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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Psychische Störungsbilder aus systemischer Sicht – Ein systemisches Denk- und Handlungsmodell für Praktiker*innen aus Beratung, Pädagogik und Sozialarbeit (2021)

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Datum/Zeit
Date(s) - 27.04.21 - 28.04.21
Ganztägig

Veranstaltungsort
tandem Praxis & Institut

Kategorien





Seminar vom 27.-28. April 2021 in Freiburg

Mit Tanja Kuhnert

Detaillierte Infos unter: https://tandem-freiburg.org/

 

 

Der Umgang mit psychisch belasteten Klient*innen

ist für Helfer*innen aus Sozialarbeit und Pädagogik ein komplexes Unterfangen. In aller Regel stehen innerpsychische und interpersonelle Konflikte im Vordergrund und die professionelle Beziehungsgestaltung ist dabei eine Kunst. Psychisch belastete Klient*innen können in einer Beziehung zur Wirklichkeit stehen, welche tiefgreifend unterschiedlich zu der der Helfer*innen ist. Die Konfrontation mit traumatischen Erfahrungen, Selbstverletzungen, Suizidalität und auch Fremdaggressivität verlangt von Helfer*innen einen sicheren und souveränen Umgang mit den betroffenen Klient*innen. Emotionale Verstrickungen und die Konfrontation mit eigenen Ängsten sind nicht selten. Wie können wir also professionell anleiten, begleiten und beraten?

 

 

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

Sie stärken Ihre theoretische Kompetenz in der systemischen Betrachtung und Einschätzung psychischer Auffälligkeiten und psychiatrischer Phänomene. Sie werden die Auffälligkeiten und Phänomene als Lösungsversuche und ihren Nutzen für Betroffene besser verstehen können. Sie werden systemisches Handwerkszeug für die Unterstützung von psychisch belasteten Menschen kennenlernen und die Anwendung einüben.

Die Teilnehmer*innen

– lernen die aktuelle Diskussion der systemschen Bewertung hinsichtlich psychiatrischer Phänomene kennen (theoretische Kompetenz)

– lernen die systemische von der konventionellen Diagnostik zu unterscheiden (diagnostische Kompetenz)

– wissen um die Bedeutung von Beziehungs- und Kommunikationsdynamiken bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Auffälligkeiten und können dies von der individuumszentrierten Betrachtung unterscheiden (Fallkompetenz)

– lernen systemische Methoden zur Begleitung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen kennen (Methodenkompetenz)

– entwickeln ein hohes Maß an Bewusstheit und Selbstreflexion der eigenen professionellen Rolle

 

 

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Das Seminar vermittelt den Teilnehmer*innen praxisnah eine solide Grundlage für den professionellen Umgang mit Menschen aus ambulanten, teilstationären und stationären psychiatrischen Kontexten. Insbesondere geht es um:

– das systemische Verstehen und Beschreiben “psychischer Erkrankungen”,

– darum, das im Gesundheitssystem integrierte klinische System mit seinen Kontextbedingungen zu betrachten,

– das Erkennen, der Nützlichkeit systemischer Denk- und Handlungsoptionen für die Arbeit mit psychisch belasteten Menschen,

– die Unterscheidung der systemischen Diagnostik von der konventionellen Diagnostik und dem konventionellen und systemischen Krankheitsbegriff,

– die Diskussion der Vor- und Nachteile der Beziehungsdiagnostik versus der indivisuumszentrierten Sichtweise auf psychische Auffälligkeiten,

– den Umgang mit eigenen Ambivalenzen und den Ambivalenzen hinsichtlich des Systems der klinischen Diagnosen und der Psychiatrie,

– die Darstellung und das Einüben von Methoden, welche für die Begleitung psychisch belasteter Menschen hilfreich sind.

 

 

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich an Praktiker*innen aus Feldern der sozialen Arbeit, Begleitung, Anleitung, Beratung und Therapie, die in ambulanten, teilstationären und stationären Konexten mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen arbeiten, diese besser verstehen und mehr Handlungsalternativen entwickeln möchten.

 

 

 

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Kurzvorträgen, Praxisreflexionen, Kleingruppenarbeiten und Filmeinspielungen gearbeitet. Konkrete Übungen in Rollenspielen helfen, das Erlernte im geschützten Seminarrahmen in die eigene Arbeitsweise zu integrieren. Fallvignetten sind willkommen.

 

 

 

Teilnehmer*innenzahl

Am Seminar können maximal 18 Personen teilnehmen.

 

 

 

Termine und Arbeitszeiten

Dienstag,      27. April 2021          09.30–12.30 u. 14.00– 17.00 Uhr

Mittwoch,     28. April 2021          09.00– 12.30 u. 14.00–17.00 Uhr

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