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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Jochen Schweitzer wird 65!

| 7 Kommentare

Jochen Schweitzer (Foto: Tom Levold)

Heute gibt es wieder einen runden Geburtstag zu feiern – Jochen Schweitzer wird schwer vorstellbare 65 Jahre alt und systemagazin gratuliert von Herzen.

Es gibt wahrscheinlich niemanden im systemischen Feld, der Jochen Schweitzer nicht kennt. Seine Verdienste um die systemische Therapie und Beratung sind vielfältig. Nach dem Studium der Psychologie und Rechtswissenschaften in Göttingen und Gießen und einer familientherapeutischen Ausbildung in Cambridge sowie Philadelphia, USA, arbeitete er als Kliniker in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Weinsberg, wurde 1986 bei Reinhart Lempp und Hans Thiersch in Tübingen promoviert, und kam dann schließlich zum damaligen Institut für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie an der Universität Heidelberg, das von Helm Stierlin geleitet wurde. Als Lehrtherapeut war er lange Jahre bei der IGST in Heidelberg aktiv und ist Mitbegründer des Helm-Stierlin-Instituts, das sich von der IGST abtrennte. 1996 ging nach seiner Habilitation als stellvertretender Leiter an das Institut für Medizinische Psychologie der Universität Heidelberg, wo er seit 2006 auch die „Sektion Medizinische Organisationspsychologie“ leitet. Neben zahllosen anderen Veröffentlichungen hat er mit Arist von Schlippe schon 1996 das erste Lehrbuch für systemische Therapie im deutschsprachigen Raum veröffentlicht.

Neben seinen wissenschaftlichen und praxisbezogenen Beiträgen hat er das systemische Feld vor allem durch seine Zeit als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) geprägt, das er von 2007 bis 2013 inne hatte. Seit 2013 ist er deren gesellschaftspolitischer Sprecher. Mit dem SYMPA-Projekt sowie vielen anderen Forschungsprojekten hat er bedeutsame Beiträge zum wissenschaftlichen Profil des systemischen Ansatzes geleistet, nicht zuletzt durch die vielen großartigen und zunehmend internationalen Forschungstagungen, die er in Heidelberg maßgeblich initiiert und organisiert hat.

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Lieber Jochen, zum unmöglich erscheinenden Eintritt ins Rentenalter, das hoffentlich nur numerisch zu Buche schlägt, wünsche ich dir alles Gute, weiterhin eine fließende kreative Ader und alles an Kraft, Energie und Freude, was man dafür braucht. Ich freue mich, dass auch dieses Mal wieder Kolleginnen und Kollegen aus dem systemischen Feld dir im systemagazin einen Geburtstagstrauß gebunden haben – lass dich feiern!

Herzliche Grüße

Tom Levold
Herausgeber systemagazin


Lieber Jochen Schweitzer, ich wünsche Ihnen für die wunderbare Zeit nach 65 von Herzen alles Gute!
Luc Ciompi


Herzlichen Glückwunsch, wer hätte je gedacht, dass Jochen Schweizer 65 Jahre alt ist! Sieht eigentlich immer aus wie 35!

Herzliche Grüße, Hans Kowerk


Lieber Jochen,
Ich gratuliere Dir ganz herzlich zu Deinem 65. Geburtstag. Wir kennen uns ja schon lange, doch in den letzten Jahren habe ich Deine Energie und Deine Kreativität innerhalb der DGSF und im Helm-Stierlin-Institut besonders kennen und schätzen gelernt. Der Umgang mit traumatisierten und unterprivilegierten Menschen in Deutschland und in anderen Ländern ist ein Feld, auf dem wir uns beide bewegen. Ich freue mich auf viele lebendige und manchmal auch kontroverse Begegnungen mit Dir,
Mit den besten Grüßen,
Dein Alex Korittko


Lieber Jochen,

herzliche Gratulation! Fümmunsechzig machen schon was her. Doch kann ich mir kaum vorstellen, dass Dich das daran hindert, am Ball zu bleiben und weiter dafür zu sorgen, dass Systemisches mit Verve im Gespräch bleibt und „Leben.Lieben.Arbeiten“ mit gehaltvollen Impulsen bereichert. Was somit für die Welt der systemischen Szenen zu hoffen ist, ist mir persönlich Grund, Dir für die vielen Anregungen zu danken, die ich seit unserem ersten brieflichen Kontakt (1991! Mehr als ein Vierteljahrhundert her,… ich beginne, Deine „65“ zu glauben) von Dir bekommen habe. Und immer noch froh und stolz über Dein Vorwort zu den Spuren hilfreicher Veränderungen! Also, wenn 65 auch was mit Veränderung zu tun hat, dann möge das hilfreich sein und mit den vielen Spuren Deines Wirkens weiterführen.
All the best!
Wolfgang the kopiloth



