systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

Tagungen

Liebe Leserinnen und Leser, hier finden Sie Informationen über aktuelle und zukünftige Tagungen und Kongresse.

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31.8. – 1.9.2017, Zürich: Zukunft der Supervision: Reflexionen, Visionen, Entwürfe

supervision ist als eines der klassischen beratungsformate gefragt und bewährt, zum beispiel in der ausbildung und qualitätssicherung von sozialarbeitenden, psychotherapeutInnen sowie anderen mit menschen tätigen fachleuten. doch der boom von coaching und organisationsberatung, die sich selbstbewusst in beinahe allen feldern positionieren und in allen möglichen entwicklungsvorhaben erfolg versprechen, hat spuren hinterlassen: supervisorInnen fragen sich, ob und wie sie sich innovativ im markt und in neuen feldern positionieren können. die tagung untersucht den aktuellen stand des beratungsformats und seine potenziale für die zukunft. wir behaupten: in der (arbeits-)welt steigt der reflexionsdruck – supervision ist das format, das für reflexionskompetenz steht.

namhafte referentInnen garantieren eine differenzierte standortbestimmung und fundierte aussagen zu entwicklungsmöglichkeiten von supervision. dabei soll die interne perspektive (supervisorInnen über supervision) ebenso zum tragen kommen wie der blick von aussen: philosophie, kunst, ethnologie sowie physik, um nur einige zu nennen.

referentInnen: harald pühl, berlin; beate fietze, berlin; tom levold, köln; erik de haan, hertfordshire; matthias varga von kibéd, münchen; hansuli matter & stefano vannotti, zürich; torsten groth, bochum; dafni bouzikou, köln; andri girsberger, trogen; beatrice conrad, zürich.

zeit: 09.30 – 17.30 uhr
ort: limmat hall, hardturmstrasse 122a, zürich
kosten: chf 650, zhaw- und isi-alumni chf 490, spätbucher ab 01.08.2017 chf 720 (falls noch plätze verfügbar) / verpflegung ist im preis inbegriffen

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12.-14. Oktober 2017, München: WISSENSCHAFTLICHE JAHRESTAGUNG DER DGSF: VON DER NEUTRALITÄT ZUR PARTEILICHKEIT – SYSTEMIKERINNEN MISCHEN SICH EIN

Veranstalter: Münchner Institut für systemische Weiterbildung (misw)

Deutsche Geschichte und aktuelle gesellschaftspolitische Themen haben auch in Beratungs- und Therapieprozessen eine Wirkung. Der Nationalsozialismus, der 2. Weltkrieg und seine weitreichenden Folgen, die Integration von Flüchtlingen, die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, aber auch gesundheitspolitische Entwicklungen nennen wir beispielhaft. Deshalb wollen wir auf der 17. wissenschaftlichen DGSF-Jahrestagung einen historisch-politischen Schwerpunkt setzen und uns dabei mit folgenden Leitfragen beschäftigen:
Wie wirken Geschichte und Politik in unserer Arbeit? Wie gehen wir mit diesen Wirkungen um? Bedürfen kollektive Themen und Traumata kollektiver Möglichkeiten der Bearbeitung und wie könnten diese aussehen? An welchen Stellen berühren historische und politische Einflüsse unsere ethischen Leitlinien, wenn wir in Organisationen etwa struktureller Gewalt, Ausgrenzung oder Ungerechtigkeit begegnen oder Institutionen mehr von finanziellen Interssen und Machtinteressen geleitet sind als im Interesse der Menschen? Verstehen wir unsere Arbeit auch als (friedens-)poltischen Beitrag und sind wir aufgefordert uns auch politisch stärker zu positionieren?

Auf der Tagung wollen wir gemeinsam und in unterschiedlichen Formaten nach sinnvollen und viablen Antworten suchen. Des Weiteren verstehen wir die Tagung traditionell als Marktplatz für alle systemischen Entwicklungen und Ideen, die im Kontext der DGSF bekannt werden sollten.

ReferentInnen: Jochen Schweitzer, Stephan Marks, Sabine Bode, Tobias von der Recke, Wolfgang Schmidbauer u.v.a.

Anmeldung und Informationen