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Vererbte Narben – Generationsübergreifende Traumata

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Datum/Zeit
Date(s) - 09.04.19
18:00 - 20:30

Veranstaltungsort
tandem Praxis & Institut

Kategorien





Film- und Gesprächsabend mit Liz Wieskerstrauch

DGSF-Fachtag am Dienstag, 09. April 2019; 18.00 – 20.30 Uhr in Freiburg

Detaillierte Infos unter: tandem-freiburg.org

Vererbte Narben – Generationsübergreifende Traumata

Eine Frau bekommt urplötzlich Angstphobien, ohne zu wissen warum. Erst in der Therapie wird sichtbar, dass sie unter den Kriegsschrecken ihrer Eltern – er Bomberpilot, der zahllose Menschen auf dem Gewissen hat, sie Opfer einer Vergewaltigung – schwer leidet. Mit dem Blick auf generationsübergreifende Traumata versteht sie ihre Symptome weit besser und kann sie ausheilen, um so wiederum ihre eigenen Kinder vor weiteren Übertragungen zu schützen.

Eine junge Frau deckt den von Generation zu Generation wiederholten Kindesmissbrauch innerhalb ihrer Familie auf.

Ein Vierjähriger wird von Sirenenalarm aus dem Schlaf gerissen. Die Eltern sind nicht da. Panisch verlässt er das Haus und flüchtet unter eine Brücke – und das mitten im Frieden. Seine Mutter kann sich das nicht anders erklären, als dass er ihre erlebte Angst vor Bomben im Krieg sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat. Dabei wollten die Eltern ihre Kinder bewusst angstfrei erziehen.

Dies sind drei beeindruckende Fallbeispiele aus dem Dokumentarfilm „Vererbte Narben“, in dem sich Liz Wieskerstrauch mit dem komplexen Thema „Generationenübergreifende Traumata“ auseinandersetzt. Familiengeheimnisse, frühe Prägungen von Angst und Gewalt, körperliche und seelische Traumata, familiärer Stress oder Druck und zementierte Glaubenssätze – all das wirkt sich nicht nur auf diejenigen aus, die es selbst erleiden, es kann sich sogar auf die nachfolgenden Generationen auswirken. Diese entwickeln dann Symptome, als hätten sie das Leid der Eltern selbst erlebt: unerklärliche Ängste, Beziehungsstörungen, Alpträume und psychosomatische Erkrankungen. Und sie inszenieren die Schrecknisse der Eltern und Großeltern unbewusst immer wieder neu.

Inhalte und Ablauf des Film- und Gesprächsabends

Die Wissenschaftsdokumentation von Liz Wieskerstrauch eröffnet einen Zugang zu dem komplexen Thema „Generationenübergreifende Traumata“; sie zeigt aktuelle Forschungsergebnisse und beeindruckende Fallbeispiele –und lässt familiäre und individuelle Phänomene in einem neuem Licht erscheinen.

Wir werden gemeinsam den Dokumentarfilm „Vererbte Narben – Generationsübergreifende Traumata“ anschauen (Dauer: 52 Minuten).

Anschließend erfolgt eine Reflexionsrunde zum Film, bei dem Liz Wieskerstrauch sowohl Fragen zu den Inhalten/Fallbeispielen als auch zu den Entstehungsbedingungen des Films beantwortet.

Neben den filmischen Aspekten bietet das Gespräch genügend Raum und Zeit für die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der generationsübergreifenden Traumatisierung.

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Zum Film- und Gesprächsabend sind alle am Thema interessierten Menschen eingeladen.

Teilnehmer*innenzahl

Am Film- und Diskussionsabend können maximal 40 Personen teilnehmen.

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