Lieber Jochen,
wir kennen uns seit November 1989, ich hatte das Vergnügen, in deinem ersten Grundkurs zusammen mit Andrea Ebbecke-Nohlen, zu sein (damals noch in der IGST) und seither haben sich unsere Wege immer wieder gekreuzt. Ich habe Dir viel zu verdanken, fast könnte ich sagen, Du bist mit Schuld daran, daß ich mich selbstständig machen musste. Du hast mich einigen Institutionen als Referent empfohlen – das waren die Anfänge meines lehrtherapeutischen Daseins – und bist damit durchaus ein Risiko eingegangen. Ich habe Dich als einen der systemischen Psychologen schätzen gelernt, die ernsthaftes Interesse an den mitunter problematischen Arbeitskontexten der Sozialarbeit zeigten und Du hast immer auf eine Kooperation der Berufsgruppen gepocht. Für mich unvergessen bleibt Deine Einladung an mich, einen kleinen Beitrag zum Buch “Die unendliche Psychiatrie” zu schreiben, das Du zusammen mit Bernd Schumacher herausgegeben hast. Mir imponiert Dein politisches Engagement in der DGSF, “mein” Verband, die Systemische Gesellschaft, hat sich hier leider lange sehr bedeckt gehalten. Ich gratuliere Dir sehr herzlich zum Geburtstag – sind wir auch noch sog. Jahrgänger – und grüße Dich über die Felder aus Ladenburg. Auf Dich sollen viele Gläser erhoben sein.
Alles Gute
Andreas Wahlster


Lieber Jochen,
Wir sind uns «face to face» nicht oft begegnet. Gerne erinnere ich mich aber an die letzte, anlässlich Deiner Teilnahme und Deinen Beiträgen am ZSB Kongress vor einem Jahr ausserhalb Europas, bei uns in Bern (PZM Münsingen).
Nebst den Publikationen (auch zusammen mit Arist) an denen kein Lernender der ST vorbeikommt, ist es mitunter auch Dein Verdienst, dass die ST als ein «wissenschaftliches» Verfahren mit empirischen Grundlagen nun endlich auch bei euch in Deutschland «kassenwürdig» geworden ist. Auch in diesem Sinne meine besten Wünsche zum 65. – auch wenn wir beide nicht wissen, wo die ST stehen wird, wenn Du dann hoffentlich bei bester Gesundheit und voll im Saft Deinen 70. Feiern wirst.
In diesem Sinne hoffe ich, dass Du auch als Rentner noch Teil des systemischen Diskurses bleibst, insbesondere auch im Bereich der psychiatrisch-psychosozialen Grundversorgung.

Mit liebem Gruss und besten Wünschen
Martin Rufer


Lieber Jochen,
zu Deinem heutigen 65. Geburtstag gratuliere ich Dir herzlich und wünsche Dir v.a. eine stabile Gesundheit – Alterungsprozesse eingerechnet. Diese lassen sich ja eh nicht ganz aufhalten;-)).
Herzliche Grüße und einen schönen Tag.
Rudolf Klein


Lieber Jochen
Herzlichen Glückwunsch zu deinem 65. Geburtstag!!
Mich selbst hast du besonders durch 2 Aspekte deiner Arbeit bereichert: durch deine Kreativität, systemisches Wissen sehr anschaulich zu machen: wie oft habe ich mithilfe deines Sprechchors beim Durchgang durch die Institutionen, Teilnehmern das Chronifizierungspotential des Helfersystems verdeutlichen können – Zum andern durch deinen Beitrag, uns Klinikärzte neugierig zu machen, wie der systemische Blick auf unsere Klinik-Organisation, unsere Kommunikationsstrukturen , systemische Psychotherapie sich überhaupt erst wirksam entfalten lässt.
Ich wünsche dir Gesundheit und Lust, uns noch lange mit deinen Ideen anzuregen.

