systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

5. April 2017
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Was ist der Fall? Endspurt!

Liebe Leserinnen und Leser,

am Ostersamstag läuft die letzte Frist ab für einen ermäßigten Kongressbeitrag zur Tagung „Was ist der Fall? Und was steckt dahinter?“, die vom 25.-27.5. Mai in der Heidelberger Stadthalle stattfinden wird . Das Programm ist nun vollständig, der Ablauf mit allen Referenten, Veranstaltungen und Zusammenfassungen ist auf der Tagungswebsite veröffentlicht und nachzulesen. Reservierungen für einzelne Diskussionspanels und Workshops werden bereits angenommen. Ich freue mich, die Tagung mitzugestalten und viele von Ihnen in Heidelberg begrüßen zu können.

systemagazin geht jetzt erst einmal in Osterurlaub und ist in der Woche ab dem 24. April wieder am Start. Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Oster- und Frühlingszeit.

herzliche Grüße
Tom Levold
Herausgeber systemagazin

 

4. April 2017
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Michael White (29.12.1948-4.4.2008)

Michael White (Foto: Jill Freedman/Wikipedia)

»Weil die Unmöglichkeit von Neutralität bedeutet,
dass ich nicht vermeiden kann, ›für‹ etwas zu sein,
übernehme ich Verantwortung dafür, allem zu
misstrauen, wofür ich bin – d. h. meiner Art zu
leben und meiner Art zu denken –, und das
kann ich auf verschiedene Weise tun.«

Michael White

Heute vor 9 Jahren ist Michael White, einer der wichtigsten Wegbereiter der Narrativen Therapie, in San Diego, Kalifornien, im Alter von 59 Jahren gestorben, wo er ein dreitägiges Seminar abhielt. Während eines Essens erlitt er einen schweren Herzinfarkt, an dessen Folgen er drei Tage später verstarb. In Erinnerung an ihn verlinke ich heute auf das Vorwort zu seinem letzten Buch, das in Deutschland unter dem Titel „Landkarten der narrativen Therapie“ beim Carl-Auer-Verlag erschienen ist. Wolfgang Loth hat es verfasst, es bietet nicht nur einen guten Einstieg in die Lektüre der „Landkarten“, sondern stellt eine besonders schöne Würdigung der Person von Michael White und seines Verständnisses von Therapie, Dialog und Erzählung dar, die heute angesichts eines zusehends technizistischeren Psychotherapieverständnisses aktueller denn je ist. Es handelt sich hier um die Leseprobe zum Buch, man muss also ein paar Seiten blättern, bis man beim Vorwort landet.

3. April 2017
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Vulnerabilitäten

Unter diesem Stichwort sind in der aktuellen Ausgabe von Kontext Beiträge zu unterschiedlichen Artikeln versammelt, die sich mit der unterschiedlichen Lebenslage von Menschen beschäftigen. In ihrem abstract schreiben die Herausgeber: „»Die Welt ist aus den Fugen« – kein anderes literarisches Zitat ist im letzten Jahr von den Medien und der Politik so o bemüht worden wie jenes aus Hamlet. Beinah ebenso oft ist widerlegt worden, dass dieses ein neues Phänomen sei und doch trifft es ein Lebensgefühl, das viele Menschen angesichts des Brexits, der politischen Entwicklungen in der Türkei und in Russland, des Ausgangs der US-Wahl, terroristischer Anschlägen und der kriegerischen Zerstörung Syriens hierzulande empfinden. Dieses Gefühl geht mit Ohnmacht, emotionaler und intellektueller Überforderung und der Angst vor Kontrollverlust einher, sprich, es konfrontiert uns mit unserer eigenen Verletzlichkeit. Diese betrifft uns auch in unseren unmittelbaren Kontexten, die beispielsweise die wachsende Unsicherheit in der Regulation persönlicher und beruflicher Beziehungen oder auch in der Gestaltung diverser Lebenslagen umfasst. Als Systemikerinnen und Systemiker liegt es uns möglicherweise nahe, uns auf die Suche nach entsprechenden Ressourcen zu begeben, um uns dagegen zu wappnen; dennoch kommen wir wohl nicht umhin, Verunsicherung und Verletzlichkeit als Teil von Realität(en) wahrzunehmen und anzuerkennen. Das aktuelle Heft nimmt das Thema Vulnerabilität in verschiedenen Arbeits- und Praxisfeldern systemisch handelnder Menschen in den Blick.“ Praktisch geht es dabei um „wunde Punkte bei Müttern und Vätern« im Kontext der Erziehungs- und Paarberatung“, „systemische Aspekte in der Arbeit mit wohnungslosen Menschen“, „Anforderungs- und Bewältigungsformen von Familien mit beatmungspflichtigen Angehörigen“ und um die Frage der nötigen Beratungskompetenzen in der Sozialen Arbeit. Alle bibliografischen Angaben und abstracts finden Sie hier… 

