Heute feiern wir Luc Ciompis 85. Geburtstag, ein Datum, das man kaum glauben mag. Die Vitalität und Energie, die er versprüht, ist auch in hohem Alter immer noch und überall zu verspüren. Seine Begeisterungsfähigkeit, seine vielfältigen Interessen und nicht zuletzt seine freundliche und zuwendende Art bleiben allen in Erinnerung, die ihn bei einem Vortrag oder Workshop erlebt haben oder ihn persönlich kennenlernen durften. Er hat nicht nur maßgebliche Akzente bei der Entwicklung einer humanen und sozialen Psychiatrie mit seinem Soteria-Konzept in Bern gesetzt (wovon er in diesem Video erzählt), sondern seit den frühen 80er auch wesentliche Beiträge dazu geleistet, dass die Bedeutung der Affekte auch im systemischen Feld den Platz einnehmen, der ihm gebührt – keine Selbstverständlichkeit, hat sich die Systemische Therapie doch zunächst überscharf gegen alles abgegrenzt, was eher dem individualpsychologischen Erleben zugeordnet werden konnte. Seine Bücher (z.B. Affektlogik, Außenwelt und Innenwelt oder Die emotionalen Grundlagen des Denkens) sind durch eine mitreißende Begeisterung für die theoretische Durchdringung therapeutisch relevanter Sachverhalte gekennzeichnet, die sich auch im Gespräch mit ihm immer wieder mitteilt. Die Malerei ist ein weiteres von vielen Medien, in dem seine Kreativität und Gestaltungskraft ein angemessenes Gefäß findet.
Lieber Luc, ich gratuliere ganz herzlich zum Geburtstag und wünsche noch viele gute und gesunde Jahre, voll Schaffenskraft, Genuss und neuen Erkenntnissen – und damit bin ich nicht alleine, wie dieser Strauß von Gratulationen im systemagazin zeigt…
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Aus einer mehrjährigen Zusammenarbeit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Freiburg (Ärztlicher Direktor: Michael Wirsching) und einer Arbeitsgruppe in Isfahan im Iran, an der neben der dortigen Universitätsklinik für Psychosomatik auch ein familientherapeutisches Weiterbildungsinstitut beteiligt ist, ist die Idee eines wissenschaftlichen Journals entstanden, das die Verbindung von körperlich-leiblichen, seelischen und kulturbedingten Dynamiken als zentrales Thema begreift. Programmatisch heißt es: „Modern medicine is supposed to be in a paradigmatic crisis in terms of the accelerative demographic, epidemiologic, social and discursive Aspects. The ontological, epistemological and methodological gaps in biomedicine lead to a chaotic condition in health believes and behaviors. Body, Mind and Culture is focused on interdisciplinary, cross-cultural and conceptual research; Theoretical papers, review articles, case reports and clinical trials which address biopsychosocial interchanges and interactions in the field of health and Medicine will be welcomed. The researches should focused on paradigmatic shift and/or humanizing medical practice. All interdisciplinary researches such as social sciences (e.g., sociology, anthropology, psychology), humanities (e.g., literature, religion, history, and philosophy and arts (e.g., music, cinema) which have an impact on medical education and practice are acceptable.“