Werner Geigges
Freiburger Familientherapeutischer Arbeitskreis FFAK eV


Lieber Jochen,
1996 habe ich frisch von der Uni weg den ersten Kurs in systemischer Therapie der Kußmaulstraße bei Dir begonnen. Wir waren eine große, multidisziplinäre und in jeder Hinsicht äußerst heterogene Gruppe und ich erinnere mich sehr genau daran, wie beeindruckt ich von der Atmosphäre war, die Du als Kursleiter maßgeblich geprägt hast. Es war ein intellektuell äußerst anregendes und dabei komplett angstfreies sowie von großem Wohlwollen und ganz leisem Spott geprägtes Klima, wobei Du vor allem Dich selbst auf sehr nette Weise nicht ganz ernst genommen hast. Du warst für mich ein Modell hinsichtlich der Einübung einer systemischen Haltung und ich „lade“ Klient/innen oder auch Studierende, seit ich Dich kenne, ab und an gern zu etwas „ein“. 2006 haben wir am Rande einer HSI-Tagung ein für mich sehr entscheidendes Gespräch über meine sehr auf der Kippe stehende Habilitation geführt und Du hast mich in einer Weise gecoacht, dass die Habilitation dann doch noch gelungen ist – ohne das wäre sie vermutlich nicht geglückt. Ich verdanke Dir eine Menge und möchte mich auch anlässlich Deines Geburtstages sehr bei Dir bedanken, Dir aufs herzlichste gratulieren und Dir Gesundheit, Lebensglück und Freude an den schönen Dingen des Lebens wünschen.
Herzlich
Barbara (Bräutigam)


Lieber Jochen,
herzlichen Glückwunsch zu Deinem 65 und alles Liebe und Gute für die vielen nächsten Jahre. Herzlichen Dank für Dein Engagement und deinen liebenswerten Charme mit dem du für das systemische Arbeiten innerhalb der Verbände und außerhalb mit großem Erfolg gearbeitet hast. Für mich ist es zentral auch Dein Verdienst, das es jetzt zur sozialrechtlichen Anerkennung gekommen ist. Danke auch für die netten und anregenden Gespräche am Rande von Tagungen, Kongressen Mitgliederversammlungen etc.
Alles Gute
Reinert Hanswille