31. März 2017
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Paul Watzlawick (25.7.1921-31.3.2007)

Heute vor 10 Jahren, am 31.3.2007, ist Paul Watzlawick, einer der Pioniere der systemischen Therapie, gestorben. An seinem 81sten Geburtstag haben Alois Huber & André Höschele mit ihm ein Interview am Mental Research Institute in Palo Alto/Kalifornien (MRI) geführt, einen Ausschnitt aus dem Video sehen Sie hier:

30. März 2017
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Familiendynamik im Rückblick

2015 ging der 40. Jahrgang der Zeitschrift Familiendynamik an den Start. Aus diesem Anlass haben die Herausgeber Ulrike Borst, Hans Rudi Fischer und Arist von Schlippe mit dem Klett-Cotta-Verlag ein Sonderheft Hahnenschrei Systemischer Vernunft, Zurück-Geschaut auf 40 Jahre Familiendynamik herausgegeben, dass jetzt online als PDF gelesen und heruntergeladen werden kann. Es enthält eine Serie von acht (bereits in vergangenen Heften veröffentlichten) Beiträgen, die jeweils 5 Jahrgänge (Zurück-Geschaut 8 x 5 = 40 Jahre) der Zeitschrift überblicken. Im Editorial der Herausgeber heißt es: „Die einzelnen Aufsätze zu den Jahrfünften verdichten die 40 Themenhefte jeweils eines Jahrfünfts mit kaleidoskopischem Blick und geben Fingerzeige auf spannende Themen, Kontroversen und Innovationen der jeweiligen Jahrgänge. Lassen Sie sich verführen zum Eintauchen in die Geschichten und Geschichte von vier Jahrzehnten Systemdenken im deutschsprachigen Raum. Verstehen läuft rückwärts, wir empfehlen von Vorne anzufangen.“ Zum vollständigen Heft gelangen Sie hier…

24. März 2017
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Reform der Kinder- und Jugendhilfe so noch nicht! – Stellungnahme des Fachverbands DGSF

DGSF (23.3.2017): „Am 17. März 2017 hat das Bundesfamilienministerium den Entwurf eines Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes an Fachverbände versandt mit einer Frist für Stellungnahmen von wenigen Tagen. Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) als berufsübergreifender Fachverband mit mehreren tausend in der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Mitgliedern hält ein solches Vorgehen für unangemessen und formuliert in „Vorläufigen Anmerkungen“ zum jetzigen Gesetzesentwurf Kritik und Forderungen aus systemischer Sicht.

Im neuen Entwurf, der zum 1. Januar 2018 rechtswirksam werden soll, sind grundlegende Forderungen von Fachverbänden aufgegriffen worden. Gleichwohl erwecke das Vorgehen des Bundesfamilienministeriums den Eindruck, dass diese Gesetzesreform noch zügig zum Ende der Legislaturperiode durchgesetzt werden solle ohne angemessene Beteiligung der Fachöffentlichkeit. Weiterhin seien Änderungen vorgesehen, die die Jugendhilfelandschaft tiefgreifend verändern und deutlich nachteilige Auswirkungen für Kinder, Jugendliche und Eltern hätten. „Das derzeitige Verfahren zielt auf ein Ruhigstellen der Beteiligten, an einem fachlich wirklich besseren Kinder- und Jugendhilferecht scheint kein ausreichendes Interesse mehr zu bestehen“, vermutet DGSF-Vorsitzender Dr. Björn Enno Hermans.

