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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Wilhelm Rotthaus wird 80!

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Heute feiert Wilhelm Rotthaus seinen 80sten Geburtstag, eine Zahl, die man gar nicht glauben mag, die aber ein großartiger Anlass ist, ihm an dieser Stelle von Herzen zu gratulieren.

Lieber Wilhelm,

den vielen Dingen, die deine Gratulanten dir heute hier im systemagazin schreiben, kann ich kaum etwas hinzufügen, ich kann sie nur bekräftigen. Für die Entwicklung, Verbreitung und Konsolidierung des Systemischen Ansatzes nicht nur in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, sondern im gesamten psychosozialen Feld hast du Maßgebliches geleistet. Dafür ist dir unser aller Dank auch in Zukunft sicher! Deine vielfältigen Aktivitäten und Beiträge in diesem Bereich aufzuzählen würde den Rahmen einer Gratulation übersteigen. Aber die Art und Weise, in der du dich engagiert und die vielen Herausforderungen gemeistert hast, möchte ich an dieser Stelle besonders würdigen. Wir haben uns vor über dreißig Jahren kennen gelernt und sind uns immer wieder in unterschiedlichen professionellen Kontexten begegnet. Im Rahmen der Arbeit unserer systemischen Verbände DGSF und SG, aber vor allem als Organisatoren der großen EFTA-Tagung mit über 3500 Teilnehmern und der (etwas kleineren) Tagung „Was ist der Fall?“ in Heidelberg im vergangenen Jahr, in unserem Geschichtsprojekt, das demnächst das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird sowie als Herausgeber von Buchreihen im Carl-Auer-Verlag haben wir vor allem seit Anfang dieses Jahrhunderts Phasen intensiver Zusammenarbeit erlebt, die auch von sehr persönlichen Gesprächen und Erlebnissen begleitet wurden. Anlässlich deines 70. Geburtstages haben wir ein ausführlichen Gespräch über deine Geschichte und deinen Werdegang geführt, das damals im Kontext erschienen ist und auch hier nachgelesen werden kann.
Im systemischen Feld wird viel von „Haltung“ gesprochen. Das hat leider manchmal den Charakter einer bloß theoretischen Einstellung und geht dann nicht wesentlich über eine Referenz auf bestimmte systemische „Key-Words“ hinaus. Haltung hat aber nicht nur dem Wort nach mit einer Verkörperung von Werten und Leitmotiven zu tun, die wir vertreten und vermitteln wollen. Eine Haltung einnehmen und sie auch gegen Widerstände zu bewahren, gleichzeitig Zurückhaltung zu üben, den eigenen Standpunkt mit Besonnenheit und Gelassenheit in jede Richtung zu vertreten, das gelingt nur, wenn die ganze Person in jeder Situation und Lebenslage darin einbezogen ist – einen solchen Habitus verkörperst du für mich in besonderer Weise. Dass deine Haltung nicht zuletzt aufgrund deiner professionellen Geschichte als Sänger schon immer, aber auch jetzt im Alter mit einer beeindruckenden Körperpräsenz und Eleganz verbunden ist, unterstreicht deine Wirkung nur noch. Mit einer Haltung in diesem Sinne kann man auch Halt und Orientierung geben, auch in dieser Hinsicht konnten und können sich viele Menschen an dich halten.
Dass das noch lange so bleiben kann, wünsche ich dir und uns von ganzem Herzen. Lieber Wilhelm, bleib gesund und weiter so aktiv und zugewandt, wie wir dich kennen. Sorge gut für dich und dein Gleichgewicht der Kräfte, genieße die Anregungen wie die Ruhezeiten – und lass dich feiern. Ganz herzliche Glückwünsche und alles Gute

