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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Konfliktdynamik 2018

Heft 1

Troja, Markus, Alexander Redlich & Renate Dendorfer-Ditges (2018): Editorial: Flucht – Migration – Integration. In: Konfliktdynamik 7 (1): 1-1.

Kals, Elisabeth & Alexander Redlich (2018): Flucht – Migration – Integration. In: Konfliktdynamik 7 (1): 4-8.

Splinter, Dirk & Ljubjana Wüstehube (2018): Mediation und Dialog in Unterkünften für Geflüchtete und in deren Umfeld. In: Konfliktdynamik 7 (1): 10-19.

abstract: Sowohl in Bezug auf Konflikte zwischen Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften wie auch Konflikte zwischen Geflüchteten und Mitarbeitenden der Einrichtungen und Konflikte mit Anwohnenden existiert eine Vielfalt von Erfahrungen und Ansätzen, die in diesem Artikel dargestellt werden. Insbesondere werden Überlegungen zur Peer-Mediation angestellt. Dafür wird auf Erfahrungen der Autoren mit einer Kombination von Peer-Mediation, Dialog und Storytelling mit Bürgerkriegsflüchtlingen aus den Jugoslawienkriegen zurückgegriffen. Mit Blick auf Konflikte zwischen Geflüchteten und Mitarbeitenden von Unterkünften werden Schwierigkeiten im Umgang mit Regeln und Möglichkeiten, diese in der konfliktbezogenen Unterstützung des Teams aufzugreifen, diskutiert. Erfahrungen aus Deutschland, Kenia und der Türkei werden zum Thema Konflikte mit Anwohnenden herangezogen.

Reiss, Michael (2018): Die Flüchtlingsproblematik: Bewährungsprobe und Entwicklungschance für das Konfliktmanagement. In: Konfliktdynamik 7 (1): 20-29.

abstract: Ohne Zweifel handelt es sich bei der Flüchtlingsproblematik um eine äußerst konfliktbehaftete Thematik. Einige Schwachstellen des Flüchtlingsmanagements ergeben sich deshalb aus Kompetenzdefiziten im Konfliktmanagement. Die spezifische Herausforderung der flüchtlingsbezogenen Konfliktlandschaft resultiert aus zwei Faktoren: dem Verbund mehrerer Konfliktfelder und der Unbestimmtheit einiger Parteien, Konfliktstoffe und Strategien. Infolge des kumulierten Auftretens dieser Faktoren übersteigt die Komplexität dieser Konfliktlandschaft das Niveau herkömmlicher Erscheinungsformen von Komplexitätsphänomenen, wie beispielsweise Parallelverhandlungen, Co-Mediation oder Eskalationsklauseln. Gleichzeitig eröffnet sich sowohl für die Praxis als auch die Wissenschaft die Möglichkeit, konstruktiv Lehren für den Umgang mit komplexen Konfliktkonstellationen zu ziehen. Hier umfasst das Spektrum neben der Schaffung eines Problembewusstseins sowohl Orientierungshilfen für die praktisch tätigen Konfliktmanager als auch Hinweise auf Forschungsbedarfe für die Konfliktforscher.

Metzner, Franka, Demet Dingoyan, Michelle Lok-Yan Wichmann, Saskia Hanft-Robert & Silke Pawils (2018): »Das Vertrauen muss da sein«: Herausforderungen und Konflikte in der therapeutischen Arbeit mit geflüchteten Patient*innen aus Sicht der behandelnden Psychotherapeut*innen und Dolmetscher*innen. In: Konfliktdynamik 7 (1): 30-39.

abstract: Aktuell zählt Deutschland für Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten und in einem anderen Land Asyl suchen müssen, zu einem der Hauptzuwanderungsländer weltweit. Im psychosozialen Gesundheitssystem treffen Ärzt*innen und Psychotherapeuten*innen bei der Behandlung von geflüchteten Menschen auf eine Patientengruppe, die sie u. a. aufgrund der Sprachbarrieren in besonderer Weise fordert. Im Rahmen von drei Pilotstudien wurden Psychotherapeut*innen, die in Fremdsprachen (n = 37) oder auf Deutsch (n = 5) behandeln, sowie Dolmetscher*innen (n = 60) zu Herausforderungen und möglichen Konflikten im Umgang mit geflüchteten Patient*innen befragt. Die quantitativ und qualitativ ausgewerteten Ergebnisse weisen auf Konflikte hin, die sich auf kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede oder formelle Hürden zurückführen lassen. Die von den Behandler*innen und Dolmetscher*innen berichteten Erfahrungen bilden gemeinsame und spezifische Konfliktbereiche in der Arbeit mit Geflüchteten ab, die in deren Aus- und Fortbildungen berücksichtigt werden sollten.

