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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Systemisches Elterncoaching

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Datum/Zeit
Date(s) - 16.11.18 - 19.01.19
10:00 - 18:00

Veranstaltungsort
IFW Institut für Fort- und Weiterbildung München

Kategorien





Workshop mit Georg Schobert

Verunsicherte, verzweifelte und hilflose Eltern suchen zunehmend Unterstützung von (sozial-) pädagogischen und therapeutischen Fachkräften. Diese professionellen Helfer kommen ohne Elterncoaching mit ihren bewährten Methoden an Grenzen, wenn sie Eltern bei extremen Herausforderungen ihres erzieherischen Alltags wirksam unterstützen wollen.

Inspiriert durch die Arbeit Haim Omers mit Eltern nach seinem Konzept der „Elterlichen Präsenz“ in den 90er Jahren in Israel, wurde in Europa in der Systemischen Therapie ein fachlicher Diskurs angeregt, aus dem heraus sich das Elterncoaching als eine neue Methode der Elternberatung und  Unterstützung entwickelte.

Die enge Theorie- und Praxisanbindung unseres Instituts an die Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendlichentherapie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie  schufen besondere Erfordernisse und Voraussetzungen dafür, „unser“ Systemisches Elterncoaching als fachlichen Beitrag für die Überwindung parentaler Hilflosigkeit zu entwickeln und in der Praxis zu erproben.

Viele Eltern haben dadurch in der Auseinandersetzung mit sich selbst und  destruktiven (Beziehungs-) Verhalten ihrer Kinder einen Weg gefunden, ihre elterlichen Kompetenzen zu erweitern. Sie finden zu mehr Entscheidungs- und Handlungssicherheit  und können ihr Kind (wieder) lieben.

Diese Seminare wenden sich an Berater und Beraterinnen, die mit Eltern daran arbeiten, ihren „Job“ als Eltern (wieder) gut zu machen. Systemisches Elterncoaching wird von uns als eine inhaltlich und zeitlich eingegrenzte, partnerschaftliche und am Anliegen der Eltern orientierte Beratung und Unterstützung verstanden und vermittelt.

 

Seminar 1: 11. – 17.11.2018

Semianr 2: 18. – 19.01.2019

Die Seminare sind aufeinander aufbauend und können nicht einzeln gebucht werden.

 

ANMELDUNG https://www.i-f-w.de/fortbildungen-therapie/systemisches-elterncoaching/

 

INHALTE

  • Was ist denn heute noch normal?
  • Grundwerte und Grundverständnis von Elternschaft
  • Was brauchen Eltern und Kinder?
  • Grundbedürfnisse von Eltern und Kindern bei der Erziehung
  • Wie brauchen sich Eltern und Kinder? Gleichzeitige und gegenseitige Abhängigkeiten von Eltern und Kindern
  • Wie werden Eltern (wieder) „gute“ Eltern?
  • Die innere Haltung der Eltern bei der Erziehung
  • Wie sind Eltern wirklich für ihr Kind da?
  • Die Bedeutung physischer, emotionaler und geistiger Präsenz der Eltern bei der Erziehungsgestaltung
  • Wie handeln Eltern richtig?
  • Das sichtbare Verhalten der Eltern bei der Erziehung
  • Wie bleiben sich Eltern in schwierigen Situationen treu?
  • Die Auswirkungen von Selbstachtung und Selbstbeherrschung auf den Erziehungsprozess bei Provokation, Demütigung und Angst
  • Wann müssen Eltern (nicht) einschreiten?
  • Bewertungen und Konsequenzen der (noch un-) erwünschten  Verhältnisse in den Eltern-Kind-Beziehungen oder, wie können sich Eltern liebevoll und konsequent verhalten?
  • Welche Bedeutung erhalten sogenannte „Ehrenrunden“?
  • Der Umgang mit „Scheitern“ und wiederholten Enttäuschungen in Eltern- Kind- Beziehungen
  • Wen brauchen Eltern noch?
  • Die Bedeutung von Offenheit und einem stützenden Umfeld für die Eltern bei der Erziehung
  • Was unterscheidet Elterncoaching von Familientherapie?
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Systemischer Familientherapie und Systemischem Elterncoaching

METHODEN

  • Elternskript und Verhaltenstrance
  • Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung
  • Neuentscheidung im Umgang mit „geeichter“ Wahrnehmung, Kommunikation und Verhalten
  • Kongruente Kommunikation
  • Problem- und Lösungsfokussierungen
  • Reframing und positive Konnotation
  • Musterunterbrechungen
  • Assoziations- und Dissoziationstechniken
  • Ressourcenexploration
  • Empowerment
  • Coaching-Tools, z.B. Priorisieren von Zielen, Themenspeicher, Kontrakte
  • Kollusionskonzept – Delegationen und Redelegationen
  • Krisenmanagement, z.B. bei Selbst- und Fremdgefährdung
  • Beziehungsgesten
  • Rituale in der Erziehung
  • An-Kündigungen und verschiedene Möglichkeiten elterlicher Präsenz
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