Tom Levold

Herausgeber systemagazin

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Lieber Herr Rotthaus,
Mein Mann und ich gratulieren Ihnen ganz herzlich zu Ihrem 80. Geburtstag!
Noch viele kreative Jahre wünschen wir Ihnen und hoffentlich sehen wir uns noch bevor wir im Himmel landen.( Helm ist 92 Jahre alt und ich 83 Jahre)
Ich habe mich immer sehr gefreut, leider zwischen Tür und Angel, aber doch intensiv mit Ihnen zu plaudern. Mich hat besonders imponiert, dass Sie in Ihrer Jugend Sänger waren!
Ganz herzliche Wünsche
Satu und Helm Stierlin
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Lieber Wilhelm,
Es ist mir eine große Freude, Dir zum Deinem 80. Geburtstag herzlichst zu gratulieren. In den vielen Jahren, in denen wir es miteinander zu tun hatten, fühlte ich mich immer von Dir fachlich und menschlich geschätzt. Du hast als einer der ersten meine Arbeit durch wiederholte Einladungen zu Deinen Viersener Therapietagen anerkannt. Dafür danke ich Dir wärmstens. Die von Dir geführte Viersener Jugendpsychiatrie war jahrelang ein Modell systemischen Arbeitens geworden.  Dafür dankt Dir die systemische Welt. Du erzähltest einmal, dass Dein Vater bis weit in seine Achtziger therapeutisch gearbeitet habe. Das und vor allem die dafür notwendige Gesundheit wünsche ich Dir von Herzen. Du hast noch Vieles aus Deiner Erfahrung mitzuteilen und anderen beizubringen. Es mögen noch viele weitere Jahre des guten Lebens folgen.
Kurt Ludewig
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Lieber Wilhelm,

sehr gut kann ich mich noch an die erste Begegnung mit Dir erinnern. Ich wusste, dass Du inspirierende und wichtige Bücher schreibst und 1. Vorsitzender der DGSF bist. Allerdings war mir nicht klar, dass Vorsitzende von Verbänden gut singen können und dabei eine stattliche Figur abgeben. Ich war einigermaßen beeindruckt. Ohne Dich wäre der Verband ein anderer und ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!

Dein Jochen Leucht

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Sie sind ein großes Vorbild für die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die sich leider in großer Einfalt zur Verhaltenstherapie hin entwickelt. Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

Hans Kowerk, Hamburg/Lauenbrück

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Lieber Wilhelm Rotthaus,
vor gut 20 Jahren war mir Ihr Buch „Stationäre systemische Kinder- Jugendpsychiatrie“ als Berufsanfängerin eine Art nützlicher und extrem hilfreicher Bibel. Ich danke Ihnen sehr für Ihre kinder-, eltern- und menschenfreundliche Sicht und Ihr Wirken auf und tief in die Kinder- und Jugendpsychiatrie hinein. Darüberhinaus meine allerherzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag!
Beste Grüße
Barbara Bräutigam
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Lieber Wilhelm,

Ich wünsche Dir alles Gute zum 80. Geburtstag. Im Nachhinein war es für mich eine äußerst günstige Fügung, dass wir uns damals bei der DGSF-Gründungs-Tagung im Jahr 2000 in Berlin kennengelernt haben. Von da an hat es ja unterschiedliche Formen der Kooperation mit Dir gegeben, bis hin zu meiner Vorstandszeit in der DGSF und deine Begleitung meines Trauma-Buches in der Reihe „Störungen systemisch behandeln“. Ich denke gerne an die vielen Begegnungen mit Dir zurück, die mich in vielfacher Weise inspiriert haben.
Danke und herzlichen Glückwunsch,
Dein Alex Korittko
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Lieber Wilhelm,
im Namen der DGSF und ganz persönlich gratuliere ich Dir herzlich zu Deinem heutigen Ehrentag.
Du warst der Gründungsvorsitzende unseres Verbandes und ohne Dich ist die heutige DGSF so gar nicht vorstellbar. Für diese großen Verdienste um die Entwicklung des Verbandes und weit darüber hinaus für die Systemische Sache danke ich Dir im Namen von vielen Kolleginnen und Kollegen sehr.
Ich weiß gar nicht, wann genau wir uns zum ersten Mal begegnet sind, vermutlich war es Mitte der 2000er Jahre im Kontext der ASK. Erinnern kann ich mich gut, dass ich sehr beeindruckt war und mich gefreut habe, den vielleicht bekanntesten systemischen Kinder- und Jugendpsychiater und -psychotherapeuten persönlich kennen zu lernen. Daher bin ich auch heute froh, an einigen wenigen Stellen in Deiner Nachfolge tätig sein zu dürfen, sei es im Vorstand der DGSF, als Dozent für Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie in zwei Instituten und demnächst auch als Live-Supervisor in einer Klinik.
Für Deinen Ehrentag wünsche ich Dir, dass Du ihn nach Deinem Geschmack verbringen und genießen kannst und Dich natürlich ordentlich feiern lässt. Für die nächsten Jahre wünsche ich Dir viel Gesundheit und weiterhin viel Energie, mit der Du immer wieder die Systemische Szene bereicherst und beeindruckst.
Alles Gute und auf bald, herzliche Grüße im Namen der DGSF und Glück auf,
Dein Enno
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Lieber Wilhelm,
Alles Gute zum Geburtstag aus Marrakesch wünsche ich dir für das, was noch kommt.
Lieben Gruß
Mohammed El Hachimi
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Wilhelm Rotthaus war mir als Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie und als Verfasser vielfältiger, anregender und gut lesbarer Fachliteratur “immer schon” in meinem systemischen Leben bekannt, persönlich lernte ich ihn durch den Fusionsprozess DFS und DAF kennen, der 2000 zur Gründung der DGSF führte. Im Gründungsvorstand der DGSF haben wir gemeinsam mit Carmen Beilfuß, Heliane Schnelle, Friedebert Kröger und Klaus Osthoff viele Stunden mit intensiven Diskussionen und Gesprächen zu fachlichen und Dachverbandsthemen verbracht, (fast) ohne Pausen und mit viel Engagement und Vergnügen. In Weiterbildungen Systemische Beratung und Therapie vertiefte sich eine kollegiale Zusammenarbeit, die jeweils in Kolloquien mit interessierten Gästen ihren würdigen Abschluss fanden.
Was für mich in all den Jahren und den verschiedenen Kontexten besonders bemerkenswert ist, sind Wilhelm Rotthaus integrative Fähigkeiten und seine Brillanz nicht nur eigene Bücher und Artikel zu verfassen sondern auch die anderer zu redigieren.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Wilhelm!
Ich freue mich auf weitere Begegnungen und besonders auf die nächsten gemeinsamen Wanderungen.
Anne Valler-Lichtenberg.