Strubel, Isabel T. & Elisabeth Kals (2018): Scope of Justice und freiwillige Engagements in der Flüchtlingshilfe. In: Konfliktdynamik 7 (1): 40-49.

abstract: Die Wahrnehmung der Flüchtlingssituation und die damit verbundene Notwendigkeit, Geflüchtete zu unterstützen und zu integrieren, werden aus gerechtigkeitspsychologischer Sicht analysiert. Dabei wird der Scope of Justice einbezogen, der besagt, inwiefern die eigenen Gerechtigkeitsvorstellungen auch für Flüchtlinge gelten. Eine Online-Fragebogenstudie an einer Gelegenheitsstichprobe von 198 bislang nichtengagierten Personen zeigt, dass der Scope of Justice und Gerechtigkeitsemotionen hinsichtlich der Flüchtlingshilfe differenziert und hoch ausgeprägt sind. Gemeinsam erklären diese Variablen 63 Prozent der Unterschiedlichkeit in den Bereitschaften zu Engagements in der Flüchtlingshilfe. Der Scope of Justice Nichtengagierter ist geringer ausgeprägt als der einer engagierten Vergleichsgruppe (n = 73). Gerechtigkeitswahrnehmungen sind daher im Kontext der Flüchtlingshilfe ernst zu nehmen, um Konflikte zu entschärfen. Der Scope of Justice bietet dabei wertvolle Ansatzpunkte für das Verständnis unterschiedlicher Wahrnehmungen und Reaktionen in der Bevölkerung sowie für die Gewinnung Freiwilliger in entsprechenden Organisationen der Flüchtlingshilfe.

Weißmann, Regina & Joachim Thomas (2018): Facetten kultureller Identität: Konfliktpotenzial oder Chance. In: Konfliktdynamik 7 (1): 50-59.

abstract: Identitätsentwicklung stellt eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz und des frühen Erwachsenenalters dar. Für Migrantinnen und Migranten ist die Konstruktion ihrer kulturellen Identität dabei eine besondere Herausforderung. Die Möglichkeiten, wie sich kulturelle Identität in Bezug auf die Herkunfts- und Aufnahmekultur gestaltet, sind dabei vielfältig. Unter Einbeziehung der Ergebnisse einer aktuellen Interviewstudie zeigt der vorliegende Beitrag verschiedene Facetten kultureller Identität bei türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten der zweiten Generation auf und beschreibt, wie diese sich von den Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft wahrgenommen fühlen. Die Ergebnisse werden in Bezug auf Auswirkungen auf Organisationen mit heterogenen Mitarbeitergruppen und mögliches Konfliktpotenzial beleuchtet. Abschließend folgen Implikationen zur Überwindung kultureller Barrieren am Arbeitsplatz.

Hocke-Klotsche, Inka (2018): Jung führt Alt: Die Bedeutung bewusster und unbewusster Altersvorurteile für eine immer häufiger werdende Führungskonstellation. In: Konfliktdynamik 7 (1): 60-66.

abstract: Treten die Prognosen der Demographen ein, werden ältere Mitarbeiter mehr als bisher motiviert und leistungsbereit im aktiven Erwerbsleben gebraucht. Das wird zukünftige Arbeitsbeziehungen beeinflussen. »Jung führt Alt« ist dabei eine Führungskonstellation, die zunehmend vorzufinden sein wird und die neue Herausforderungen an die Entwicklung junger Führungskräfte mit sich bringt. Im Fokus des Beitrags stehen Altersvorurteile bzw. Altersstereotype, das heißt Einflussfaktoren, die bislang in den Personalabteilungen wenig Beachtung gefunden haben. Ältere Mitarbeiter werden als weniger kooperationsbereit, unflexibler, veränderungsscheuer und weniger lernbereit als jüngere beschrieben. Damit stehen junge Führungskräfte nicht allein da, wie Forschungsergebnisse zu Altersvorurteilen belegen. Es wird aufgezeigt, warum eine Auseinandersetzung mit Altersvorurteilen, insbesondere unbewussten Vorurteilen und deren Auswirkungen auf das Verhalten und die Motivation älterer Mitarbeiter in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit rücken sollte. Der Beitrag gibt ferner Impulse für Klärungsansätze in Konflikten mit älteren Mitarbeitern.