Der Fachverband DGSF fordert den Gesetzgeber auf, Familien auch in schwierigen Lebenslagen die Fähigkeit zu verantwortungsvollem Handeln „wohlwollend zu unterstellen“ und bei der Hilfeplanung immer den Kontext des Familiensystems einzubeziehen. Bei Heim- oder Pflegekinderunterbringung dürfe nicht frühzeitig verbindlich vom Jugendamt eine Bleibeperspektive für Kinder oder Jugendliche festgelegt werden, sondern erst im Hilfeverlauf gemeinsam mit allen Beteiligten. Ansonsten „droht bei entsprechend ungünstigen politischen Bedingungen ein massiver Eingriff staatlicher Macht in familiäre Lebensgefüge“.

Die DGSF warnt davor, die Steuerungsverantwortung des Jugendamtes auf Kosten der Familien umzusetzen. Es gehe darum, ein „dialogisches Verfahren der Hilfeplanung“ zwischen Jugendamt, Familie und Trägern weiterhin gesetzlich festzuschreiben. Ansonsten drohe die Gefahr, dass nicht der Bedarf der einzelnen Kinder und ihrer Familien im Mittelpunkt steht, sondern Hilfen eingesetzt werden, die wenig finanzielle und zeitliche Ressourcen des Jugendamtes benötigen. Auch in Kinderschutzverfahren gehe es aus systemischer Sicht um einen „respektvollen, würdigenden und achtsamen Blick auf die Ressourcen aller Familienmitglieder“, auch und gerade bei Eltern, deren Erziehungs- und Versorgungsverhalten durch den Staat überwacht werden müsse. Dabei werden die im Gesetzentwurf vorgesehenen erweiterten Kooperationsmöglichkeiten zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen von der DGSF ausdrücklich befürwortet.

Die Stellungnahme der DGSF „SGB VIII-Reform: Vorläufige Anmerkungen und Forderungen aus systemischer Sicht zum Gesetzentwurf ‚Kinder- und Jugendstärkungsgesetz‘ vom 17. März 2017“ ist auf den Internetseiten des Verbandes veröffentlicht.

14. März 2017
nach Tom Levold
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Was ist der Fall?

Liebe systemagazin-Leserinnen und Leser,

die Vorbereitungen zur Tagung „Was ist der Fall? Und was steckt dahinter? Diagnosen in systemischer Theorie und Praxis“, die systemagazin gemeinsam mit der Carl-Auer-Akademie, Hans Lieb, Matthias Ohler, Wilhelm Rotthaus und Bernhard Trenkle vom 25.-27. Mai 2017 in der Heidelberger Stadthalle durchführt, sind in vollem Gange! Wir haben ein tolles Programm zusammengestellt, Sie können alle Details auf der Tagungswebsite lesen. Bis zum 15.4. kostet die Teilnahme noch 445,00 €, danach die offiziellen Tagungsgebühr von 495,00 €. systemagazin-Leser können aber mit dem Code TLS noch bis zum 26.3. die Tagung zum Frühbucherpreis von 395,00 € buchen! Und bei Anmeldung von Gruppen ab fünf Personen zahlt jedes der Gruppenmitglieder gegenüber dem aktuellen Preis 50 Euro weniger. Es lohnt sich also, sich noch schnell anzumelden!

Im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht ist jetzt auch schon ein Buch zum Tagungsthema in der neuen Reihe „Psychotherapeutische Dialoge“ erschienen, in dem ich mich mit Herausgeber Uwe Britten und Hans Lieb über die Funktion von Diagnosen unterhalte: „Für welche Probleme sind Diagnosen eigentlich eine Lösung? Tom Levold und Hans Lieb im Gespräch mit Uwe Britten“. In diesem Gesprächsband werden viele Themen der Tagung auf leicht verständliche Weise aufgegriffen und diskutiert. Wir freuen uns, diese Themen und viele Andere mit Ihnen in Heidelberg zu erörtern und zu vertiefen!

Herzliche Grüße

Tom Levold
Herausgeber systemagazin

 

13. März 2017
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Gisela Osterhold (1.1.1950-1.3.2017)

Gisela Osterhold Foto: eurosysteam

Cornelia Hennecke, Berlin; IF Weinheim: Nachruf auf Gisela Osterhold

Am 1.3.2017 ist Gisela Osterhold im Alter von 67 Jahren verstorben.

