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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Hochstrittige Eltern und Hochkonfliktfamilien – Grundlagen und Praxis der Hochkonfliktberatung

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Datum/Zeit
Date(s) - 27.07.17 - 28.07.17
9:00 - 17:00

Veranstaltungsort
tandem Praxis & Institut

Kategorien





Anhaltend hohe Konflikte nach Trennung und Scheidung

…betreffen nur einen geringen Teil der Trennungsfamilien. Sogenannten Hochkonfliktfamilien, in denen Beratungsangebote und juristische Interventionen mehrfach gescheitert sind, werden allerdings immer mehr zur Herausforderung für Familiengerichte und psychosoziale Hilfen. Sie beschäftigen die Scheidungs-professionen auch deshalb besonders stark, weil zunehmend deutlich wird, wie sehr die Kinder unter diesen Elternkonflikten leiden. Entsprechend wurden in den letzten Jahren in unterschiedlichen Bereichen gezielt Interventionen entwickelt, die solchen eskalierenden und anhaltenden Konflikten entgegenwirken sollen.

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

  • Sie erlangen Kenntnisse über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung im Kontext Hochkonfliktfamilien
  • Sie erhalten Hinweise zur Gestaltung des Settings für die beraterische und/oder therapeutische Arbeit mit Hochkonfliktfamilien
  • Sie erlernen Basistechniken für die beraterische und/oder therapeutische Arbeit in schwierigen Überweisungskontexten
  • Sie lernen Konzepte für den Einbezug der Kinder in den Beratungsprozess kennen
  • Sie gewinnen wertvolle Erkenntnisse zur Selbstfürsorge in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld

Was sind die konkreten Inhalte?

Am ersten Seminartag stellt Ihnen Herr Dr. Jörg Fichtner folgende Grundlagen für die beraterische Arbeit mit Hochkonfliktfamilien vor:

  • aktueller Stand der wissenschaftlichen Forschung im Kontext Hochkonfliktfamilien
  • rechtliche Voraussetzungen
  • systemische Unterscheidung von Recht und Beratung
  • Wissen über Belastungen von Eltern und Kindern in Hochkonfliktfamilien,
  • aber auch Wissen um deren Erleben von Interventionen sowie
  • Vorschläge zur Strukturierung von Hochkonfliktberatung und von Kooperation

 

Am zweiten Seminartag stellt Ihnen Frau Katrin Normann das Praxismodell des Familien-Notrufs München vor. Neben der Frage nach den adäquaten Settings für die Arbeit mit Hochkonfliktfamilien stehen in diesem Konzept drei Aspekte im Vordergrund:

 

  • Der besondere Wert der Kontraktbildung zwischen Klient(inn)en und Berater(inn)en wird erläutert. Entscheidend in der Kontraktphase sind verschiedene diagnostische Aspekte (Diagnostik des elterlichen Konflikts, Diagnostik von Kindern aus Konfliktfamilien). Diese werden im Seminar vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen erprobt und diskutiert
  • Konzepte zum Einbezug der Kinder werden vorgestellt und auf die Anwendungsmöglichkeit in der eigenen Praxis diskutiert
  • Es wird über mögliche Chancen und Grenzen der Kooperation mit allen Prozessbeteiligten im gerichtlichen Verfahren diskutiert.

 

Übergreifend wird an beiden Seminartagen die eigene Haltung als Berater(in) in der schwierigen und anspruchsvollen Arbeit mit Hochkonfliktfamilien immer wieder Thema sein.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich schulenübergreifend an Therapeut(inn)en, Psychotherapeut(inn)en, Berater(inn)en und Pädagog(inn)en, die mit sogenannten „Hochkonfliktfamilien“ therapeutisch, beraterisch oder pädagogisch arbeiten.

 

 

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