Pasetti, Monika (2018): Was macht Empathie rational?: Handlungskoordinierung und Konfliktlösung durch Compassion. In: Konfliktdynamik 7 (1): 68-76.

abstract: Für das soziale Miteinander scheinen Achtsamkeit, Empathie, Wertschätzung und Authentizität vernünftig zu sein. Bei der Analyse der maßgebenden Funktionen muss das Paradigma der Zweckrationalität in die umfassende Rationalität kommunikativen Handelns überführt werden und darauf aufbauen. Das Ziel ist zu überzeugen, um sich einverständlich zu koordinieren. Es besteht jedoch das Risiko, dass Empathie und Achtsamkeit strategisch eingesetzt werden. Deshalb ist »Compassion« mit folgenden Komponenten im Verständigungsprozess erforderlich: (i) Achtsamkeit, (ii) Wertschätzung, (iii) sog. Erweiterte Empathie und (iv) kognitive Perspektivenübernahme. Parallel zur kognitiven Perspektivenübernahme, die den Gerechtigkeitssinn einschließt, muss auch die affektive Empathie eine Dritte-Person-Perspektive und ggf. darüber hinausgehende Perspektiven einnehmen. Compassion ist Bestandteil rationalen kommunikativen Handelns.

Redlich, Alexander (2018): Vom Hass zur Versöhnung: Alexander Redlich im Gespräch mit Pastor James Wuye und Imam Mohammad Ashafa. In: Konfliktdynamik 7 (1): 78-81.

Zimmermann, Wolfgang (2018): Rezension – Arist von Schlippe, Thorsten Groth & Tom A. Rüsen (2017): Die beiden Seiten der Unternehmerfamilie. Familienstrategie über Generationen: Auf dem Weg zu einer Theorie der Unternehmerfamilie Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: Konfliktdynamik 7 (1): 82-82.

Petersen, Birte Amar (2018): Rezension – Hanna Milling (2016): Storytelling – Konflikte lösen mit Herz und Verstand. Eine Anleitung zur Erzählkunst mit hundertundeiner Geschichte. Frankfurt am Main (Wolfgang Metzner). In: Konfliktdynamik 7 (1): 83-83.

Bosse, Mette (2018): Rezension – Susanne Lederer & Kathrin Erhardt-Neger (2017): Konflikte einkochen. München (C. H.Beck). In: Konfliktdynamik 7 (1): 84-84.

Harms, Regina (2018): Rezension – Verena Kast (2017): Wi(e)der Angst und Hass. Das Fremde als Herausforderung zur Entwicklung. Ostfildern (Patmos). In: Konfliktdynamik 7 (1): 85-86.


Heft 2

Troja, Markus, Alexander Redlich & Reanate Dendorfer-Ditges (2018): Editorial: Psychologische Kontrakte. In: Konfliktdynamik 7 (2): 89-89.

Hülsbeck, Marcel & Arist von Schlippe (2018): Die Rolle psychologischer Kontrakte für die Entstehung von Konflikten. In: Konfliktdynamik 7 (2): 92-101.

abstract: Ein »Psychologischer Kontrakt« kann zwischen zwei oder mehr Personen in einer Organisation entstehen, zwischen denen Machtgefälle und/oder Informationsasymmetrien bestehen. Dabei führt ein von einer Seite aus gegebenes, vage und unscharf formuliertes Versprechen dazu, dass die andere Seite Verpflichtungen eingeht. Diese sind mit der selbstverständlichen Erwartung auf einen später erfolgenden angemessenen Ausgleich verbunden. Wenn dieser ausbleibt, ist zu erwarten, dass es in Organisationen, aber auch in anderen Kontexten zu Konflikten kommt. In einem vierstufigen Modell der Konfliktentstehung wird beschrieben, wie es ausgehend von den Konfliktpotenzialen, die aus diesen Verträgen heraus entstehen, zu einer entsprechenden Konfliktwahrnehmung und -bewertung der Parteien kommt, die dann im Konfliktausbruch münden kann. Ein besonderes Augenmerk ist auf sog. kalte Konfliktdynamiken zu legen, die gerade deshalb als besonders gefährlich gelten, weil sie weniger schnell ins Auge fallen als »heiße Konflikte«.

