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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Kurt Ludewig wird 65!

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Lieber Kurt,

Als wir uns im Jahre 1981 begegnet sind, haben wir uns noch gar nicht zur Kenntnis genommen. Das war in Zürich auf dem internationalen Kongress, den Rosmarie Welter-Enderlin organisierte. Wir beide saßen neben Rosmarie und vier (!) anderen Teilnehmern in einer kleinen Dachkammer im Workshop von Paul Dell, der über die Theorien von Humberto Maturana referierte. Ich kannte Euch beide nicht und hätte damals sicher auch nicht Schritte unternommen, das zu ändern. In den Folgejahren haben wir dann aber immer mehr Gelegenheiten gehabt, uns auf Tagungen und Kongressen kennenzulernen und ich glaube, wir haben schnell gemerkt, dass wir uns eine Menge zu sagen haben, auch wenn wir keineswegs immer einer Meinung waren. Wechselseitige Einladungen zu Workshops und Seminaren taten das ihrige dazu. Als wir dann 1993 die Systemische Gesellschaft gründeten und gemeinsam sechs Jahre im Gründungsvorstand waren, hat sich unser Verhältnis sehr intensiviert. Es war eine gute und ausgesprochen produktive Zeit, ich der ich Deine Energie und Deine politische Übersicht mehr als schätzen gelernt habe. Als Du mich dann einludst, an der Vorbereitung des EFTA-Kongresses 2004 in Berlin mitzuwirken, habe ich noch einmal eine ganz andere Seite von Dir kennen gelernt: Kurt Ludewig als großartigen Organisator mit einem unglaublichen Gedächtnis, fantastischem networking, ständiger Präsenz und unerschütterlichem Optimismus, der uns allen geholfen hat, dem größten Event in der Systemischen Geschichte hierzulande zum Erfolg zu verhelfen. In all diesen Jahren ist eine tiefe Freundschaft gewachsen mit einer Fülle von Erinnerungen, die ich nicht missen möchte. Zum 65. Geburtstag wünsche ich Dir an dieser Stelle alles Gute – verbunden mit der Hoffnung, dass Deine fast unerschöpfliche Energiequelle auch in Zukunft weiter sprudelt und die Entwicklung der systemischen Szene weiterhin befruchtet, und dass wir noch das eine oder andere Gläschen gemeinsam miteinander leeren können (aber gefeiert wird ja noch :-)).
An dieser Stelle melden sich noch eine ganze Reihe weiterer Gratulanten, mit Ihnen gemeinsam wünsche ich:

Happy Birthday, lieber Kurt

Dein Tom

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Liebe Gratulantinnen und Gratulanten,
mit inngster Freude und tiefer Rührung habe ich Eure Zeilen gelesen und genossen. Es ist so enorm wohltuend zu erfahren, dass der Beitrag, um den man sich bemüht hat, irgendwo auf fruchtbaren Boden gefallen ist.
Mit herzlichstem Dank, speziell an Dich Tom für diese wundervolle Idee,
Euer Kurt Ludewig

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Lieber Kurt,

zu deinem 65. Geburtstag gratuliere ich Dir sehr herzlich. Dein Beitrag für die Entwicklung der systemischen Therapie in Deutschland kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden! Immer noch bin ich stolz, Deine Nachfolge als SG-Vorstand angetreten zu haben.
Ein Höhepunkt wird für mich die Erfahrung bleiben, mit Dir zusammen die EFTA-Tagung ausgerichtet zu haben – nun auch schon wieder über drei Jahre her. Wie Du es geschafft hast, mit Deiner Kraft und Unerschütterlichkeit ein großes Heer von Zögerern und Zweiflern für ein wunderbares und schlussendlich hocherfolgreiches Projekt zu gewinnen, hat mich sehr beeindruckt.
Ich habe viel von Dir gelernt, Danke.
Herzlichst
Arist von Schlippe, Osnabrück

