprogramm der USA. Auf diesem Video ist die Aufzeichnung eines Interviews mit ihr zu sehen, in dem sie sich intensiv mit Fragen von Macht und Kontrolle auseinandersetzt.

8. September 2013
von Tom Levold
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Post aus Perturbistan: Mit Kaffe aus Togo zur öffentlichen Leichenschau

Heute ist Sonntag – und da gibt es mal wieder was im Salon des systemagazin, nämlich eine neue Post aus Perturbistan von Lothar Eder: „Sag mal, sagte ich zu Berta, woher kommt eigentlich unser Kaffee? Keine Ahnung antwortete Berta. Seit wann interessierst du dich denn für die Herkunft des Kaffees, du trinkst doch eh kaum welchen. Stimmt, mache ich. Aber neuerdings scheint Kaffee aus Togo sehr beliebt zu sein. Berta darauf: wie kommst du denn auf die Idee? Naja, sage ich, an jeder Ecke stehts doch, an jedem Kiosk, jedem Café. Die machen sich ja nicht mal mehr die Mühe, das Wort ,aus’ dazu zu schreiben. ,Kaffee Togo’ reicht. Und Togo schreiben sie auseinander, also To go, obwohl es ja eigentlich zusammen geschrieben gehört. Aber das wundert einen ja nicht wirklich, da ja mittlerweile so vieles nicht mehr zusammen geschrieben wird, was eigentlich zusammen gehört, z.B. das Wort zusammengehören. …“
Zum weiterlesen geht es hier entlang…

7. September 2013
von Tom Levold
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systhema 2/2013

Das aktuelle Heft von systhema ist keinem besonderen inhaltlichen Schwerpunkt gewidmet, sondern vereint ganz unterschiedliche Beiträge. Drei Originalbeiträge befassen sich mit dem„Mythos Konsequenz“ und Erziehung als Machtausübung (Frank Natho), mit Reflexionen zum Verhältnis von Problem und Lösung (Thorsten Sühlsen) sowie mit„Zugängen und Anwendungen systemischer Diagnostik“ (Sebastian Baumann & Hartmut Epple).Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von Praxisberichten (von Stephanie Groitzsch, Alexandra Lehmann, Christian Scharfe, Ute Dittmers, Rita Lauschke, Frank Untiedt und Birgit Wolter) sowie zahlreiche Rezensionen.
Zum Inhaltsverzeichnis mit den vollständigen abstracts…

5. September 2013
von Tom Levold
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Leben Online? Gedanken zum Thema Onlineberatung

Zwar hat Frau Merkels Mitteilung, dass das Internet noch Neuland sei, republikweit für Lacher gesorgt, wenn man aber die Bereitschaft von Psychotherapeuten und Beraterinnen unter die Lupe nimmt, die„neuen Medien“ auch professionell einzusetzen, dürfte sich die Frage stellen, inwiefern sich hier die Bereitschaft, Neuland zu betreten, schon flächendeckend durchgesetzt hat. Dass Onlineberatung einen niedrigschwelligen Zugang für Klienten anbieten kann, die sonst nie eine Beratungsleistung in Anspruch nehmen würden, scheint sich anhand von zahlreichen Untersuchungen mittlerweile zu bestätigen, ebenso wie die Erfolgsaussichten eines solchen Unterfangens. Dennoch dürfte die Skepsis hinsichtlich des Einsatzes von Online-Kommunikation für Beratungszwecke bislang noch – aus unterschiedlichsten Gründen – überwiegen. Umso verdienstvoller, dass Cornelia Tsirigotis, Herausgeberin der Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung und (laut Editorial) bekennende„hochgradig Entwicklungsverzögerte mit eingeschränkter Medienkompetenz“ ein Themenheft zum Thema Onlineberatung konzipiert hat, dass die unterschiedlichen Facetten der Nutzung von Internetkommunikation für die Gestaltung von Veränderungsprozessen gründlich beleuchte. Wenn Therapie und Beratung ein Ort ist, an dem Fragen der Findung, Erhaltung und Veränderung von Identität in einer sich immer schneller drehenden Welt zu den Kernthemen gehören, ist nicht nur der Einfluss neuer Medien auf diese Thematik, sondern auch ihre Nutzung elementarer Bestandteil der Aufgaben, mit denen sich TherapeutInnen auseinanderzusetzen haben. Aus diesem Grund ist die Lektüre dieses Heftes: dringend empfohlen.
Zum Inhaltsverzeichnis und den vollständigen abstracts