Lieber Wolfgang Schäuble,
Ihre Idee, mit Hilfe gefälschter Behörden-E-Mails Schnüffel-Software auf die Rechner des organisierten Verbrechens zu installieren, finden wir hinreißend. Auf so etwas muss man erst einmal kommen. In den USA nennt man so etwas wohl„intelligence“. Immerhin. Allerdings finden wir es nicht ganz so schlau, diese Idee auch noch in der Öffentlichkeit auszuposaunen. Wo doch ohnehin schon ein gewisser Anteil der Bevölkerung öffentliche Verlautbarungen für irgendwie gefälscht hält. Das fördert sicherlich nicht das Vertrauen in Behörden-E-Mails. Deshalb möchten wir Ihnen dringend empfehlen, besonders gute Betreffzeilen zu erfinden, um Terroristen und andere Verbrecher dazu zu bringen, die von Ihnen versandten E-Mails trotz des verdächtigen Absenders zu öffnen.„Ficken wie ein Weltmeister“,„Legal Software Sales“ oder„60 minutes and $500, keep your winnings“ haben ohnehin keine Chancen mehr, dem Daten-Papierkorb zu entrinnen. Wir möchten Ihnen und Ihrer Fälscherwerkstatt daher ein paar Tipps geben, wie Sie Ihre Zielgruppe dazu bringen können, Ihre Mails trotzdem zu öffnen. Wie wär‘ es mit„In’s Paradies mit Selbstmordattentaten in 3 Sekunden“,„Neues Handbuch der Schutzgelderpressung“,„Wie bombe ich mich ins Innenministerium?“ oder„Da lacht der Taliban“?
Da lacht der Taliban
30. August 2007 | Keine Kommentare