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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Suizidalität in Beratung (Psycho-)Therapie und Pädagogik – Die Sprachlosigkeit im System beenden

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Datum/Zeit
Date(s) - 24.09.18 - 25.09.18
9:30 - 17:00

Veranstaltungsort
tandem Praxis & Institut

Kategorien





Seminar vom 24. bis 25. September 2018 in Freiburg

Mit Martina Nassenstein

Suizidalität

ist ein komplexes Phänomen und erfordert – vor dem Hintergrund der gleichbleibend hohen Zahlen an Suiziden in Deutschland – zu jeder Zeit eine intensive Auseinandersetzung im professionellen Kontext. Studien belegen, dass der beraterischen und therapeutischen Beziehung im Rahmen der Krisenintervention eine besondere Bedeutung in Abgrenzung zu Zwangsmaßnahmen zukommt. Die persönliche Haltung und der sichere Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen sind somit ein entscheidender Schritt in Richtung Suizidprävention.

Die persönliche Haltung des/der Berater*in/Therapeut*in beinhaltet zunächst das Bewusstsein, dass Suizidalität für jeden Menschen ein Thema sein kann und die Fähigkeit, Ambivalenzen zu erkennen und aufzugreifen, somit „besprechbar“ zu machen.

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

Für die Arbeit mit Menschen in suizidalen Krisen ist ein Grundverständnis der Hintergründe und Motive sowie der psychischen Realität der Betroffenen notwendig. Das Seminar bietet Gelegenheit zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Suizid und Suizidalität – sowohl im Kontext Therapie und Beratung als auch in Praxisfeldern der sozialen Arbeit. Das Ziel: praktisches Handeln zu stimulieren, Prävention durch Erkennen suizidaler Tendenzen zu leisten und eine professionelle Begleitung suizidgefährdeter Menschen zu gewährleisten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der systemischen Sichtweise, die Suizidalität als ein Symptom und nicht als Störung betrachtet.

Was sind die konkreten Inhalte?

Unter Berücksichtigung von Statistik, Forschungsstrategien und Phasenmodellen erfolgt eine Einführung in die Psychodynamik der Suizidalität. Die Entwicklung einer persönlichen Haltung und Sicherheit im Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen stehen im Vordergrund. Konkret werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Definition von Suizidalität
  • Forschungsstrategien (Häufigkeit, Risikofaktoren)
  • Entwicklung einer persönlichen systemischen Haltung
  • Entwicklung der Fähigkeit, Ambivalenzen zu erkennen und aufzugreifen
  • Strategien und Methoden zur Risikoeinschätzung und Krisenintervention
  • Suizidalität im Jugendalter
  • Persönliche und institutionelle Grenzen
  • Ethische und rechtliche Aspekte

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter*innen aus Praxisfeldern der sozialen Arbeit und der Pädagogik (Jugendamt, ASD, Beratungsstellen, Schulen) sowie an Berater*innen und (Psycho-)Therapeut*innen in freier Praxis.

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Möglichst praxisnah im Wechsel zwischen theoretischem Input und persönlichem Austausch sowohl im Plenum als auch in Kleingruppen. Konkrete Übungen und Rollenspiele sollen die Psychodynamik erlebbar machen und die persönliche Kompetenz erweitern. Das Einüben systemischer Methoden soll die Handlungsfähigkeit im jeweiligen Setting erweitern.

Teilnehmer*innenzahl

Am Seminar können maximal 16 Personen teilnehmen.

Termin und Arbeitszeiten

Beginn: Montag, 24. September 2018, 09.30-12.30 u. 14.00-17.00 Uhr

Ende: Dienstag, 25. September 2018, 09.00-12.30 u. 14.00-17.00 Uhr

 

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