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Lieber Kurt,

als ich las, dass Du in den nächsten Tagen Deinen 65. Geburtstag begehen wirst, erinnerte ich mich spontan an viele direkt-persönliche und indirekt-gedankliche Begegnungen der vergangenen nahezu 25 Jahre. Diese Begegnungen sind und waren für mich prägend und ich denke gerne an sie zurück.
So erinnere ich mich an zahlreiche Fachartikel in Fachzeitschriften, an Deine beiden Bücher „Systemische Therapie“ und „Leitmotive systemischer Therapie“, deren gedankliche Klarheit ich überaus schätzte und noch immer schätze.
Oder ich denke an die persönlichen Begegnungen zurück, z.B. im Rahmen eines Workshops in Saarbrücken in den 80er Jahren, auf dem Du Dein „Mitglieds-Konzept“ vorstelltest, das damals noch etwas unvollständig war und das Du dort als eine mit handschriftlichen Randnotizen versehenen Kopie verteiltest.
Oder mir fällt ein Forum der IGST in Heidelberg Anfang der 90er Jahre ein, das sich mit dem Thema „Sucht“ auseinander setzte und auf dem Du ein großartiges Live-Interview mit einer Familie mit einem süchtigen Familienmitglied vor ca. 100 Teilnehmern führtest.
Und mir sind Erlebnisse in Erinnerung geblieben, bei denen Du durchaus die Konfrontation gesucht, sie zugemutet und auch ausgehalten hast.
Für all diese Anregungen und Erlebnisse danke ich Dir und hoffe, dass ich auch zukünftig noch oft Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Deinen Ideen haben werde.
In diesem Sinne wünsche ich Dir zu Deinem 65. Geburtstag alles Gute, gratuliere Dir herzlich und sende Dir die besten Wünsche.

Rudolf Klein

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„10+1“ und die Folgen… Kurt Ludewig zum 65.

Wie ließe sich – „in ein paar Zeilen“ – ein Glückwunsch schreiben, der dem gerecht würde, was mir einer ermöglicht hat auf dem Weg, von einem „Baum der Erkenntnis“ systemische Früchte zu ernten!? Einem, der „in jeder Therapie ein anderer“ zu sein sich vorstellte, und dabei dennoch kenntlich blieb und für mich unverkennbar, als er mich bei der Arbeit über die Schulter schauen ließ seinerzeit!? Wie ließe sich der Schub deutlich machen, das packende Begreifen bei einer Lektüre von „10+1 Leitsätzen“ und –fragen!? Wie das aufregende Vergnügen, die Kaskaden von Anregungen dabei, einem „Problem als Bindeglied klinischer Systeme“ folgen zu können!? Wie den Nutzen preisen, die Schönheit und den Respekt, wie die „Leitmotive“, die mir seitdem immer wieder als geistige Nahrung dienen, und die als Quellen auch dann nicht versiegen, wenn Sorge und Bequemlichkeit zum Aufgeben raten!? Wie die „Denkvoraussetzungen systemischen Denkens“, diese unerschrockene Zumutung und Rückenstärkung in schwieriger Zeit!? Wie ließe sich genügend das Zutrauen würdigen, eine „zuweilen erschreckenden Bodenlosigkeit“ anzuerkennen, ohne sie verdaulicher zurechtzubiegen, und nicht vorzuenthalten, die „Konsequenzen einer systemischen Orientierung für Helferinnen und Helfer“ seien „beträchtlich und zeitweise schwer zu ertragen“!? So dass man „systemisch“ sich auf kein anderes Fundament berufen könne als auf das der persönlichen Verantwortung!
Vielleicht lässt sich vorläufig danken mit der Erinnerung an ein anderes Wort Kurt Ludewigs: „Die professionelle Psychotherapie lebt von Menschen, die bereit und in der Lage sind, ohne den Bezug zu sich selbst zu verlieren, eine hilfreiche Haltung einzunehmen, Kompetenz auszustrahlen und so Vertrauen zu wecken. Dafür benötigt man ein passendes Konzept, mit dem man sich identifizieren kann“. Ja, ich stimme zu, und Kurt Ludewig ist für mich genau dafür ein herausragendes Vorbild. Vielen Dank dafür, Kurt, und meine besten Wünsche für einen noch lange währenden fruchtbaren Unruhestand!