Lieber Jochen Schweitzer,
wir sind uns selten persönlich begegnet. Aber Sie sind ein Autor, der mich seit dem Beginn meiner Beschäftigung mit dem systemisch-konstruktivistischen Ansatz durch seine Schriften und medial verfügbaren Vorträge intensiv begleitet. Mit der bekannten Metapher „Auf den Schultern von Riesen“, die Robert K. Merton (1983, Frankfurt/M: Suhrkamp) als Titel seines Buches zur wissenschaftlichen Gelehrsamkeit nutzt, kann ich Sie in Ihrer Bedeutung für mich als einen solchen Riesenautor bewundern, dessen Schultern mir oft als Aussichtsplattform dienten, um die von mir beobachtete Welt systemischer zu betrachten. Das, was mich an Ihren Thesen und Forschungen u.a. besonders freut und inspiriert, ist, dass Sie die Nähe der systemischen Therapie zur Sozialen Arbeit, zur Gestaltung von zwischenmenschlichen Mikro-, Meso- und Makrostrukturen nicht unberücksichtigt lassen, sondern im Gegenteil: regelmäßig sichtbar werden lassen. Diese Verbundenheit mit einer Profession, die nicht selten in einem Spannungsfeld und Anerkennungskampf mit der Psychologie, Medizin, Jurisprudenz oder der sozialstaatlichen Verwaltung steht, resultiert vielleicht auch daraus, dass der Zweitbetreuer Ihrer Doktorarbeit Hans Thiersch war, der Begründer der sozialarbeiterischen Lebensweltorientierung. Thiersch hat mit seinem Konzept die theoretische und methodische Diskussion innerhalb der Sozialen Arbeit im ausgehenden „sozialpädagogischen Jahrhundert“ (eine Begriffskreation von Thiersch für das 20. Jahrhundert) maßgeblich geprägt. Vielleicht könnten wir gar sagen, dass Sie, lieber Herr Schweitzer, den systemischen Ansatz in eine lebensweltorientierte Richtung im Sinne von Thiersch weiterentwickelt haben. Denn stärker als andere Protagonisten von systemischer Therapie und Beratung haben Sie die sozialstrukturellen Bedingungen der Entstehung und Linderung menschlichen Leidens herausgearbeitet. Sehr eindrücklich ist mir hier das nachhaltige Leseerlebnis, das ich bei der Lektüre von „Die unendliche und die endliche Psychiatrie“ (Schweitzer/Schumacher, Heidelberg: Carl Auer, 1995) hatte. Sie haben damit die Chronifizierung von so genannten psychischen Krankheiten in einer überzeugenden Weise mit der Organisation der Systeme in Beziehung gesetzt, die angetreten sind, diese vermeintlichen Krankheiten zu heilen oder helfend zu lindern: psychiatrische Kliniken, sozialpsychiatrische Dienste und Einrichtungen. Das, was ich in Ihrem Wirken sehe, ist die (implizite) These, dass die systemische Therapie erst dann tatsächlich als systemorientiert bewertet werden kann, wenn sie nicht nur die Mikrostrukturen, etwa der Familie, beachtet, sondern die gesamte Lebenswelt von Menschen auch in ihren gesellschaftlichen Prozessen und Einbindungen berücksichtigt. Und diese Lebenswelt ist maßgeblich von Organisationen, freiwilligen Inklusionen, aber auch unfreiwilligen Zwangsinklusionen „kolonialisiert“, um mit Jürgen Habermas (1981, „Theorie des kommunikativen Handelns: Band 2: Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft“, Frankfurt/M.: Suhrkamp) zu sprechen. Gerade diese Organisationskontexte restringieren das Leben (post-)moderner Menschen mehr denn je. Und so will ich mit einer Hoffnung schließen: Möge Ihre Stimme als systemischer Therapeut, Forscher und Sozialpraktiker gerade in einer Zeit laut zu hören sein, in der durch die kassenärztliche Anerkennung der systemischen Therapie die Lebensweltorientierung dieses Ansatzes durch das in Gefahr ist, was auch Hans Thiersch immer wieder kritisiert: durch die stigmatisierenden, pathologisierenden und disziplinierenden Tendenzen professioneller Dienstleistungen, zu denen freilich auch die Psychotherapie gehört.
Ganz herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 65. Geburtstag!
Heiko Kleve

 


Lieber Jochen,
herzlichen Glückwunsch und eine Hypothese : wenn das Alter das du “fühlst” dein Geburtsdatum bestimmen könnte, bin ich sicher dass sich die numerischen Werte erheblich verringern würden. Viel Spass am Leben, Lieben, und Arbeiten, weiterhin
Annette Kreuz (Valencia) 


Lieber Jochen,
Toms Aufruf löste in mir zunächst Zweifel aus: 65 Jahre „Renteneintrittsalter“? Diese Assoziation passt für mich so gar nicht zu Dir. Du sprühst immer vor Ideen und Energie für neue Projekte und hast es irgendwie geschafft, Dir eine gewisse „Jugendlichkeit“ zu erhalten (Tipps, wie das funktioniert nehmen ich und vermutlich auch Andere gerne entgegen).
Für die systemische Szene in Deutschland bist Du ein wichtiger Anker und in mehrerlei Hinsicht nicht wegzudenken. Durch Dein Wirken und Eure gemeinsamen Publikationen bist Du gemeinsam mit Arist besonders bekannt und dann aber auch in vielen Feldern zu Hause. Eben nicht nur in Wissenschaft und Forschung, sondern in Lehre und Praxis und im Verbandskontext. Dass Du Dich nicht nur auf andere Felder beschränkt hast, ist der DGSF in besonderem Maße zugute gekommen und Du hast sie in Deiner 6 jährigen Zeit als Vorsitzender maßgeblich entwickelt und geprägt. Dort haben wir uns auch kennen gelernt und letztlich war es Dein Anruf Anfang 2010, der mich zu einer Kandidatur für den Vorstand gebracht hat. Auch weiterhin bist Du mit gesellschaftspolitischem Schwerpunkt im Verband aktiv und immer wieder auch für verschiedene Themen ansprechbar und ein wichtiger Berater.
Ich danke Dir sehr für Dein Engagement und Deine Tatkraft und bin froh über unsere Verbundenheit. Zum Geburtstag wünsche ich Dir im Namen „Deiner“ DGSF alles Gute und vor allem die weitere Möglichkeit der Verwirklichung Deiner Vorstellungen in den kommenden Jahren.
Mit rund 7500 DGSF Mitgliedern grüßt Dich