Dexheimer, Dennies (2018): Fehlverhalten von Führungskräften als Ursache für die Verletzung des psychologischen Vertrags in Organisationen. In: Konfliktdynamik 7 (2): 102-111.

abstract: Es wird die Wirkung unterschiedlicher Typen von Fehlverhalten auf die Verletzung des psychologischen Vertrags analysiert. Dazu werden die Faktoren »interpersonales Vertrauen« und »die Verletzung des psychologischen Vertrags« in einem Modell betrachtet. Die Ergebnisse (n = 128) zeigen, dass die Beobachtung von Fehlverhalten, unabhängig vom Fehlverhaltenstyp, zu starken Verletzungen des psychologischen Vertrags und hohem Vertrauensverlust in der Austauschbeziehung zwischen Mitarbeitern und Führungskräften führt.

Siegrist, Johannes (2018): Verletzte Tauschgerechtigkeit, Konflikt und Krankheit. Das Modell beruflicher Gratifikationskrisen. In: Konfliktdynamik 07 (2): 112-120.

abstract: Unter den vielfältigen Konflikten in Organisationen kommt denjenigen, welche aus Erfahrungen von Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz hervorgehen, eine besondere Bedeutung zu. Vor allem verletzte Tauschgerechtigkeit, welche die Grundlagen des Arbeitsvertrags berührt, vermag bei Betroffenen starke, langandauernde negative Reaktionen auszulösen, die von Verärgerung über Misstrauen, Rückzug bis zu Boykott und Vergeltung, aber auch zu stressbedingten Erkrankungen führen können. Mit dem Modell beruflicher Gratifikationskrisen ist ein theoretischer Ansatz zur Identifizierung entsprechender Konflikte und zur empirischen Analyse ihrer Folgen entwickelt worden. Kern des Modells bildet die Annahme, dass das erfahrene Ungleichgewicht zwischen fortgesetzt hoher beruflicher Verausgabung und unangemessenen, niedrigen Belohnungen (Lohn, Gehalt, Aufstieg, Arbeitsplatzsicherheit, Wertschätzung, Anerkennung) ein entscheidender Auslöser der genannten negativen Reaktionen ist. Ursache hierfür ist die Verletzung des – Vertrauen und soziale Stabilität sichernden – Prinzips sozialer Reziprozität. Im Beitrag wird gezeigt, wie sich dieses Modell von den benachbarten Ansätzen der Organisationsungerechtigkeit und des psychologischen Vertrags unterscheidet. Einem Überblick über vorliegende Evidenz zu den Folgen beruflicher Gratifikationskrisen folgt abschließend eine Diskussion praktischer Folgerungen aus diesen theoriebasierten neuen Erkenntnissen.

Lübbke, Sinje (2018): Community-Lotsen. Eine Konfliktlotsenschulung für Geflüchtete. In: Konfliktdynamik 07 (2): 122-133.

abstract: Dieser Artikel stellt ein Pilotprojekt einer Konfliktlotsenschulung für Geflüchtete vor. Die Ausgebildeten sollten befähigt werden, Streitigkeiten in der Unterkunft konstruktiv zu lösen und eine Brücke zur Unterkunftsleitung und in den Stadtteil zu bilden.Der Artikel stellt die Situation der Geflüchteten, die Durchführung der Schulung und Ergebnisse einer Interviewstudie mit den Teilnehmenden vor, die zum Entwurf eines Modells der Lebensrealität Geflüchteter in Integrationsprojekten geführt hat. Außerdem wird ein kurzer Ausblick auf die Weiterentwicklung des Projekts gegeben.