Wolfgang Loth, Bergisch Gladbach

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Um allen Gerüchten vorzubeugen: Weder Luhmann noch Maturana sind Erfindungen – nicht einmal Entdeckungen – von Kurt. Aber die Verbindung dieser Ansätze mit dem problem solving system im Problemsystem – das ist seins. Nicht Personen, nicht Rollen sondern Mitgliedschaften (in autopoietischer Bedingtheit) organisieren ein System, geben dem Gedanken der Änderbarkeit durch Schaffen von neuem Sinn Raum: Hilfe ist demnach für ihn nicht Reparatur oder Korrektur einer verdinglichten Struktur sondern kommunikatives, Sinn stiftendes Geschehen. Dieser Zugang impliziert Bescheidenheit und Respekt, anders geht es einfach nicht. In seinen neuesten Arbeiten bekommen Affekte immer mehr Aufmerksamkeit von ihm und seinem Ansatz. Diese Entwicklung tut gut, füllt eine Lücke.
Kurt ist aber nicht nur Psychotherapeut sondern auch Psychologe: das merkt man an seiner Liebe zu präzisen – extrem durchdachten – Definitionen, die seine Arbeit wie einen roten Faden durchziehen.
Dir, lieber Kurt, wünsche ich alles Gute zum 65er, von Dir wünsche ich mir noch viele Aufsätze und Anregungen in deiner schönen und klaren Sprache.

Joachim Hinsch, Wien

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Lieber Kurt Ludewig,
Herzlichen Glückwunsch aus Mannheim zum 65. von Lothar Eder
Ich erinnere mich gerne an unseren philosophisch-narrativen Email-Austausch im Nachgang zur Tagung in Halle 2005. Es ging dabei – wie so oft im systemischen Feld – um die Frage, ob man als Person denn eine Identität im engeren Sinn besitzt oder„nur“ eine Geschichte ist (zumindest habe ich unser Thema so verstanden). Wie auch immer – mögen der Geschichte, die von
sich selbst erzählt, Kurt Ludewig zu sein, noch viele gute Jahre beschieden sein!

Lothar Eder, Mannheim

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Ich erinnere mich, wie Kurt Ludewig sich nach unserer Aufnahme in die SG 1996 offen und neugierig für unser Institut interessierte, nachfragte und zuhörte. Er integrierte uns in die bestehende Gruppe und gab gute Tipps. Dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar.

Monika Schimpf, Institut für Systemische Therapie, Berlin

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Lieber Kurt,
die besten Glückwünsche zum Geburtstag sendet dir das NIK Team aus Bremen und Berlin!

Manfred Vogt, Bremen

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Lieber Kurt,

wir kennen uns seit den Tagen der ersten Treffen von Systemikern bei Jürgen Hargens in Meyn in den Jahren 1985 bis 1987. Es waren intensive Tage und Nächte des Austauches, wo wir uns in einem umfassenden Sinne mit Verflüssigen beschäftigten. Auch diese wie viele andere Begegnungen haben dazu beigetragen, dass einige Jahre später die Systemische Gesellschaft aus der Taufe gehoben werden konnte, die Du maßgeblich mitgestaltet hast. Seither haben wir uns wohlwollend mit Interesse und Neugier begleitet. Ich wünsche Dir zum Erreichen des 65. Lebensjahres alles Liebe und Gute und bin gespannt mit welchen Beiträgen Du die systemische Szene noch bereichern wirst.

Haja (Johann Jakob) Molter, Köln

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Muchas felicidades Kurt por todo lo que hiciste y lo que se
guiras haciendo – ahi te canto virtualmente : Porque es un chico exelente, porque es un chico exelente, porque es un chico exelente…y siempre lo sera!!

Corina Ahlers, Wien

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Vor 65 Jahren wurde Kurt Ludewig geboren, der vor 15 Jahren
die erste programmatische deutschsprachige Monographie zur
Systemischen Therapie gebar – nämlich: Systemische
Therapie. Grundlagen klinischer Theorie und Praxis.(Klett-Cotta)
Zwei Gründe also zum Feiern! (Hoffentlich gibts bald einen weiteren Grund – wenn nämlich die Systemische Therapie vom WBP endlich anerkannt wird …)

