Nachdem im systemagazin im September letzten Jahres auf eine DGB-Studie über die Wahrnehmung von Arbeitsbedingungen seitens der deutschen Arbeitnehmer aufmerksam gemacht hat, gibt es nun wieder über ein interessantes Forschungsprojekt zu berichten. Das Online-Magazin Telepolis berichtet über eine neue, groß angelegte Studie, die die Wechselwirkungen zwischen Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement beleuchtet und als Forschungsprojekt vom Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Auftrag gegeben worden ist. Unter anderem differenziert die Untersuchung„vier verschiedene Mitarbeitertypen, die sich in sehr unterschiedlicher Weise mit ihrem Unternehmen identifizieren. Bedenklich erscheint den Autoren um Studienleiter Frank Hauser, dass nur 31 Prozent zur Gruppe der Aktiv-Engagierten gehören, die mit hoher Einsatzbereitschaft arbeiten und allenfalls bedingt zwischen eigenen Vorstellungen und den jeweiligen Unternehmenszielen unterscheiden. 37 Prozent zählen sich zu den Passiv-Zufriedenen, die wenig Konkretes gegen ihr berufliches Umfeld vorzubringen haben, aber auch nicht bereit sind, gestaltend in die eigene Arbeitssituation einzugreifen. Immerhin ein Drittel der Beschäftigten gehört zur kritischen Gruppe der Akut-Unzufriedenen (18 Prozent) oder gänzlich Desinteressierten (14 Prozent). Besondere Beachtung verdient nun der Umstand, dass die Unternehmensführung offenbar direkten Einfluss auf diese prozentuale Verteilung nehmen kann. In Betrieben, in denen die Mitarbeiterorientierung einen besonderen Stellenwert genießt, die Arbeitnehmer eine kompetente Führung, Anerkennung, Fairness und Teamgeist erleben oder gar an wichtigen Entscheidungen beteiligt werden, wächst der Anteil der Aktiv-Engagierten auf 45 Prozent, während die Akut-Unzufriedenen nur noch 10 Prozent stellen“ (Telepolis). Die Studie kann im vollen Umfang von 256 Seiten
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Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement
12. Januar 2008 | Keine Kommentare