systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

The Guests in My House: An Autoethnographic Narrative of the Relationships between Austrian Hosts and Syrian Refugees

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Corina Ahlers

Im Adventskalender 2017 hat Corina Ahlers über ihre Erfahrungen als Gastgeberin für syrische Flüchtlinge berichtet. In ihrem Beitrag war auch folgende Ankündigung enthalten: „Die forschende Selbstreflexion in der Zeit mit meinen syrischen Gästen habe ich im Laufe der Jahre 2016-2017, von Mary Gergen dazu ermuntert, auf Englisch geschrieben. Damals war es das Thema Nummer 1 überall auf der Welt. Ich wollte so viele Leser_innen wie möglich daran teilhaben lassen, weil ich es selbst so spannend fand. Mich hat es bereichert, und ich bin ein bisschen weiser geworden. Es wurde daraus ein selbstreflexiver Roman über die Gedanken einer systemischen Therapeutin und Ausbildnerin in der Auseinandersetzung mit der Fremdheit ihrer arabischen Gäste. Ein Text über die Transformationen ihrer inneren Konstrukte und die Begegnung  im ‚anders sein’ als autoethnografischer Prozess. 2018 wird der Text im Taos Institut als Download Manuskript für das Englisch lesende Publikum veröffentlicht . Im Systemmagazin wird er Anfang des Jahres ebenfalls erscheinen.“ Nun ist es soweit: Es ist ein autonethnografisch gehaltenes Narrativ der Erlebnisse einer systemischen Therapeutin und systemisch Lehrenden, die 2 Jahre lang syrische Flüchtlinge bei sich im Haus hatte. Die Autorin schildert persönliche Alltagserlebnisse mit ihren Gästen und reflektiert die entstehenden Möglichkeiten für beiderseitige Begegnungen auf Augenhöhe. Der Text bringt keine therapeutische Rahmung, sondern er fokussiert auf unseren notwendigerweise partizipativen Umgang mit den Flüchtlingen, in diesem Fall Syrer_innen. Ein besonderes Phänomen ist die Beherrbegung einer ‚Zweitfrau‘ mit Kind seitens der Autorin. Der Blick zentriert sich auf weibliche und männliche Rollenbilder, Gender, Sprache und Verstehen, Solidarität, aber auch auf den immer wieder entstehenden kolonialen Standpunkt auf unserer Seite. Läßt er sich denn verlassen? Diese Frage beschäftigt die Autorin durchgängig über die 80 Seiten Text zu ihrer emotionalen Beteiligung am hoch aktuellen Migrationsphänomen.
Die Autorin hat den Text in Absprache mit Mary und Ken Gergen (gemeinsam Gründer des sozialen Konstrukionisms) für das Taos Institute geschrieben, wo er im Abteil ‚World Share Books‘ erscheinen wird. Deshalb ist der Text auf Englisch, allerdings durch den persönlich gehaltenen Stil leicht lesbar. Der Abdruck im systemagazin erfolgt vor der Herausgabe im Taos Institute. Der vollständige Text kann hier als PDF gelesen werden…

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