Herzlichen Glückwunsch aus Osnabrück
Jürgen Kriz

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Lieber Kurt,
herzlichen Glückwunsch zu Deinem 65. Geburtstag! Lasse mich auf diesem Weg noch mal zum Ausdruck bringen, wie wertvoll und wesentlich unsere Begegnung – ganz zu Beginn meiner systemischen Entwicklung, schon 1985 – und die von Dir erhaltenen Inspirationen für mich waren. Dein Ansatz der„Verstörung“
beschäftigt mich bis heute und liegt meinen Konzepten von Intervention zugrunde. Gerne denke ich an unsere Münsteraner Jahre mit Zusatzseminaren am Abend an der Uni – just for fun and for systemic idealism. Mein erstes Seminar mit Maturana – von Dir an der Klinik Eppendorf organisiert – war sicher so was wie eine Initialzündung. Weiterhin gute Gesundheit, viel Schaffenskraft und schöne private Stunden. Mein Wunsch wäre, dass wir uns bald mal wieder sehen, durchaus auch zu einem
fachlichen systemischen Austausch – wohin hat sich jeder entwickelt.
Beste Grüße
Dein
Günter Schiepek

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Lieber Kurt,
von all den großen Leitfiguren in der„Systemischen Szene“ haben Deine Fachartikel und Bücher vermutlich am meisten zu meiner Entwicklung beigetragen, nicht nur für mein handeln als Therapeutin und Forscherin sondern auch als Mensch. Deine Diskussionsbeiträge auf Tagungen und Kongressen genieße ich immer sehr.
Ich wünsche ganz herzlich alles Gute zum Geburtstag und sende Grüße aus Wien
Stefanie Friedlmayer

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Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie erfahren wir über >Kurt Ludewig<: „Kurt Ludewig (* 6. Dezember 1942 in Valparaiso) ist ein deutscher Psychologe und systemischer Psychotherapeut. Er hat im deutschsprachigen Bereich maßgeblich an der theoretischen Begründung der systemischen Therapie beigetragen und an der Verbreitung dieses psychotherapeutischen Ansatzes, der sich an der Systemtheorie und dem Konstruktivismus orientiert.“
Und unter dem Stichwort „Systemische Therapie“ ist Kurt Ludewig entsprechend im Abschnitt „Theorieentwicklung“ in bester Gesellschaft anderer Vor-, Mit- und Nachdenker verlinkt: Die Grundlagen der Systemischen Therapie basieren auf den Werken von Gregory Bateson (resp. des Double Bind/Doppelbindung Modells) und sind des Weiteren geprägt von der Philosophie des radikalen Konstruktivismus (Heinz von Foerster, Humberto Maturana und Ernst von Glasersfeld) sowie den Ansätzen von Steve de Shazer, als Begründer des Lösungsorientierten Ansatzes, Kurt Ludewig, der vor allem die Grundlagen klinischer Theorie und Praxis in der Systemischen Therapie und ihre weiteren theoretischen Grundlagen gelegt hat, sowie Paul Watzlawick. Die gehäufte Nennung des Bezuges zu Niklas Luhmann und seinem Grundlagenwerk Soziale Systeme ist jedoch mehr symbolischer Natur und findet im Detail der Therapiediskussion kaum Berücksichtigung.“ Wer Kurt Ludewig besser kennenlernen will findet das meiste auf seiner Homepage: www.ludewig-homepage.de.vu.
Aber nun zur Würdigung des Jubilars: Er gehört zu den wenigen noch lebenden Vätern der österreichischen systemischen Therapieszene. Auch wenn ihn manche nur mehr aus der Literatur oder den großen Erzählungen kennen so sind bestimmte von ihm konsequent vertretene Therapiekonzepte, -techniken und -überzeugungen bereits zu „Klassikern“ geworden. Der Rückblick zeigt, dass Kurt Ludewigs angemessen ungewöhnliche Neuerungen der systemischen Therapie – um Tom Anderson zu paraphrasieren – immer nahe genug am Verständnis der TherapeutInnen waren und so in deren Wissensbestand inkorporiert werden konnten. So wie von ihm der Tafelspitz bei seinen Wien-Besuchen.
Aus Wien die herzlichsten Glückwünsche zum 65. Geburtstag von

Egbert Steiner

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Lieber Kurt,
das Wenger Mühle Centrum-Team gratuliert Dir herzlichst zu Deinem 65. Geburtstag. Wir wünschen Dir und uns weitere zahlreiche kreative Jahre, damit wir immer wieder etwas Neues im Systemischen Feld von Dir lernen können. Wir danken für alle Vorträge, Workshops und interessanten Gespräche, die wir in den letzten Jahren von Dir, mit Dir geniessen konnten.
Morgen erheben und trinken wir ein gutes Glas Rotwein auf Dich!
Herzlichst
Gisal Wnuk-Gette und Werner Wnuk
für das Wenger Mühle Team

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