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Lieber Wilhelm,

zum 80. meine herzlichen Glückwünsche! Bei unseren zwar eher seltenen, aber stets angenehmen Begegnungen genieße ich Deine aufmerksam-gelassene Zuwendung, die auch dann noch persönlich rüberkommt, wenn Du eigentlich den Kopf mit anderen Sachen voll haben dürftest. Das trage ich dann mit mir als Vorbild eines gentleman, und schicke Dir daher mit diesen Glückwünschen zugleich auch einen Dank für diese Orientierungshilfe. Zu Deinen fachlichen Meriten muss ich, glaube ich, nichts mehr sagen. Die sprechen für sich. Und meine Erinnerungen an die Viersener Tagungen, zu denen Du mich gelegentlich eingeladen hast, sind ein bunter Strauß an inspirierenden Eindrücken.
Alles Gute für das neue Lebensjahr! Ad multos annos!

Herzlich

Wolfgang (the kopiloth) Loth

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Lieber Wilhelm,

wie schön, dass die Welt Dich jetzt schon 80 Jahre lang hat! Ich habe Dich als visionären Systemiker, als  1. DGSF-Vorstands-Vorsitzenden und als begnadeten Sänger kennen und schätzen gelernt und empfinde es als große Ehre, Dir freundschaftlich verbunden zu sein. Zu Deinem Ehrentage wünsche ich Dir alles Liebe und Gute, eine stabile Gesundheit und  viel Kraft und Freude!

Von Herzen
Deine Susanne Altmeyer

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Lieber Wilhelm,

zu Deinem besonderen Geburtstag gratuliere ich Dir sehr herzlich. Auch wenn wir uns schon lange nicht gesehen haben, fühle ich mich Dir durch unsere gemeinsame Zeit als Vorstände der beiden systemischen Verbände eng verbunden. Die Zusammenarbeit mit Dir war immer leicht und freundschaftlich und die Maxime „Zwei Verbände in freundschaftlicher Kooperation, und eine berufspolitische Stoßrichtung!“ trägt bis heute.
Alles Gute für einen schönes Tag und ein glückliches und gesundes neues Lebensjahrzehnt,
Dein
Arist
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Lieber Herr Rotthaus,

das letzte Mal habe ich Sie in Heidelberg am Forschungskongress gesehen: Frisch, interessiert, sympathisch, neugierig – so wie immer.
Herzliche Glückwünsche zu Ihrem runden Geburtstag.