Heinemann, Patricia & Elisabeth Kals (2018): Mentorenprogramme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. In: Konfliktdynamik 07 (2): 134-143.

abstract: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) haben durch Flucht- und Verlusterfahrungen und ihre unklare Zukunft zahlreiche emotional-soziale Bedürfnisse. Diese können nicht durch staatliche Angebote oder niedrigschwellige Flüchtlingshilfe erfüllt werden, weshalb Mentorenprogramme für UMF entwickelt werden. Aktuell gibt es jedoch noch keine Forschung dazu. Daher werden in diesem Text thesenartig Rückschlüsse aus anderen Mentorenprogrammen gezogen und Ergebnisse einer ersten nicht-repräsentativen Befragung von Experten und Mentoren vorgestellt. Die Befunde zeigen die Bedeutung einer wertschätzenden und gerechtigkeitsorientierten Grundhaltung. Zukünftige Forschungs- und Praxisaufgaben, um die Wirksamkeit dieser Mentorenprogramme zu unterstützen, werden spezifiziert.

Hutter, Dorothee (2018): The Missing Link. Von Fallstricken in der internationalen Friedensmediation. In: Konfliktdynamik 07 (2): 144-151.

abstract: Seit fünfundzwanzig Jahren schwelt ein Sezessionskonflikt zwischen der Republik Moldau und der Region Transnistrien. Unter der Vermittlung von OSZE, Russland, Ukraine, EU und USA gibt es einen komplexen Mediationsprozess. Er ist gekennzeichnet von den heterogenen Interessen aller an der Konfliktlösung Beteiligten. Die im Laufe des Prozesses entstandene Konfliktbearbeitungsarchitektur ist sehr ausgefeilt. Diese Architektur ist flexibel mit den sich kontinuierlich verändernden Rahmenbedingungen gewachsen. Das führt jedoch dazu, dass das Gesamtsystem nur noch zum Teil stimmig ist. So fehlt beispielsweise eine zentrale, transparente Koordination des Gesamtsystems, der Link zwischen der Gesamtmenge der Initiativen. Aufgrund dieses »Missing Link« verliert die Konfliktbearbeitungsarchitektur an strategischer Ausrichtung und Durchschlagskraft. Und auch wenn eine internationale Mediation sich deutlich von einer Konfliktbearbeitung in Organisationen unterscheidet, lassen sich doch einige Erkenntnisse zur Arbeit in komplexen Systemen ableiten, zur Handlungsfähigkeit von Mediatoren, zum systematischen Aufbau der Konfliktbearbeitungsarchitektur oder zur Balance zwischen Problemlösung und Konfliktbearbeitung.

Troja, Markus (2018): Die Ambivalenz der Parteien in der Mediation. Ein Fallbericht. In: Konfliktdynamik 07 (2): 152-157.

abstract: Der hier vorgestellte Fall illustriert typische Dynamiken in Mediationsprozessen, die sich aus vier Spannungen ergeben. Diese Spannungen haben mit unterschiedlichen Formen von Ambivalenz zu tun.

Baecker, Dirk & Rudi Ballreich (2018): Warum ist das mit der Kultur so kompliziert? Rudi Ballreich im Gespräch mit Dirk Baecker über Kulturreflexion und Kulturtransformation. In: Konfliktdynamik 07 (2): 159-162.

Emlein, Günther (2018): Rezension – Sinje Hörlin (2016): Figuren des Misstrauens. Konstanz (Konstanz University Press). In: Konfliktdynamik 07 (2): 163-164.

Weckert, Al (2018): Rezension – Juliane Ade & Nadja Alexander (2017): Mediation und Recht. Eine praxisnahe Darstellung der Mediation und ihrer rechtlichen Grundlagen (3., überarb. Aufl.) Frankfurt am Main (Wolfgang Metzner Verlag). In: Konfliktdynamik 07 (2): 164-165.

Kenkel-Schwartz, Hilke (2018): Rezension – Schulz von Thun Institut, SchirrmacherGroup (2017): Das Kommunikationsquadrat in Aktion. Brettspiel; für 4 bis 16 Spielende in 2 bis 4 Teams. Bonn (ManagerSeminare, Edition Trainingaktuell). In: Konfliktdynamik 07 (2): 165-166.

Schmid, Bernd (2018): Resonanz. In: Konfliktdynamik 07 (2): 167-167.

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