systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

Kontext 2021

Heft 1

Bauer, Petra, Stefan Beher, Barbara Bräutigam, Markus W. Haun & Tom Levold (2021): Editorial. In: Kontext, 52 (1), S. 3-6. 

Asen, Eia (2021): Mentalisierungs-informierte Systemische Therapie und ihre Evidenzbasis. In: Kontext, 52 (1), S. 7-20. 

Abstract: Der therapeutische Einsatz von Mentalisierungskonzepten und -techniken beruht auf der Fokussierung auf mentale Zustände sowohl im eigenen Selbst wie auch dem der jeweiligen Interaktionspartner. Dieses explizite Interesse an der Wahrnehmung und Interpretation von Gefühlen, Gedanken und Überzeugungen kann die traditionelle systemische Arbeit enorm bereichern. In diesem Artikel werden innovative Techniken vorgestellt, die darauf abzielen, effektives Mentalisieren unter Familienmitgliedern zu fördern und so Bindungen und andere Beziehungsaspekte zu stärken. Hier handelt es sich um das Vertrauen in die Authentizität und persönliche Relevanz zwischenmenschlich übermittelter Informationen. Sich in Bezug auf die individuellen Bedürfnisse und Gedanken anerkannt zu fühlen – oder mentalisiert zu werden – hilft, diese Form von Vertrauen aufzubauen, sei es bei einem Elternteil, Partner oder einem Therapeuten. Mentalisierungs-informierte systemische Arbeit zielt darauf ab, durch effektiveres Mentalisieren rundum bessere Beziehungen und Bindungen zu fördern. Die sich allmählich abzeichnende Evidenzbasis für die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird vorgestellt.

Egger, Ingrid (2021): Von der Dissonanz zur Resonanz – pferdegestützte Traumatherapie bei Bindungstraumata. In: Kontext, 52 (1), S. 21-39. 

Abstract: Obwohl es Erfolge im Forschungsbereich der Psychotraumatologie und den daraus resultierenden Implikationen für hilfreiche psychotherapeutische Interventionen gibt, erweist sich gerade die Behandlung von Menschen mit komplexen Bindungstraumata als herausfordernd. Diese Klientengruppe gilt als »hard-to-reach«, weshalb es sich als günstig erweist, auf andere therapeutische Möglichkeiten als »treatment as usual« zurückzugreifen. Die pferdegestützte Therapie als zusätzliche Intervention zur Unterstützung von konventionellen Behandlungskonzepten hat Potenzial, diese Gruppe besser zu unterstützen, die Folgen des Traumas durch Interaktion mit einem sozial intelligenten Tier zu überwinden und eine wohlwollende Resonanz mit sich und der Welt zu ermöglichen.

Jakob, Michael (2021): Momo auf dem Zauberberg. Darstellende Methoden zum systemischen Verständnis von Zeit. In: Kontext, 52 (1), S. 40-51. 

Abstract: In Folge der Beschleunigung und Verdichtung alltäglicher Vorgänge leiden heutzutage große Teile der Bevölkerung unter Zeitmangel. Techniken zum Zeitmanagement sind sehr wahrscheinlich nicht ausreichend, um dem allgegenwärtigen Zeitmangel effektiv zu begegnen, da sie sich auf die rein individuelle Ebene beschränken und die sozialen Faktoren außer Acht lassen. Stattdessen ist es notwendig, eine systemische Perspektive auf die Zeit einzunehmen, die die soziale Konstruktion unseres Zeitverständnisses hinterfragt. Darstellende Methoden, wie beispielsweise das Improvisationstheater, bieten vielversprechende Möglichkeiten, um das Thema Zeit aus einer systemischen Perspektive zu betrachten. Aus diesem Grund bietet dieser Artikel eine Handreichung für Therapeut/innen, Berater/innen und Coaches, um mit Mittels des Improvisationstheaters der Frage nachzugehen, wie man Zeitmangel in Zeitwohlstand verwandeln kann.

Conen, Marie-Luise (2021): Nachruf auf Richard Simon – dem Networker. In: Kontext, 52 (1), S. 52-54. 

Lindner-Klaeden, Ines (2021): Rezension – Volker Kiel (2020): Analoge Verfahren in der systemischen Beratung. Ein integrativer Ansatz für Coaching, Team- und Organisationsentwicklung. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: Kontext, 52 (1), S. 56-57. 

Ritscher, Wolf (2021): Rezension – Noa Zanolli (2020): Vom guten Umgang mit Differenzen. Mediatives Denken. Frankfurt a.M. (Wolfgang Metzner). In: Kontext, 52 (1), S. 57-60. 

Meyenberg, Karin (2021): Rezension – Jörg Reinhardt & Daniel Klose (2020): Grundkurs Arbeitsrecht für die Soziale Arbeit. München (Ernst Reinhardt/UTB). In: Kontext, 52 (1), S. 61-62. 

Bräutigam, Barbara (2021): Rezension – Jochen Schweitzer, Christina Hunger-Schoppe, Rebecca Hilzinger, Hans Lieb (2020): Soziale Ängste. Heidelberg (Carl-Auer). In: Kontext, 52 (1), S. 62-63. 

Faust, Mirjam (2021): Rezension – Angelika Eck (Hrsg.)(2018): Der erotische Raum. Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie. Heidelberg (Carl-Auer; 2. überarb. Aufl.). In: Kontext, 52 (1), S. 63-65. 

Balz, Hans-Jürgen (2021): Rezension – Stefan Gesmann & Joachim Merchel (2019): Systemisches Management in Organisationen der Sozialen Arbeit. Handbuch für Studium und Praxis. Heidelberg (Carl-Auer). In: Kontext, 52 (1), S. 65-67. 

Schatz, Renate (2021): Rezension – Robert Bering & Christiane Eichenberg (Hrsg.)(2020): Die Psyche in Zeiten der Corona-Krise. Herausforderungen und Lösungsansätze für Psychotherapeuten und soziale Helfer. Stuttgart (Klett-Cotta). In: Kontext, 52 (1), S. 67-68. 

Jaeger, Ulrike (2021): Rezension – Erich Fromm (2020): Wissenschaft vom Menschen. Ein Lesebuch. Gießen (Psychosozial-Verlag). In: Kontext, 52 (1), S. 68-69. 

Holub, Ulrike (2021): Rezension – Margarete Malzer-Gertz, Cornelia Gloger, Claritta Martin &.Helga Luger-Schreiner (2019): Therapie-Tools – Selbstmitgefühl. Weinheim (Beltz). In: Kontext, 52 (1), S. 69-70. 

Lerch, Anja (2021): Rezension – Mirko Zwack (2020): Scheitern – oder: mit sich selbst neu anfangen. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: Kontext, 52 (1), S. 71-71. 

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