Liebe Grüße aus Wien

Corina Ahlers

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Lieber Wilhelm,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem 80. Geburtstag. Wir vom ifs wünschen Dir alles Liebe und Gute und vor allem Gesundheit für deine nächsten Lebensjahre. Für dein Engagement, deine Leidenschaft und deine Energie, die du für das systemische Arbeiten aufgebracht hast, danken wir dir sehr. Ganz besonders für deinen Einsatz für die systemische Kinder- und Jugendpsychotherapie und deine Unterstützung, die du uns schenkst. Wir hoffen auf noch sehr viele Prüfungen mit dir und anregende Diskussionen.

Lass dich heftig feiern!

Liebe Grüße
Reinert und alle Kolleginnen und Kollegen des ifs

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Lieber Wilhelm,

in mindestens zwei Phasen meines Berufslebens, die zwanzig Jahre auseinanderliegen, bist Du für mich ein wichtiger beruflicher Impulsgeber gewesen. Von 1982 bis 1986 arbeitete ich in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie in Weinsberg bei Heilbronn. Du kanntest meinen damaligen Chef (Joachim Jungmann) aus gemeinsamen Bundesdirektorengremien und kamst auf seine Einladung zu einer Tagung nach Weinsberg, wo wir uns kennenlernten. Du hattest damals über die Verantwortungsverteilung zwischen Familien und Team in der stationären Jugendpsychiatrie Kluges geschrieben – dass die Mitarbeiter die Verantwortung der Eltern stärken statt sie ihnen abnehmen sollten, mit praktikablen und ermutigenden Fallbeispielen. Dass dies ein renommierter, zitierbarer Chefarzt schrieb, hat mir in dortigen Diskussionen den Rücken gestärkt („In Viersen machen sie das auch so!“).

Die zweite Phase ist Deine Vorstandszeit als DGSF-Gründungsvorsitzender 2000 bis 2007. Ich war als Vorstandsmitglied 1997 bis 2000 an der Selbstauflösung der früheren Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie (DAF) und deren Integration in die neue DGSF beteiligt gewesen. Als Marie-Luise Conen und Gisal Wnuk-Gette Dich als Kandidaten für den Vorsitz gewannen, schien mir das ein Sechser im Lotto zu sein. Du konntest (und kannst) sehr souverän und überzeugend auftreten, selbstbewusst aber nicht auftrumpfend, und alle waren sich einig, Du würdest nach innen wie nach außen „una bella figura“ abgeben. Du warst ein ausgewiesener Fachmann im Kernbereich systemischer Praxis, der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Du hattest Leitungserfahrung, außer in Deiner Klinik auch in bundesweiten Verbänden – du wusstest, „wie Führung geht“. Du warst in den drei Altverbänden kein Funktionsträger gewesen und insofern „unverbraucht“ in den verbandlichen Beziehungsspielen.

Du hast das dann, gemeinsam mit Deinen VorstandkollegInnen, tatsächlich auch alles so gut gemacht wie erwartet. Es gelang Euch, eine verlässliche, leistungsfähige und loyale Geschäftsstelle in Köln zu installieren, um die die DGSF bis heute vielerorts beneidet wird. Es gelang Euch, den vielen Interessens- und Institutionsgruppen einen “guten Platz“  im Verband zu geben. Ihr habt für das um sich greifende Zertifizierungsgeschäft klare Grundlagen geschaffen, einen aktiven Ethikbeirat und einen wenig aktiven wissenschaftlichen Beirat gegründet, erste Fach- und Regionalgruppen zur Gründung ermutigt. Und Ihr habt mit der riesengroßen EFTA Tagung in Berlin 2004 sowie mit dem erneuten Antrag auf wissenschaftliche Anerkennung beim Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (gemeinsam mit der systemischen Gesellschaft) starke Akzente nach außen gesetzt. Hilfreich war dabei sicher dein guter Kontakt mit Arist von Schlippe, vielleicht auch mit Tom Levold und Kurt Ludewig vom damaligen SG Vorstand.  Die strukturell vorhandene Konkurrenz beider Verbände konnte durch Eure wie es schien freundschaftliche Zusammenarbeit offensichtlich in produktive Bahnen gelenkt werden.

