systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 2018

Heft 1

Tsirigotis, Cornelia (2018): Editorial: Schule – Jugend – Verhalten …. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 2-2.

Emlein, Günther (2018): Etiketten-Schwindel. Zur Dekonstruktion von „Verhaltensauffälligkeit“. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 3-11.

abstract: „Verhaltensauffälligkeit“ Jugendlicher wird üblicherweise an einzelnen Menschen festgemacht, und diese Menschen werden entsprechend so unterstützt, dass sie ihre Auffälligkeit aufgeben. Der Autor entwickelt hierzu eine Alternative. Die Systemtheorie und das Verfahren der Dekonstruktion zeigen, dass Beschreibungen wie „Verhaltensauffälligkeit“ Unterscheidungsprämissen unterliegen, die man für Revisionen des Begriffsinventars nutzen kann. Das Etikett „Verhaltensauffälligkeit“ entsteht im Bereich des Sozialen, der Kommunikation, es ist nicht an typische Eigenschaften geknüpft, sondern es löst spezifische kommunikative Probleme, an denen mehrere Individuen beteiligt sind. Der Beitrag stellt Konsequenzen für den Umgang mit „Verhaltensauffälligkeit“ vor.

Barz, Marina (2018): Wenn Normen driften: die Zuschreibung von Auffälligkeit. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 12-19.

abstract: Das Verhalten von Jugendlichen ist überwiegend auffälliger, brutaler geworden, so wird es in der Gesellschaft, in der Schule und auch in Medien oft diskutiert und berichtet Der Respekt der Kinder und Jugendlichen vor traditionellen pädagogischen Rollen ist in den letzten Jahren geringer geworden, die traditionellen Rollen greifen heute kaum noch. Das bringt Lehrerinnen oft an ihre Grenzen, sie werden unzufrieden oder entwickeln ein Burn-Out-Syndrom. Vielen Lehrerinnen gelingt es jedoch, über die Jahre ihre Begeisterung und Leidenschaft für ihren Beruf zu bewahren. In dem Artikel wird untersucht, wie unterschiedliche Wahrnehmungen des Verhaltens der Schülerinnen entstehen. Verhaltenswahrnehmungen und deren jeweilige Beurteilung erfolgt immer durch einen Beobachter. Das macht es so wichtig, dass die verschiedenen Perspektiven aller BeobachterInnen ausgetauscht werden und ein gemeinsames Verständnis von akzeptablem Verhalten erarbeitet wird, um übereinstimmende Konventionen hinsichtlich der Wertung von Umgangsformen zu schaffen. Im Anschluss werden verschiedene Modelle von Unterrichtsgestaltung vorgestellt, die dabei sicher hilfreich sind. Sie alle berücksichtigen die Bedürfnisse und Interessen der Schülerinnen und nehmen diese stärker in die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess. Das soziale Verhalten innerhalb der Schulgemeinde ist dann nur ein weiterer relevanter Lernaspekt. Es werden einige Faktoren aufgezeigt, die den Weg vom traditionellen Unterricht zu anderen Formen markieren. So kann auch unter stark veränderten Bedingungen die gemeinsame Lernreise von LehrerInnen und SchülerInnen erfolgreich werden.

Fischer, Stefan (2018): Wer blickt mit wem wie wohin? – Eine auch systemische Betrachtung von Schulsozialarbeit an der Wedding-Schule in Berlin. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 20-27.

abstract: Das System Schule ist komplex. Schulsozialarbeit stellt eine Erweiterung der Jugendhilfe dar. Schule und Jugendhilfe ist an vielen Orten zusammengerückt und soll miteinander kooperieren. Im Sinne der Kinder und Jugendlichen. Was für Voraussetzungen, Bedingungen und Prozesse scheinen notwendig zu sein? Welche Formen des Zusammenarbeitens und -wirkens wären hilfreich und sinnvoll? Und welche Aufgabe kann dabei die Schulsozialarbeit haben? Durch die Beschreibung der Implementierung des Konzepts der „Neuen Autorität“ an einer Grundschule in Berlin-Wedding versucht dieser Artikel dies erfahr- und erlebbar zu machen.

Abt, Silke (2018): Systemische Traumapädagogik in der Schule. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 28-40.

abstract: Der „Sichere Ort Bildungsinstitution“ ist die Basis für eine gesunde Lern- und Beziehungsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Wenn SchülerInnen Traumatisierungen in ihren Biographien haben, zeigen sie im Schulalltag häufig Verhaltensweisen, die das pädagogische und lehrende Personal stark herausfordern. Re-Orientierungstechniken aus der Systemischen Traumapädagogik in Verbindung mit Systemischen Grundhaltungen und sich daraus ergebenden Interventionen bieten neue Handlungsoptionen im Umgang damit. Für die SchülerInnen entsteht so eine sichere Umwelt, die ihnen ermöglicht, in eskalierenden Situationen auf eigene stabilisierende Ressourcen zurückgreifen zu können und Selbstwirksamkeit im eigenen Handeln zu erleben.

Singer-Rothöft, Inge (2018): Schule mit systemischem Leuchten – kann das gehen? Eine praktisch begründete theoretische Zukunftsorientierung. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 41-46.

abstract: Der Beitrag beschäftigt sich, auf der Basis einer langjährigen praktischen Erfahrung in der Schulsozialarbeit und der theoretischen Auseinandersetzung mit den Ansätzen einer konstruktiv-systemischen Sicht, mit dem System Schule. Mit systemischen Fragestellungen und praktischen konzeptionell-pädagogischen Bausteinen werden Antworten auf die Frage gesucht, wie ein systemisches Leuchten den Arbeitsplatz Schule für alle Beteiligten erhellen könnte.

Berg, Matthias (2018): „… wie kommen die PsychologInnen dazu, sie hätten den gesellschaftlichen Blick erfunden?! …“ – Eine Replik zum Gedankenaustausch von Peter Kaimer und Wolfgang Loth über systemische Therapie und Gemeindepsychologie. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 47-50.

Richter, Matthias (2018): Tagungsbericht: (Em)mischen (Im)possible? Jahrestagung der DGSF 2017: „Von der Neutralität zur Parteilichkeit – Systemiker*innen mischen sich ein“. In: Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung 36 (1): 51-52.

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