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Systemische Supervision Aufbaukurs II

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Datum/Zeit
Date(s) - 07.10.20 - 06.10.22
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Veranstaltungsort
StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung, Supervision und Systemisches Coaching e.V.

Kategorien





Systemische Supervision betrachtet, reflektiert und berät Einzelne, Gruppen, Teams oder Organisationen in ihrem beruflichen Handeln immer kontextbezogen.

Dieser Kontext besteht aus miteinander kommunizierenden, interagierenden und vernetzten sozialen Systemen und Systemebenen (Individuum, Team, Institution). Weiter gehören zum Kontext implizite und explizite Erwartungen und Regeln, unterschiedliche Bewertungs- und Bemessungskategorien sowie verschiedene Realitätskonstruktionen; denn sie alle haben Aus- und Rückwirkungen auf das berufliche Handeln des Einzelnen und auf das Funktionieren der Organisation.

In diesem Sinne ist Systemische Supervision ein Instrument zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit sowie zur Förderung und Unterstützung beruflicher und arbeitsbezoge- ner personaler Entwicklungsprozesse.

In Krisen- und Konfliktsituationen bietet sie auf der Grundlage der Allparteilichkeit konstruktive Lösungen an, welche die Reibungsflächen vermindern und die Arbeitszufriedenheit erhöhen.

Systemische Supervision ist ziel- und lösungsorientiert.

Sie nutzt die vorhandenen Ressourcen und ist getragen von Wertschätzung und Respekt gegenüber den Supervisand*innen.

Ziel der Weiterbildung ist es, die Teilnehmer*innen zur Durch- führung von Einzel-, Gruppen-, Team- und Leitungs-Supervision zu befähigen.

Der Aufbaukurs II – Systemische Supervision – wendet sich ausschließlich an diejenigen Kolleg*innen, die entweder am StIF oder an einem anderen Mitgliedsinstitut der Systemischen Gesellschaft (SG) einen Kurs in „Systemischer Therapie“ oder „Systemischer Beratung“ rfolgreich abgeschlossen haben und die langjährige Mitarbeiter*- innen oder Führungskräfte im psychosozialen Bereich sind.

Kursinhalte

  • supervisorische Grundhaltungen / Allparteilichkeit, Ressourcenorientierung, Kontextorientierung, Respekt und Respektlosigkeit
  • systemische Interventionen in der Supervision
  • „Methodenkoffer“
  • Akquise / Präsentation, Selbstdarstellung, Kontrakt
  • Einzelsupervision / typische Beziehungsmuster, schwierige „Beziehungseinladungen“, Einbeziehung mehrgenerationaler Aspekte
  • Gruppensupervision / systemisches Arbeiten mit Gruppen, Fallsupervision, systemisches Verständnis von Symptomen
  • Teamsupervision / Kontextanalyse (Organigramm), explizite und implizite Regeln, offene und verdeckte Rollen der Team- mitglieder, Leitbilder und „Corporate Identity“, Konfliktma- nagement im Team
  • Teamentwicklung / Prozesssteuerung und Prozessreflexion
  • Leitungssupervision / Führung systemisch betrachtet, Füh- rungsstile und –modelle/ Handeln in komplexen Strukturen

Selbsterfahrung / Eigen- und Fremdwahrnehmung, Reflexion der eigenen Rolle in Gruppen, Beziehungsgestaltung vor dem Hintergrund der Herkunftsfamilie, Teilnahme an einem Tea- mentwicklungsprozess

Praxis

Während der Weiterbildung führen die Teilnehmer*innen mindestens drei Lernsupervisionsprozesse durch. Die Teilnehmer*innen suchen sich die Lernsupervisionen selbst.

Die Kontrolle der Lernsupervision erfolgt in der Lehrsupervision (Einzel- u. Gruppenlehrsupervision). Die Lehrsupervisor*innen werden aus dem Kreis der StIF-Lehrsupervisor*innen ausgewählt.

Für die Lehrsupervision entstehen zusätzliche Kosten. Diesen Kosten stehen die eigenen Einnahmen aus den Lernsupervisionen gegenüber.

Abschluss / Zertifikat „Systemische/r Supervisor/in“
(berechtigt zum Erwerb des Zertifikats „Systemische/r Supervisor/in SG„)

Infoabend / Mittwoch, 27. Mai 2020 / 19.30 Uhr

Dozent*innen / Anja Wilser / Bernd Roedel

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