Zwischen Dir und mir entstand dichte Kooperation in dieser Phase erst ab 2004. Du warst Gast auf der von mir ausgerichteten zweiten systemischen Forschungstagung in Heidelberg. Unabhängig voneinander hatten dort Kirsten von Sydow einerseits, Stefan Beher, Rüdiger Retzlaff und ich andererseits ermutigende Übersichten zur Wirksamkeitsforschung zur Systemischen Therapie zusammengetragen. Du schlugst uns vor, eine gemeinsame Expertisegruppe mit dem Ziel der Erstellung eines erneuten Antrags beim WBP zu gründen. Das haben wir getan. Du warst der uns betreuende gemeinsame Vertreter von DGSF und SG, Du hast uns in schwierigen Phasen zum Durchhalten ermuntert, im Herbst 2006 den fertigen Bericht beim WBP eingereicht, und in den beiden nächsten Jahren mit uns den WBP beständig mit weiteren guten Nachrichten versorgt, bis Ende 2008 dann die Anerkennung erfolgte.

Nach all dem wird Dich nicht verwundern, dass ich mich sehr geehrt fühlte, als Du bei mir im März 2006 (beim Festabend  der dann dritten Systemischen Forschungstagung, diesmal gegen 23.30 Uhr, in allseits gelockerter Atmosphäre – und in meiner Erinnerung kurz bevor mich Gisal Wnuk Gette in offizieller Mission als Vertreterin der Suchkommission dies ebenfalls fragte) vorfühltest, ob Ich Interesse hätte, ab 2007 als Dein Nachfolger für den DGSF Vorsitz zu kandidieren. Ich zögerte eine ganze Weile, weil es mir damals biographisch für mich selbst dafür noch „zu früh“ schien, habe dann aber doch kandidiert. Auf Eurer erfolgreichen Arbeit bis 2007 aufbauen zu können, mit neuen VorstandkollegInnen den damaligen Schwung in der DGSF aufgreifen und fortentwickeln zu können, war einfach zu verlockend.

Nach 2007 reduzierte sich unser Kontakt wieder, aber gelegentlich (ich hoffe auch am 17. Juni) treffen wir uns wieder. Inzwischen hast Du mich damit erstaunt, daß Du mit „Ü-75“ nochmal als Mitherausgeber einer Buchreihe tätig geworden bist (Störungen spezifisch systemisch behandeln, im Carl-Auer-Verlag, mit Hans Lieb) und ein sehr gutes Buch über suizidale Jugendliche geschrieben hast.  Für mich ist Bücherschreiben und -herausgeben noch mit 75 bislang kein Teil meines Lebensskriptes gewesen, aber vielleicht erweitert auch hier Dein Beispiel meinen Möglichkeitsraum nochmal.

Lieber Wilhelm: Mit Deinen 16 Jahren Altersvorsprung (ungefähr also ein halber Generationsabstand) bist Du mir beruflich ein wichtiger „Vorausgehender“ geworden, den ich immer wieder beobachten konnte und kann, um meine eigene Entwicklung damit zu vergleichen, mich punktuell davon inspirieren zu lassen und dann meine eigenen Schritte manchmal ähnlich und manchmal ganz anders als Du auszurichten. Es wird mich freuen, wenn ich das noch eine ganze Weile so weitermachen kann.

Herzliche Grüße, Dein Jochen

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Lieber Herr Rotthaus,

ganz herzliche Glückwünsche – von mir persönlich und im Namen der Mitarbeiterinnen der DGSF-Geschäftsstelle!

Gerne erinnere ich mich an die Anfänge unserer Zusammenarbeit: Als Gründungsvorsitzender der DGSF hatten Sie mich für die Geschäftsführung des neuen Verbands ausgewählt – und ich ahnte kaum, auf welch (langjähriges) Abenteuer ich mich einließ. Meine Zusage für diese Aufgabe habe ich in Folgejahren nie bedauert, ganz im Gegenteil. In den Aufbaujahren war eine beeindruckende Menge an Aufgaben und Projekten zu bewältigten, dabei war die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit Ihnen außerordentlich bereichernd für mich. Der Einblick in die systemische Szene eröffnete neue Perspektiven und ich habe viel gelernt – auch und gerade von Ihnen. Dafür nochmals ein großes Dankeschön!

Ich freue mich sehr, dass wir bis heute im Rahmen der DGSF und darüber hinaus in Verbindung sind.

Alles, alles Gute!

Bernhard Schorn
DGSF-Geschäftsführer

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Lieber Wilhelm Rotthaus,
zu Ihrem 80. Geburtstag gratuliere ich Ihnen herzlich und wünsche Ihnen alles Gute. Die 80 kann ich noch immer nicht glauben. Kürzlich haben wir uns in Bochum getroffen und beim Gang zum Hotel nach unseren Parallelseminaren haben Sie ein Tempo hingelegt, dass mir die Spucke wegblieb (und ich jogge regelmäßig). Und als Sie dann auf meine ungehörige Frage nach Ihrem Alter auch noch: „Ich werde im Juni 80“ antworteten, war ich sprachlos.
Ich denke gerne an diese Begegnung und wünsche Ihnen einen wunderbaren Geburtstag und freue mich auf weitere Texte von Ihnen.

