systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

18. Juni 2017
nach Tom Levold
2 Kommentare

Die Suche nach Biomarkern zur Diagnostik psychischer Störungen

Hans Peter Michels, Psychologe und Hochschullehrer an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg, hat in Heft 1/2017 der Zeitschrift Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis einen informativen und interessanten Text veröffentlicht, der die aktuellen Trends der Durchsetzung eines biologisch-medizinischen Paradigmas in der psychiatrischen und … Weiterlesen

14. Juni 2017
nach Tom Levold
Keine Kommentare

Diagnose: Psychiater – Oder wie man solche behandeln kann

Heute gibt es einen Gastbeitrag von Christian Michelsen aus Bremen, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie/Sozialmedizin, den als Pamphlet gelesen haben möchte. Er reflektiert hier seine jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem psychiatrischen Versorgungssystem, dem Umgang mit Diagnosen und den kommunikativen Borniertheiten innerhalb … Weiterlesen

17. Januar 2017
nach Tom Levold
1 Kommentar

„Wir dürfen ‚Sinn‘ nicht medikalisieren“

Im Deutschen Ärzteblatt ist in Heft 1/2017  ein Interview mit mir zum Thema Diagnosen und Diagnostik erschienen, das auch online gelesen werden kann. Ein findiger Lektor oder Redakteur hat dabei in den Satz „dass wir als Therapeuten nicht nicht diagnostizieren … Weiterlesen

8. Januar 2017
nach Tom Levold
Kommentare deaktiviert für Diagnostik in der Sozialen Arbeit

Diagnostik in der Sozialen Arbeit

Martin und Sabine Riesenhuber sowie Cornelia Schwaiger aus Österreich haben zum Thema „Diagnostik in der Sozialen Arbeit. Die Legende einer Debatte ohne Ende“ einen guten Überblick über den Stand der Diskussion gegeben, der 2009 in Social Paper. Online-Zeitschrift des Arbeitsbereichs Sozialpädagogik, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz erschienen ist. Weiterlesen

30. Oktober 2016
nach Tom Levold
1 Kommentar

Was ist der Fall? Und was steckt dahinter? Diagnosen in systemischer Theorie und Praxis

In der letzten Ausgabe der netzwerke, der Mitgliederzeitschrift der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für systemische Therapie und systemische Studien (ÖAS) ist ein Gespräch über den Kongress „Was ist der Fall? Und was steckt dahinter? Diagnosen in systemischer Theorie und Praxis“ vom 25.-27. Mai 2017 in Heidelberg veröffentlicht, das die Redakteurin Johanna Schwetz-Würth mit mir als Mitveranstalter geführt hat, und das an dieser Stelle mit freundlicher Genehmigung der netzwerke wiedergegeben wird. Weiterlesen

17. Oktober 2016
nach Tom Levold
2 Kommentare

Entsozialpädagogisierung der Jugendhilfe?

Das SGB VIII soll reformiert werden, Entwürfe zur Reform liegen vor und sind aus gutem Grund strittig, laufen sie doch auf nichts anderes hinaus als auf eine stillschweigende Änderung der grundlegenden Arbeitsphilosophie der Kinder- und Jugendhilfe und der Hilfen zur Erziehung. Weiterlesen

16. September 2016
nach Tom Levold
Kommentare deaktiviert für A Tale of Two Epistemologies: Wider eine individualistische Diagnostik

A Tale of Two Epistemologies: Wider eine individualistische Diagnostik

A Tale of Two Epistemologies. Norbert Wetzel gehört zum Urgestein der deutschsprachigen Fwetzel_norbertamilientherapie-Szene. Er gehörte Mitte der 70er Jahre mit Ingeborg-Rücker-Embden und Michael Wirsching zu den ersten Mitarbeitern von Helm Stierlin an der Abteilung für „Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie“ der Universität Heidelberg. Ergebnis dieser Zusammenarbeit war der Band „Das erste Familiengespräch“, in der 8. Auflage immer noch auf der Backlist von Klett-Cotta. Anfang der 80er Jahre übersiedelte er in die USA, wo er von 1980 bis 1991 Paar- und Familientherapie an der Rutgers’ Graduate School of Applied and Professional Psychology unterrichtete. 1982 gründete er gemeinsam mit Hinda Winawer das Princeton Family Institute, das den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Unterstützung von Menschen legt, die aufgrund ihrer sozialen und ökonomischen Lage oder ihrer ethnischen, religiösen oder sexuellen Identität benachteiligt werden. Therapeutische und beraterische Angebote sind vor diesem Hintergrund zwangsläufig auf den erweiterten Kontext der Familie, Nachbarschaft und Gemeinde bezogen. Betrachtet man die Menschen in ihrem Lebenskontext, zeigt sich, dass diagnostische Klassifikationen wie das DSM oder die ICD dieser Perspektive in keiner Weise gerecht wird. In einem interessanten Text, den Norbert Wetzel im Internet veröffentlicht hat, kritisiert er, dass auch die berechtigte Kritik am DSM, nämlich dass sie die Medikalisierung der Psychotherapie weiter vorantreibt, an dieser Stelle zu kurz greift, weil sie die damit verbundene individualistische Perspektive noch längst nicht aufhebt. Statt des dieser individualistischen Perspektive zugrunde liegenden Paradigmas eines „Objektiven Realismus“ fordert Wetzel einen „relationalen, perspektivischen Realismus”. Weiterlesen

