systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

27. März 2026
von Tom Levold
1 Kommentar

Peter Fürstenau (✝︎ 27.3.2021): Er fehlt

Heute vor 5 Jahren, am 27.3.2021 ist Peter Fürstenau gestorben. Daran möchte ich heute erinnern. Lange habe ich überlegt, was heute an dieser Stelle noch zu ihm gesagt werden kann. Angesichts der Entwicklungen, die sowohl gesellschaftlich als auch im psychotherapeutischen Feld zu beobachten sind, lässt sich nur sagen, dass eine unabhängige und kritische Stimme wie Peter Fürstenau schmerzlich vermisst werden sollte. Im Netz ist nicht mehr viel über ihn und zu ihm zu finden (nicht einmal ein vernünftiges Foto) – und an einer heute so verbreiteten Selbstvermarktung in den sogenannten sozialen Medien hat er wohl offensichtlich nie Interesse gehabt. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, an dieser Stelle nicht nur auf meinen ausführlichen Nachruf auf ihn zu verweisen, sondern diesen heute noch einmal in Gänze zu bringen. Peter Fürstenau fehlt, und der Jahrestag seines Todes sollte Anlass sein, seiner noch einmal zu gedenken. Weiterlesen

25. März 2026
von Tom Levold
Keine Kommentare

Trauma – Systemische Zugänge

Das aktuelle Heft der Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung mit dem Schwerpunkt „Trauma: Folgen und der Umgang damit – unterschiedliche systemische Zugänge“ versammelt eine Reihe von Beiträgen, die das Phänomen der Traumatisierung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Weiterlesen

3. März 2026
von Tom Levold
4 Kommentare

Re-Education und Gruppendynamik – eine deutsche Geschichte

Die politisch hochbedeutsame Geschichte der Gruppendynamik ist in Deutschland kaum bekannt bzw. aus dem kollektiven Bewusstsein weitgehend verschwunden. Die Geschichte sozialpsychologischer und psychotherapeutischer Entwicklungen seit dem 2. Weltkrieg ist generell ein immer noch recht wenig beackertes Feld. Zumal, wenn es nicht nur um die – selbstverständlich positive – Selbstdarstellung bedeutsamer Akteure geht, sondern um die kritische Hinterfragung solcher Entwicklungen und die Eröffnung neuer Perspektiven auf die eigene Profession. Oliver Königs voluminöses Werk „Experimente in Demokratie“ zeigt auf großartige Weise, wie man eine solche Geschichte auf spannende und analytisch brillante Weise darstellen kann. Auf über 350 Seiten hat er die Entwicklung der gruppendynamischen Bewegung in der BRD (und übrigens auch in der DDR) detailreich nachvollzogen. Weiterlesen