Sie war eine Frau, die mit großer Leidenschaft Ideen vertrat und weiter entwickelte. Man „kam an ihr nicht vorbei“, so wurde häufig von ihr gesprochen. Aus dieser Leidenschaft immer wieder neu zu schöpfen, gab ihr wohl auch die Energie, den beruflichen Weg von einer engagierten und erfindungsreichen Therapeutin zur sehr erfolgreichen Coach und Organisationsberaterin im „eurosysteam“ zu gestalten.

Gisela war von 1988 – 96 Mitglied im Team des IF Weinheim. Viele, die sie in diesen Jahren als Lehrende oder Therapeutin erlebt haben, werden sich vielleicht bis heute an Geschichten um das legendäre „rote Sofa“ aus der Heidelberger Gemeinschaftspraxis (Osterhold – Ellebracht – Lenz) erinnern – eine sichtbare Markierung für das Spiel mit unterschiedlichen Beobachtungsebenen in therapeutischen Prozessen (gleichermaßen die Zeit des Paradigmenwechsels systemischen Denkens). Zu Giselas Gabe gehörte es, sich in ihrer lebendigen, lebensnahen, humorvollen wie auch streitbaren Art auf die Begegnung mit ihrem Gegenüber einzulassen. So lebte sie ihre tiefe Überzeugung, dass gewünschte Veränderungsprozesse allenfalls über die Steuerung von Rahmenbedingungen, kräftiges eigenes Engagement und die Anregung von nützlichen Selbstorganisationsprozessen, geschehen.

Mit der Gründung von eurosysteam 1991 verschrieben Gisela Osterhold, Heiner Ellebracht und Gerhard Lenz sich dann als bisher engagierte Therapeuten der Anwendung systemischen Denkens und Handelns im Kontext von Führungs- und Changeprozessen in Unternehmen und Organisationen. Gisela entwickelte dabei maßgeblich das Profil von eurosysteam mit. Sich dabei als Frau, als Coach und Prozessbegleiterin Eingang in die Chefetagen führender Unternehmen zu verschaffen, schien für sie willkommene Herausforderung und Abenteuer zugleich – was sie mit Klarheit, Ehrgeiz und einer unglaublichen Energie verfolgte. In ihrem Buch „Veränderungsmanagement“ schreibt sie von einem „Kompass, der uns in unbekanntem Gelände mögliche Wege weist, ohne dass wir uns verirren oder das gesuchte Ziel oder die Mannschaft aus dem Auge verlieren.“ Diesen inneren Kompass hat sie meist gehabt, gepflegt, weiter gegeben, sich vermutlich auch das ein oder andere Mal verirrt, um sich dann wieder neu auszurichten.

„Erstarrte Beziehung – heilendes Chaos – Einführung in systemische Paartherapie und -beratung“  sowie „Vom Chef zum Coach: der Weg zu einer neuen Führungskultur“  und „Veränderungsmanagement – Visionen und Wege zu einer neuen Unternehmenskultur“ sind Spuren ihrer fachlichen Entwicklung und liefern bis heute nützliche Anregungen für praxisorientiertes systemisches Denken und Handeln.

Ich selbst habe 1995 ein 10-tägiges Selbsterfahrungsseminar im Rahmen meiner Therapieausbildung, später auch eine Weiterbildung beim eurosysteam in systemischer Organisationsberatung gemacht. Fachliche und persönliche Konturen zu zeigen, eigene Ideen als Reibungsfläche anderen zur Verfügung zu stellen und ihr unverwechselbarer Humor haben mich bei Gisela oft beeindruckt und sehr ermutigt, meinen eigenen Weg zu suchen und zu gehen. Mit Grasellenbach – wohl einige Zeit auch Lieblingsseminarort von Gisela – verbinden sich für mich bis heute sehr viele Erinnerungen an gute Begegnungen mit ihr.

„Niemals geht man so ganz …“ – wir werden Gisela Osterhold als engagierte Kollegin und  unverwechselbare Frau in Erinnerung und ihre Spuren im Gedenken halten. 

(Dieser Nachruf ist ein Vorabdruck aus Systhema Heft 1, 2017)

11. März 2017
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Systemischer Forschungspreis von DGSF und SG bei internationaler Forschungstagung verliehen

DGSF (11.3.2017): Die systemischen Fachgesellschaften DGSF und SG haben erstmals gemeinsam den „Systemischen Forschungspreis“ verliehen. Die Preisverleihung erfolgte bei der International Systemic Research Conference vom 8. bis 10. März in der Heidelberger Universität. Ausgezeichnet wurden die Dissertationen von Barbara Wilhelm “Kompetenz- und Autonomieerleben in der Elternrolle. Elterliche Bedürfnisse im Kontext der Erziehung” und Audris Muraitis „Emotionen in Familienunternehmen. Eine kommunikationstheoretische Fallstudie über das Scheitern eines Joint Ventures“.