Dein Enno Hermans


Lieber Jochen,
auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zu Deinem 65. Geburtstag (ach, wär’ ich auch gern noch mal …). Die Community der Systemiker hat Dir viel zu verdanken – sowohl auf inhaltlicher Ebene durch Deine vielfältigen und grundlegenden Beiträge, als auch auf institutionell-organisatorischer Ebene, wo Du das systemische „Schiff“ zumindest für „Erwachsene“ in den Hafen des deutschen Kassensystems beisteuernd begleitet hast.
Wir hoffen auf noch viele anregende Beiträge aus Deiner Feder!

Herzlich, Jürgen Kriz


Lieber Jochen,
einen ganz herzlichen Glückwunsch! Gerne erinnere ich mich an die sechs Jahre unserer intensiven Zusammenarbeit während der Zeit als du Vorsitzender der DGSF warst. Die Menge der morgendlichen Mails von dir – und von den damaligen Vorstandskolleginnen und -kollegen – war anfangs fast erschlagend. Sie zeigte eine immense Arbeitsproduktivität und das Abarbeiten dieser Ideen in der DGSF-Geschäftsstelle war nicht immer einfach. Aber es waren viele neue kreative Ideen und Visionen, die die Entwicklung des Verbandes voranbrachten und beschleunigten – es machte Spaß, daran mitzuwirken!
Wohltuend war deine Wertschätzung für die Arbeit anderer: Schon vor deiner Kandidatur als Vorsitzender hattest du Kontakt zur DGSF-Geschäftsstelle aufgenommen, in einem längeren Telefonat hast du die künftige Zusammenarbeit ausgelotet. Trotz deiner vielen eigenen Ideen bliebst du immer offen für andere Vorschläge, hast Rückmeldungen zu deinen Ideen herausgefordert. Deine Begeisterung färbte ab.
Es gab viele kleine und große Projekte, die manchmal ziemliche Herausforderungen für den DGSF-Geschäftsführer wurden, denn aus deiner Sicht ging es bei der DGSF ja auch immer gleich um „Das gesamte Systemische Feld“. Und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in einer Vorstandssitzung mit den DGSF-Vorstandsmitgliedern singen würde, oder dass ich bei Spaziergängen im Rahmen einer Vorstandsklausur mir bis dahin unbekannte Gegenden Deutschlands kennenlernen würde …
Ich freue mich, dass wir uns in der DGSF auch weiter begegnen. Danke!

Ich wünsche dir alles Gute – auch im Namen des gesamten Teams der DGSF-Geschäftsstelle!

Bernhard Schorn
DGSF-Geschäftsführer


Herzlichen Glückwunsch, lieber Jochen!
Als Autor und in Deinen vielen Rollen und Funktionen in der systemischen Welt warst du mir schon bekannt, bevor wir uns dann persönlich kennengelernt haben. Dazu gehört die gemeinsame Zeit in China – Du warst als systemischer und ich damals als verhaltenstherapeutischer Dozent tätig. Mit Dir und dieser Zeit verbinde ich gute Gespräche (zum Beispiel auf einem Rückflug von China nach Deutschland) über alles mögliche, auch über den Unterschied zwischen systemischem und verhaltenstherapeutischem Denken.
Ich habe Dich damals und dann auch später immer wieder als offenen, klugen, toleranten und auch die politischen Dimensionen unseres Tuns im Auge habenden Kollegen kennengelernt.
Ich freue mich, dass unsere Zusammenarbeit noch weitergeht

Hans Lieb


Hallo Jochen!
Willkommen im Club der Alten. Gute Alte sind lebensklug und erfahren und berechtigt froh mit dem, was gelungen ist und (hoffentlich) auch versöhnt mit dem, was nicht so gut geworden ist. Dir ist viel gelungen und Du verdienst den Respekt, der Dir entgegengebracht wird.
Hierzu das Bild einer Postkarte, die ich vor vielen Jahren in UK aufgegabelt habe.

Und Du hast hoffentlich noch viel Segensreiches vor Dir. Das wünschen wir Dir aus Wiesloch von Herzen.

Dir allen Segen für die kommenden Jahre.

