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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Skelette im Keller und Schätze auf dem Dachboden (Rosmarie Welter-Enderlin – 24.2.1935-4.4.2010)

| 1 Kommentar

Heute würde Rosmarie Welter-Enderlin ihren 90. Geburtstag feiern. Vielen jungen Kolleginnen und Kollegen ist der Name kein Begriff mehr, wenn ich in Weiterbildungsseminaren danach frage. Das ist sehr bedauerlich. In den 1980er Jahren bis zu ihrem Tod 20210 war sie eine der bekanntesten Paar- und Familientherapeutinnen Europas, mit ausgezeichneten internationalen Kontakten, die mit ihren Tagungen in Zürich sehr viele Themen für das systemische Feld gesetzt hat, die ohne ihre Initiative wohl nicht in dieser Form und zu dieser Zeit in den Fokus der Aufmerksamkeit gelangt wären.

Eine ihrer zentralen Metaphern für die therapeutische Arbeit waren die Skelette im Keller und die Schätze auf dem Dachboden. In einem Text für die Zeitschrift „System Familie“ hat sie 1990 entlang eines Überblicks über die Geschichte der Familientherapie eine Position entwickelt, derzufolge das Erkennen aktueller Familienstrukturen und die Rekonstruktion von Familiengeschichten nicht in einem Gegensatz gesehen werden, sondern als mögliche Perspektiven, die zusammen genommen die Grundlage bilden für das kreative Entwickeln neuer Familiengeschichten. Der Text kann hier gelesen werden…

Ein Kommentar

  1. Lothar Eder sagt:

    Mich beeindrucken die Poesie und der Tiefgang des Textes. Die Weite, die er sich traut, abzuschreiten. Etwas das ich heutzutage meist schmerzlich vermisse.

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