Die internationale Forschungskonferenz, die von den systemischen Fachgesellschaften DGSF und SG mit veranstaltet und gefördert wurde, bot einen ansehnlichen Rahmen für die Preisvergabe: Rund 400 Gäste aus aller Welt, darunter viele prominente Forscher und Praktiker wie Susan McDaniel, Präsidentin der US-amerikanischen Psychologischen Vereinigung APA, oder Leslie Greenberg, emeritierter Professor aus Toronto Canada. Ulrike Borst, Vorsitzende der Systemischen Gesellschaft, und Björn Enno Hermans, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie überreichten die Preisurkunden zusammen mit den symbolischen Schecks über das Preisgeld in Höhe von jeweils 1.500 Euro.

DGSF und SG hatten in der Vergangenheit bereits je eigene Forschungs- oder Förderpreise verliehen. Künftig wird der mit 3.000 Euro dotierte Preis jährlich von den beiden Fachgesellschaften gemeinsam vergeben. Die aktuelle Ausschreibung ist auf dem Forschungsportal www.systemisch-forschen.de zu finden.

8. März 2017
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Ernst von Glasersfeld (8.3.1917-12.10.2010)

Heute würde Ernst von Glasersfeld (Foto: Christian Michelides [Quelle: Wikipedia]) seinen 100. Geburtstag feiern. Er gilt als Begründer der Erkenntnistheorie des Radikalen Konstruktivismus. Der Österreichische Rundfunk sendet anlässlich des Geburtstages ein Radio-Feature zu Leben und Werk von Glasersfelds, das man hier hören kann, und in dem auch Glasersfeld selbst zu Wort kommt. Ein Verzeichnis seiner Publikationen, davon viele mit der Möglichkeit, sie als PDF herunterzuladen, gibt es hier zu sehen.

6. März 2017
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Qualifizierungsmodul Netzwerke Frühe Hilfen systemisch verstehen und koordinieren

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V. (DGSF) ein systemisches Qualifizierungsmodul für Koordinatorinnen und Koordinatoren der Netzwerke Frühe Hilfen veröffentlicht, das auch online als PDF geladen werden kann. Auf der Website des Nationalen Zentrums heißt es: „Es ist ein Angebot an Einrichtungen und Träger, die in der Weiterbildung von Netzwerkkoordinierenden Frühe Hilfen aktiv sind und dabei gezielt systemische Inhalte und Methoden für diese Tätigkeit vermitteln möchten. Das Qualifizierungsmodul Netzwerke Frühe Hilfen systemisch verstehen und koordinieren besteht aus vier Weiterbildungsbausteinen, die insbesondere auf den Erwerb personaler Kompetenzen zielen. Damit ergänzt das Modul die vielfältigen Qualifizierungen, die in den Ländern für Netzwerkkoordinierende Frühe Hilfen angeboten werden. Systemische Inhalte und Methoden erscheinen besonders geeignet, einen Beitrag zur Verständigung zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen und Leistungsbereichen in den Netzwerken Frühe Hilfen zu leisten. Gleichzeitig können sie die Koordinierungskräfte dabei unterstützen, sich in komplexen Auftragslagen professionell selbst zu verorten.  Entwickelt wurde das Qualifizierungsmodul von der Deutschen Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF e.V.) in Kooperation mit dem NZFH. Um seine Passung zu den Bedarfen und Aufgaben von Netzwerkkoordinierenden Frühe Hilfen zu überprüfen, wurde die Weiterbildung mit Koordinierungskräften aus drei Bundesländern praktisch erprobt und begleitend evaluiert. Die Entwicklung, Erprobung und Evaluation des Qualifizierungsmoduls wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen finanziert.“

Das Modul umfasst 240 Seiten, die AutorInnen sind Matthias Ochs, Rainer Orban, ilke Crone, Anke Lingnau-Carduck, Melanie Mengel und Michaela Herchenhan. Herunterladen können Sie das Modul hier…