Dein Bernd Schmid


Lieber Jochen,
als Tom Levold uns kürzlich einlud, für das systemagazin ein paar Zeilen anlässlich deines Geburtstags zu schreiben, wurde mir schlagartig bewusst, dass eine deutliche Lücke klafft zwischen meinem Bild von dem agilen, vor Ideen sprühenden und jederzeit für gute Lösungen bereitstehenden Autor, Herausgeber, Therapeuten, Coach, Wissenschaftler und meinem inneren Bild von jemandem, der formal demnächst in den Ruhestand geht (oder sollte ich sagen, gegangen wird?).
Neben all deinen herausragenden Leistungen für die Etablierung des systemischen Ansatzes in vielen Funktionen und Anwendungsfeldern, die im Rahmen dieses besonderen Geburtstages sicherlich von vielen anderen gewürdigt werden, ist es für uns im Verlag, die wir seit nahezu 25 Jahren eng mit dir zusammenarbeiten dürfen, Anlass genug, den publizistischen Bereich deiner Arbeit hervorzuheben. Die Reihe gemeinsamer Projekte reicht vom „Lehrbuch für systemische Therapie und Beratung I und II“, die Generationen von systemisch Ausgebildeten begleitet haben, bis zur kürzlich gestarteten Reihe „Leben.Lieben.Arbeiten: systemisch beraten“ (jeweils zusammen mit Arist von Schlippe).
Immer ist dabei deutlich geworden, dass du – wenn du von einem Projekt überzeugt bist–, dich voll und ganz und rund um die Uhr engagierst und, wann immer Schwierigkeiten auftauchen, Optionen, die einen Ausweg weisen, parat hast. Eine durchweg optimistische Ausrichtung, die, wie ich finde, das Fortkommen, das Miteinander und den Spaß am gemeinsamen Tun so angenehm macht.
Dass du diesen kreativen Geist weiterhin bewahrst und noch in einige gemeinsame Projekte einbringst, das wünschen wir dir (und uns) von Herzen, zuerst aber, dass du gesund bleibst und Zeit findest, jenseits jeder Internetverbindung mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein.
Herzlichen Glückwunsch zum Fünfundsechzigsten – auch im Namen der Kolleginnen aus dem Psychologie-Lektorat von Vandenhoeck & Ruprecht aus deiner Geburtsstadt

Günter Presting


Lieber Jochen,

ich weiß noch genau, wann wir uns das erste Mal begegnet sind: Auf der Frühjahrstagung 2013

in Frankfurt am Main bzw. bei der anschließenden Tagung im Kloster Schmerlenbach beim Mittagessen.

Es ist mir wohl in Erinnerung geblieben, weil es für mich damals als junge „DGSF – Aktivistin“ und Systemikerin eine besondere Begegnung war:

Jochen Schweizer persönlich kenn zu lernen. Aber es blieb mir wohl auch deshalb in Erinnerung, weil es einfach eine Begegnung unter Kolleg*innen war; das hat mich damals sehr beeindruckt und sich danach mehrfach wiederholt.

In den Folgejahren haben wir im Rahmen der DGSF viele gesellschaftspolitische Themen und Aktivitäten gemeinsam diskutiert, bewegt und auf den Weg gebracht. Ich danke Dir sehr für viel Inspiration und Ermutigung im Laufe dieser Zeit und auch dafür, dass mein Buch zum Thema Armut und Menschenwürde in der neuen Reihe von Arist von Schlippe und Dir erscheinen konnte.

Ich denke, mein Systemikerinnen-Sein wurde auch durch unsere Kontakte sehr beeinflusst.

Für Dein neues Lebensjahr wünsche ich Dir viel Gesundheit sowie Kraft und Muße weiterhin im Verband und in der systemischen Szene zu wirken, Impulse zu setzen, Fragen zu stellen, Themen (beharrlich) voran zu bringen und Zeit für das zu haben, was Dir Freude macht!

Ich freue mich auf die nächsten Begegnungen!