7. August 2016
nach Tom Levold
8 Kommentare

Diagnose – ketzerisch, hinterfragend, hilfreich?

Jürgen Hargens, Meyn: Beginne ich von Anfang an, wobei der Anfang letztlich auch nur eine, nämlich meine, Entscheidung darstellt. Welches Verständnis herrscht in unserer Kultur und Gesellschaft über Diagnose? Ich habe es mir einfach gemacht und einmal bei Wikepedia hereingeschaut … Weiterlesen

23. Juni 2016
nach Tom Levold
3 Kommentare

Macht der Kapitalismus depressiv?

Der systemische Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass er bei der Erklärung von (vermeintlich individuellen) Phänomenen immer die verschiedenen relevanten sozialen, historischen, ökonomischen, rechtlichen u.a. Kontexte einbezieht. Gerade bei der Frage, was als psychisches oder seelisches Problem, Krankheit oder Störung gelten … Weiterlesen

21. März 2016
nach Tom Levold
3 Kommentare

„Crazy like us“ – Wie Amerika den Rest der Welt verrückt macht

Eine wichtige Neuerscheinung des aktuellen Jahres ist soeben im dgvt-Verlag Tübingen erschienen. Es handelt sich um die deutsche Übersetzung eines Buches von Ethan Watters, auf das ich schon 2011 im systemagazin aufmerksam gemacht habe. Watters ist ein amerikanischer Journalist, der sich in seinen Texten mit psychiatrischen, psychologischen und psychotherapeutischen Fragestellungen beschäftigt. In Wikipedia heißt es über sein aktuelles Buch: „In Crazy Like Us erweitert Watters seinen kritischen Ansatz auf die unreflektierte Anwendung psychiatrischer Konzepte. Watters wendet sich in diesem Buch an ein breites Publikum. Teilweise im Stil einer Reisereportage geschrieben schildert das Buch Watters Begegnungen mit psychisch Kranken, Psychiatern und Psychotherapeuten auf der ganzen Welt. Watters zeichnet die Wege nach, auf denen sich über Zeitschriften, Zeitungen, Fachmagazine und Meinungsführer psychiatrische Diagnosen um den ganzen Erdball verbreiten – häufig vorangetrieben durch Kampagnen der Pharmaindustrie. Weiterlesen

17. März 2016
nach Tom Levold
3 Kommentare

Was ist der Fall? Und was steckt dahinter? Diagnosen in systemischer Theorie und Praxis

an dieser Stelle ist bereits auf den großen systemischen Diagnostik-Kongress hingewiesen worden, der vom 25.-27.5.2017 unter Beteiligung von systemagazin stattfinden wird. Wir haben schon viel Resonanz aus dem Feld erfahren und spannenderweise wird das Kongress-Thema und der Kongress selbst schon diskutiert, lange bevor er eigentlich startet. Das ist für uns als Veranstalter und Organisatoren eine wunderbare Nachricht, denn um das Anschieben einer Debatte geht es uns ja – nicht um die Frage „Diagnostik oder nicht?“, sondern vielmehr um die Frage „Wie diagnostizieren wir eigentlich was – und was bedeutet das für die therapeutische und beraterische Praxis?“. Da in zwei Wochen die Frühbucherfrist abläuft, die es allen InteressentInnen ermöglicht, zu einem besonders günstigen Tarif von 295,00 € sich schon jetzt zur Tagung anzumelden, möchte ich hier noch einmal auf die inhaltlichen Überlegungen zurückkommen, die mich persönlich bewogen haben, an diesem gemeinsamen Projekt mit Hans Lieb, Matthias Ohler, Wilhelm Rotthaus und Bernhard Trenkle teilzunehmen.
Weiterlesen

16. Februar 2016
nach Tom Levold
5 Kommentare

Menschen sind keine „Fälle“ – prekäre Implikationen für den systemischen Diskurs

Der hier in der vergangenen Woche angekündigte Kongress „Was ist der Fall? Und was steckt dahinter? Diagnosen in Systemischer Theorie und Praxis“ hat schon jetzt eine enorme Resonanz erzeugt, offenbar haben wir mit diesem Thema einen Nerv getroffen. Hilarion Petzold … Weiterlesen