Rudolf Klein

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Lieber Wilhelm,

gerne schließe ich mich den Gratulanten an. Ich kannte dich bis vor wenigen Jahren ausschließlich als Autor und hatte natürlich Kenntnis von der Wirkungsgeschichte in Deiner diversen Funktionen (Klinikleitung, DGSF–Vorsitzender…). Eine der ersten persönlichen Begegnungen war ein für mich ebenso unerwartetes wie erfreuliches Mail von Dir mit einer positiven Rückmeldung zu einem Artikel von mir über die Begegnung von Systemtherapie und Verhaltenstherapie.

Persönlich durfte ich Dich in den letzten Jahren auf  zwei systemischen Feldern kennen und schätzen lernen: in unserer gemeinsamen Herausgeberschaft der Reihe „Störungen systemisch Behandeln“ im Carl-Auer-Verlag und in unserem Team zur Planung und Durchführung des Kongress „Was ist der Fall“ in Heidelberg im Mai 2017.

In Dir als Autor und in der persönlichen Begegnung mit Dir habe ich Dich als jemanden kennengelernt, der zwei Perspektiven in besonderer Weise miteinander verbindet: Zum einen eine Nähe zu den Nöten und Sorgen von Personen, Familien oder anderen Systemen, mit denen wir es zu tun haben – zum anderen die Beschreibung dieser Nöte und ihrer Umstände mit einer zentrierten systemischen Klarheit, die entpathologisiert und Lösungen eröffnet. So kommen Personen in der Theorie vor und  die Theorie hilft Personen. In der Zusammenarbeit mit Dir weiß ich Deine Kreativität, Deine Zielorientierung und Deine Zuverlässigkeit zu schätzen.

Ich gratuliere dir ganz herzlich zu Deinem Jubiläum

Hans Lieb

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Lieber Wilhelm,

 

gern nehme ich die Chance wahr, dir in diesem Rahmen von ganzem Herzen zu deinem 80sten zu gratulieren.

Mehr als drei Jahrzehnte haben wir zusammen in einer Anstalt verbracht, die man früher Irrenhaus nannte. Anfang der 70er Jahre trafen wir uns in der KJP Viersen und arbeiteten einige Jahre zusammen auf einer Aufnahmestation.

Du kamst von Beginn an anders daher als viele deiner damaligen Medizinerkollegen: ohne Allüren und ohne den Machtanspruch einer alles dominierenden Medizin. Du hast Kompetenz gezeigt, indem du wertschätzend mit allen Berufsgruppen auf gleicher Augenhöhe zusammengearbeitet hast. Mit deiner beeindruckenden Präsenz als Mensch, deiner Zuverlässigkeit, deiner unermüdlichen Energie und vor allem deiner Fähigkeit, immer genau hinzuhören hattest du bald die Rolle eines respektierten und beliebten Teamkollegen. Und für mich warst du stets ein verlässlicher Verbündeter, wenn es darum ging, den oft unsinnig erscheinenden Vorgaben des eingefahrenen Klinikbetriebes zu trotzen und ungewohnte Pfade anzulegen.

In späteren Jahren als Fachbereichsleiter und dann als mein Chef warst du eine geachtete Autorität ohne jedes Machtgehabe. Ich erlebte dich als Meister im Dauerspagat zwischen dem geduldigen Ertragen ewig klagender Mitarbeiter und einem geschickt abfedernden Widerstand gegen die Zumutungen eines verknöcherten Gesundheitsapparates. In deiner zurückhaltend bescheidenen Art konntest du unbeugsam hartnäckig sein, wenn es galt, deine ethischen Grundprinzipien im klinischen Alltag zu realisieren und systemische Arbeitsweisen durchzusetzen. Immer wieder beeindruckt hat deine Beharrlichkeit, mit der du Kurs gehalten hast auch bei stärkstem Gegenwind. Du hast bemerkenswert Rückgrat gezeigt, auch wenn dein Rücken dir immer wieder mal Probleme machte. Wie du dich in kritischen Situationen kompromisslos hinter deine Mitarbeiter gestellt hast, ohne je das Augenmaß für geforderte Arbeitsstandards zu verlieren, hat dir bei Vielen höchsten Respekt eingebracht.

