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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Aussichtslose und beratungsresistente Fälle!? Ein praktisches und lösungsorientiertes Konzept für die Beratung und Therapie von „schwierigen Fällen“

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Datum/Zeit
Date(s) - 21.11.19 - 22.11.19
9:30 - 17:00

Veranstaltungsort
tandem Praxis & Institut

Kategorien





Seminar vom 21. bis 22. November 2019 in Freiburg

Mit Mathias Klasen

Aussichtslose und beratungsresistente Fälle!?

Wenn Sie in Feldern der sozialen Arbeit, der (Psycho-)Therapie oder in anderen helfenden Kontexten arbeiten, werden Sie im Laufe Ihrer Tätigkeit immer wieder damit konfrontiert sein: den sogenannten aussichtslosen Fällen –  viele unserer Kolleg*innen können von schwierigen Klient*innen berichten und wie oft haben Sie in Team- oder Fallbesprechungen, in Supervisionen oder kollegialen Beratungen schon von beratungsresistenten Menschen gesprochen und diese mit dem diagnostischen Etikett „aussichtsloser Fall“ versehen?!

Das auffällige Verhalten hilfebedürftiger Menschen erfährt in Konflikten, z.B. mit Mitbewohner*innen oder Mitarbeiter*innen der jeweiligen Einrichtung, nochmals eine Steigerung. Immer wieder gleiten Auseinandersetzungen allzu schnell auf eine persönliche Ebene ab – mit der Folge, dass sich die Konflikte verschärfen. In der beruflichen Praxis sind daher das eigene Konfliktverhalten und der bewusste Umgang mit schwierigen Situationen am Arbeitsplatz unabdingbare Kompetenzen für die Arbeit mit den angeblich „aussichtslosen Fällen”. Im Seminar steht die Frage nach der Mobilisierung der in den Klient*innen angelegten Kräfte und Fähigkeiten im Vordergrund, die vielfach neue, vielversprechende Perspektiven des Helfens eröffnen.

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

Die Schwerpunkte liegen in der Vermittlung spezifischer Kompetenzen. Die Teilnehmenden

  • lernen die relevanten systemtheoretischen Theorien zum professionellen Umgang mit scheinbar „aussichtslosen Fällen“ kennen (theoretische Kompetenz),
  • reflektieren Fragestellungen zur professionellen Haltung und Rollenklarheit beim Umgang mit scheinbar beratungsresistenten Klient*innen (Rollenkompetenz),
  • lernen verschiedene Erscheinungsformen von Wegen in die Aussichtslosigkeit kennen und voneinander zu unterscheiden, einzuordnen und mit passenden Interventionen zu versehen (diagnostische Kompetenz und Interventionskompetenz),
  • können Gespräche in diesem schwierigen Kontext professionell führen und beherrschen lösungsorientierte Frage- und Interviewtechniken (Gesprächsführungskompetenz),
  • entwickeln ein hohes Maß an Bewusstheit und Selbstreflexion bezüglich der Dynamik in der Arbeit mit dieser herausfordernden Klientel und können diese lösungsorientiert beschreiben.

Was sind die konkreten Inhalte?

Das Seminar vermittelt den Teilnehmer*innen praxisnah eine solide Grundlage für den professionellen beraterischen und therapeutischen Umgang mit als „beratungsresistent“ oder „aussichtslose Fälle” bezeichneten Menschen.

Das Kernstück des Seminars ist dabei der wirkungsvolle Umgang mit Klient*innen, die hohe Anforderungen an die Helfer*innen stellen. Dabei geht es insbesondere darum,

  • kreative und lösungsorientierte Interventionsstrategien für die Kooperation mit als „aussichtslose Fälle“ etikettierten Klient*innen kennenzulernen,
  • die Ziele der Klient*innen für die Beratung sicht- und nutzbar zu machen
  • die spezielle Beziehungsdynamik zu erkennen und nutzen zu lernen,
  • auf der Grundlage der konsequenten Umsetzung der Ergebnisse der jüngeren amerikanischen Psychotherapieforschung eine Schulen übergreifende beraterische Strategie für die Arbeit mit Problemklient*innen zu entwickeln,
  • bisherige Praktiken im Umgang mit „aussichtslosen Fällen” zu hinterfragen,
  • neue Perspektiven hinsichtlich des eigenen beraterischen Handelns und Denkens zu entwickeln,
  • Lösungsstrategien zu erarbeiten, die es ermöglichen, auch zu den Menschen Zugang zu bekommen, die besondere Anforderungen an uns als Mensch und Helfer*in stellen.

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich an Praktiker*innen aus der sozialen Arbeit, Beratung und (Psycho-)Therapie, z.B.:

  • Suchtberatung,
  • Familienhilfe,
  • Jobcenter,
  • Jugendämter,
  • stationäre Kinder- und Jugendhilfe,

die mit scheinbar schwierigen Klient*innen arbeiten, diese besser verstehen und mehr Handlungsalternativen entwickeln möchten.

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, Selbsterfahrung, moderierter Plenumsdiskussion, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet. Konkrete Übungen in Rollenspielen helfen, das Erlernte im geschützten Seminarrahmen in die eigene Arbeitsweise zu integrieren.

Teilnehmer*innenzahl

Am Seminar können maximal 16 Personen teilnehmen.

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