Tanja Kuhnert

 

Herzlichen Gruß,
Tanja Kuhnert

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7 Kommentare

  1. Lieber Jochen Schweitzer,

    tempus fugit! Die Jahre fliegen dahin und bald ist es ein viertel Jahrhundert her seit unserem ersten Zusammentreffen in der alten Augenklinik. Es war einfach, einmal ein Türchen weiter zu hüpfen und zu schnuppern in Rolf Verres’ wunderbarer Anderwelt. Kein Institut war so aufregend, pulsierend und „künstlerisch wertvoll“, wie damals die Medizinische Psychologie, wo wir aufeinander trafen. Wie herrlich konnte man sich da rekreieren von endlos scheinenden statistischen Betrachtungen des Lebens an anderen Orten. Man trat durch die Portale und gewahrte des Menschen Recht, ein anderer zu werden und doch irgendwie der Gleiche zu bleiben. Es blieb nicht dabei. Aus Schnuppern wurde ein tiefes Inhalieren und gar eine Art Blutlecken… Man mußte sich in Acht nehmen, um wenigstens für sich selbst wieder erkennbar zu bleiben, denn das sich Einlassen auf das Systemische Denken war wie eine innere Kopfwäsche, heraus aus der kausal-linearen Einfalt des Denkens. Und hinein in das bunte und lustvolle Systemische Abenteuer. Ich habe die wohl gemeinten Warnungen auf den Weg nicht vergessen. Es konnte etwas passieren, und ich bin froh über das viele, was dann auch kam. Lange ist das her und vieles hat sich inzwischen verändert im systemischen Feld, auch dank Ihres großen Engagements. Ich danke und gratuliere darum sehr herzlich zum 65. Geburtstag! Mit kaputtem Meniskus hinke ich ein wenig hinterher. Wir werden langsam mürber. Jürgen Kriz weckt Ahnungen, daß es noch dicker kommt. 😀 Dennoch: A warm Welcome to the Club!

    Wolfgang Traumüller

  2. Hoch hoch hoch aus Leipzig!
    Und noch einen Tusch und Applaus von Judith

  3. Lieber Jochen

    Ganz ganz herzliche Glückwünsche zu Deinem 65. Geburtstag! Du könntest es Dir ja ganz bequem machen und zurückschauen auf die vielen gut geratenen Bücher, Tagungen, Doktoren und Master, SYMPA-Stationen, Institute, Verbände, Expertisen, GBA-Beschlüsse. Aber wie wir Dich kennen, schaust Du weiter nach vorne und hast dabei auch immer noch den viel weiteren Weitblick als die meisten von uns.

    Deine großen Erfolge und Deine guten Ideen sind weithin bekannt und kaum zu toppen. Aber hier noch ein ganz persönlicher Dank für einige Deiner unauffälligen Tugenden: Du motivierst, Du ermutigst, Du lässt anderen die Butter auf dem Brot, Du bist ein ebenso guter Empfänger wie Sender, Du hast Bodenhaftung. Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen mit Dir,

    Ulrike
    und mit mir der SG-Vorstand

  4. Lieber Jochen,

    den Aufruf habe ich wohl leider auch verpennt – dafür hier nun meine umso ausgeschlafeneren Glückwünsche zu diesem fast unglaublichen Jubiläum!
    Ich erinnere mich noch sehr gut an das wunderbare Praktikum vor vielen Jahren an der MedPsych in Heidelberg, aus dem so viel Schönes entstanden ist. Deine Kreativität, Dein Witz und Deine beeindruckende Fähigkeit, das Gute selbst aus dem Schlechtesten kitzeln, nie den wohlwollenden Rahmen zu verlassen und immer noch eine neue Perspektive zu entdecken – das hat mich seit damals fasziniert und für die Systemische Therapie begeistert, mit der ich ohne Dich wohl nicht so verbunden wäre. Hör’ bloß nicht auf mit alledem, auch wenn die bald die Rentenschecks eintüten…

    Herzlich aus Bielefeld
    Stefan

  5. Lieber Jochen,

    Vor fast 25 Jahren sind wir uns das erste Mal begegnet – im Rahmen einer schönen Vortragsreihe an der Universität Osnabrück in den alten Backstein-Gebäuden des dortigen psychiatrischen Krankenhauses, die das wunderbare Systemische Osnabrücker Duo Arist von Schlippe und Jürgen Kriz veranstalteten; Du hast zum Thema „Wenn der Kunde König wäre“ die Idee vorgetragen, man solle doch etwa Psychiatrie-Patienten nicht immer gleich mit der gesamten Behandlungspallette quasi „bombardieren“ – und dann enttäuscht sein, wenn sie sich auf selbiges nicht „einlassen“, wo sie vielleicht lediglich ein warmes Bett und regelmäßig Mahlzeit gerade benötigen und möchten… „Gegen den Strich gebürstete“, kluge, kreative Ideen – so erlebte ich Deine Ausführungen – und der „systemische Funke“ sprang sofort über…

