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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Systemisches Denken u. Handeln im Kontext Psychiatrie

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Datum/Zeit
Date(s) - 28.01.19 - 29.01.19
Ganztägig

Veranstaltungsort
tandem Praxis & Institut

Kategorien





Seminar vom 28. bis 29. Januar 2019 in Freiburg

Mit Tanja Kuhnert

Im Kontext Psychiatrie

sind die Sichtweisen auf Menschen mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen und der professionelle Umgang mit ihnen nach wie vor eher biozentristisch und „störungsorientiert“. Systemisch geprägte Helfer*innen legen den Fokus hingegen auf die Interaktions- und Kommunikationsmuster der Herkunftssysteme der Klient*innen. Sie betrachten den Kontext, in welchem psychiatrische Phänomene auftreten und forschen nach Mustern und Regeln, welche in Familien- und Paarsystemen zu beobachten sind und relevante Informationen über Entstehung und Ausprägung von psychischen Belastungen liefern. Aus systemischer Sicht finden sich in diesen Perspektiven Hinweise zur Entwicklung von Lösungen und Veränderungsmöglichkeiten für Betroffene. Systemiker*innen verfügen somit über eine ausgewiesene Fachexpertise, die im Psychiatriesystem hilfreich ist.

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

Sie stärken Ihre theoretische Kompetenz in der systemischen Betrachtung und Einschätzung psychiatrischer Phänomene. Sie werden psychiatrische Phänomene als Lösungsversuche verstehen und ihren Nutzen für Betroffene besser verstehen können. Sie werden systemisches Handwerkzeug für die Unterstützung von psychisch belasteten Menschen kennenlernen und die Anwendung einüben. Die Teilnehmer*innen

  • lernen die aktuelle Diskussion der systemische Bewertung hinsichtlich psychiatrischer Phänomene kennen (theoretische Kompetenz),
  • lernen die systemische von der konventionellen Diagnostik zu unterscheiden (diagnostische Kompetenz),
  • wissen um die Bedeutung von Beziehungs- und Kommunikationsdynamiken bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Auffälligkeiten und können dies von der individuumszentrierten Betrachtung unterscheiden (Fallkompetenz),
  • lernen systemische Methoden zur Begleitung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen kennen (Methodenkompetenz),
  • entwickeln ein hohes Maß an Bewusstheit und Selbstreflexion der eigenen professionellen Rolle (Rollenkompetenz).

Was sind die konkreten Inhalte?

Das Seminar vermittelt den Teilnehmer*innen praxisnah eine solide Grundlage für den professionellen Umgang mit Menschen aus ambulanten, teilstationären und stationären psychiatrischen Kontexten. Insbesondere geht es um:

  • das systemische Verstehen und Beschreiben „psychischer Erkrankungen“,
  • darum, das System Psychiatrie mit seinen Kontextbedingungen zu betrachten,
  • das Erkennen der Nützlichkeit systemischer Denk- und Handlungsoptionen für die Arbeit mit psychisch belasteten Menschen,
  • die Unterscheidung der systemischen Diagnostik von der konventionellen Diagnostik und dem konventionellen und systemischen Krankheitsbegriff,
  • die Diskussion der Vor- und Nachteile der Beziehungsdiagnostik versus der individuumszentrierten Sichtweise auf psychische Auffälligkeiten,
  • den Umgang mit eigenen Ambivalenzen und den Ambivalenzen des Systems Psychiatrie
  • die Darstellung und das Einüben von Methoden, welche für die Begleitung psychisch belasteter Menschen hilfreich sind.

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich an Praktiker*innen aus Feldern der sozialen Arbeit, Begleitung, Anleitung, Beratung und Therapie, die in ambulanten, teilstationären und stationären Kontexten mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen arbeiten, diese besser verstehen und mehr Handlungsalternativen entwickeln möchten.

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Kurzvorträgen, Praxisreflektionen, Kleingruppenarbeiten und Filmeinspielungen gearbeitet.

Konkrete Übungen in Rollenspielen helfen, das Erlernte im geschützten Seminarrahmen in die eigene Arbeitsweise zu integrieren.

 

Teilnehmer*innenzahl

Am Seminar können maximal 16 Personen teilnehmen.

 

Termine und Arbeitszeiten

Montag, 28. Januar 2019    09.30–12.30 u. 14.00– 17.00 Uhr

Dienstag, 29. Januar 2019    09.00– 12.30 u. 14.00–17.00 Uhr

 

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