Gern erinnere ich mich an unsere ersten systemischen Gehversuche und deinen erfrischenden Ideenreichtum bei den gemeinsamen Bemühungen, Familien zu heilen z. B. mit paradoxalen Verschreibungen nach dem Mailänder Modell. Mit deinem unermüdlichen Anliegen, der Arbeit in der Psychiatrie ein menschliches Gesicht zu geben hast du Wesentliches beigetragen zu einer systemischen Wende in einem konservativ-medizinischen Denk- und Praxisapparat. Du hast Realitäten geschaffen, hinter die es heute kein Zurück mehr gibt.

Erst später ist mir klar geworden, welche fachliche, organisatorische und logistische Meisterleistung hinter den Viersener Therapietagen steckten, die du – zumindest in den letzten Jahren – mehr oder weniger alleine gestemmt hast. Sie waren deine Idee und dein Kind. Du hast sie zur viel beachteten Institution gemacht, mit immenser Strahlkraft im deutschsprachigen Raum. Viersen wurde durch dich zum Leuchtturm für orientierungssuchende Fachleute und jahrelang eine Art Wallfahrtsort für solche, die systemische Segnungen suchten. Bis heute profitiert die Klinik in Viersen von diesem Ruf.

Lieber Wilhelm, deine Verdienste für unser gesamtes Berufsfeld umfassend zu würdigen, ist hier sicher zu wenig Platz. Sollen dies die Kollegen tun, die dich auf den zahllosen anderen Ebenen kennengelernt haben. Für mich möchte ich die Gelegenheit nutzen, dir zu sagen, dass es zu den größten Glücksfällen meiner beruflichen Laufbahn gehört, dich anfangs als Kollegen und zuletzt als kritischen und zugleich wohlwollend unterstützenden Chef zu haben. Oft warst du mein Kompass in berufsethischer Orientierung. Mit deiner steten Bereitschaft, meine manchmal unausgegorenen Ideen kritisch zu kommentieren und zu diskutieren, mit deiner allzeit loyalen Unterstützung und deinem Vertrauen warst du für mich über Jahrzehnte ein sicherer Ort in einer nicht immer wohlgesonnenen Umgebung.

Dir und allen, die mit dir verbunden sind und nicht zuletzt unserem ganzen Berufsfeld wünsche ich:

Bleib noch viele Jahre gesund und schaffensfreudig in deiner unermüdlichen Suche nach brachliegenden Themenfeldern. Sei dir der Bedeutung deiner Verdienste bewusst und genieße sie!

In dankbarer Verbundenheit
Charly Pleyer

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Lieber Wilhelm,

in Erinnerung an unsere gemeinsamen Projekte in der Vergangenheit wünsche ich dir alles Gute, Gesundheit und Glück für die Zukunft.
Vielleicht haben wir die Gelegenheit, das eine oder andere Zukunftsprojekt gemeinsam zu gestalten?

Herzliche Grüße,

Klaus G. Deissler

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Sehr geehrter, lieber Herr Rotthaus,

auch wenn Sie mich vermutlich als Person nicht so wirklich vor Augen haben, möchte ich Ihnen sehr herzlich im Namen meines IF Weinheim-Teams zu Ihrem besonderen Geburtstag gratulieren. Verbinden werden Sie mit unserem Ausbildungsinstitut sicherlich noch Arist v. Schlippe und Michael Grabbe, wobei Michael maßgeblich unser systemisches Kinder- und Jugendlichen-Curriculum am Institut entwickelt und etabliert hat. Wir Jüngeren führen dies fort – mit all den Veränderungen und Bewegungen, die das Feld bietet.
Als Student in den 80er Jahren – damals noch bei Jürgen Kriz und Arist von Schlippe an der Universität Osnabrück – waren Ihre Verschriftlichungen zur systemischen Kinder- und Jugendlichentherapie für mich die ersten Berührungs- und Initialpunkte, mich genau in diesem Feld zu engagieren und einzubringen. Für diesen Schub, von dem sicherlich eine, wenn nicht zwei Generationen profitiert haben, möchte ich Ihnen danken.
Ihnen weiter Tatkraft, Gesundheit und viel Freude an den schönen Dingen des Lebens
Stephan Theiling (für das IF Weinheim Team)
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