    Dieser ersten Begegnung folgte ein Artikelprojekt gemeinsam mit Arist zu Fragen der Evaluationsforschung in Systemischer Familientherapie, bei dem wir einige Ideen zur vermeintlich hehren Objektivität von Wirksamkeitsforschung auch sozusagen „gegen den Strich bürsteten“ – und das 1997 in der „Familiendynamik“ erschien. Ich weiß gar nicht mehr, wie wir diesen Artikel ohne Email-Austausch zwischen Osnabrück und Heidelberg zustande gebracht haben… unvorstellbar heute… Was ich aber noch gut weiß, das ist, dass es viel Spaß gemacht hat, mit Dir als engagierten, blitzgescheiten, schnellen Kopf diesen Artikel zu schreiben und damit irgendwie ein wenig gegen den Psychologie-Mainstream auf paradoxe Weise wieder eine Art „Re-entry“ in diesem Mainstream zu bewerkstelligen…

    Und noch heute schreiben wir gemeinsam Artikel, wie gerade für ein englischsprachiges Handbuch für Systemische Familientherapie, und noch heute tue ich dies mit viel Freude gemeinsam mit Dir – und immer noch, wie aktuell in dem besagten Handbuchbeitrag, geht es dabei ein wenig darum, mit etwas „gegen den Strich gebürsteten“, „verrückten“ Ideen über die Behandlung von „Verrückten“ (Psychosen/Schizophrenien) das Mainstream Business as Usual Behandlungsvorgehen einzuladen und anzuregen, völlig ernst gemeint und evidenzbasiert, solche Ideen aufzugreifen…

    Dass zwischen diesen beiden Artikeln, viele weitere gemeinsame Artikel, eine Doktorvater-Doktorand- sowie eine Trainer-Trainee-Beziehung, Herausgeberbücher, gemeinsam veranstaltete Forschungstagungen, SYMPA-Forschungsaktivitäten, die sozialrechtliche Anerkennung der Systemischen Therapie für Erwachsene, einige DGSF-Feste sowie Geburtstagsfeiern, Inspiration und Theorieaustausch und noch einiges mehr lag, das wissen wir beide ohnehin und das muß deshalb nicht nochmals erwähnt werden…

    In diesem Sinne die allerbesten Geburtstagswünsche für Dich, sehr gerne noch gemeinsam lange weiter!!

    Dein
    Matthias (Ochs)

  6. Lieber Jochen,
    tja, wer später aufsteht, muss sich hinten anstellen. Irgendwie ist Toms Aufruf an mir vorbeigegangen. So komme ich spät in der Reihe der Gratulanten. Der Herzlichkeit meines Glückwunschs tut dies keinen Abbruch, wie Du weißt, und auch nicht der Freundschaft. Schön, dass wir nach wie vor gemeinsame Projekte haben.
    Herzlichst
    Dein
    Arist

  7. Lieber Jochen,
    unsere erste Begegnung ist ziemlich genau 30 Jahre her. Damals war ich Teilnehmer in Deinem und Andreas erstem Grundkurs systemische Therapie. Damit bist Du für mich eine der Portalsfiguren in das systemische Denken und Handeln (die Erfahrung, daß es auch Portale nach draußen und entsprechende Portalsfiguren gibt, kam dann Jahre später).
    Ich spüre noch heute, wie sehr mich das Einnehmen systemischer Perspektiven im positiven Sinne durcheinanderbrachte und mich innerlich anreicherte. Letztlich führte sie in eine Selbstautorisierung, ohne die ich heute wohl nicht selbstständig arbeiten würde. Dafür, einmal mehr, herzlichen Dank! Nicht zuletzt aber sind mir die herrlichen Butterbrezeln in Erinnerung, mit denen Du damals im Kurs in den Heidelberger Friedrich-Ebert-Allee aufgewartet hast – so wurde systemisches Denken im wahrsten Sinn zum Introjekt, das bis heute in mir sein Wesen treibt.
    Glück, Gesundheit und Segen zu Deinem 65.! von Lothar Eder

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