systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

Emotionsbasierte systemische Therapie

Das im vergangenen Jahr im Klett-Cotta-Verlag erschienene Buch der Wiener Psychotherapeutinnen Elisabeth Wagner und Ulrike Russinger über Emotionsbasierte systemische Therapie („Intrapsychische Prozesse verstehen und behandeln“) ist im systemagazin schon vorgestellt worden. Eine weitere Rezension von Johanna Schwetz-Würth aus Wien ist hinzugekommen, die in der aktuellen Ausgabe der netzwerke, der Mitgliederzeitschrift der ÖAS in Wien, erschienen ist. Sie können Sie unter der gleichen Adresse lesen. Sie resümiert: „Für mich alles in allem ein empfehlenswertes Buch. Egal wie die persönliche Positionierung im Rahmen des sogenannten Störungsdiskurses in der Systemtherapie ist, dieses Buch regt zum Reflektieren, zum Nach- und Weiterdenken an, bleibt anschlussfähig und systemisch verankert. Es bringt neue Ideen und Sichtweisen ein und bleibt damit der systemischen Forderung treu, indem es therapeutische Handlungsmöglichkeiten erweitert und nicht einschränkt. Es regt an, über die Unterschiedlichkeit eigener Klient_innen nachzudenken und sich selbst Rechenschaft zu geben über das implizite oder explizite Fallverständnis, das die eigene Praxis leitet. Der einleitende theoretische Teil bleibt gut verständlich und kann auch für Kolleg_innen, die weniger theorieaffin sind, anregend und erhellend sein. Wohltuend ist der bewusste Fokus auf Psychotherapie und nicht auf alle beliebigen Einsatzfelder systemischen Handelns und auf die Einzeltherapie, die mir in der systemischen Literatur nicht selten marginalisiert erscheint. Alle Teile werden ausgeschmückt und anschaulich gemacht durch eine Fülle von Praxisfällen. Und wer sich noch nicht mit Neurobiologie beschäftigt hat, findet hier eine knackige Einführung, die aber praxisorientiert-anschlussfähig bleibt und konsequent auch systemisch betrachtet wird. In wie weit es notwendig ist auf fremde Therapiekonzepte wie die Emotionsfokussierte Therapie oder die Schematherapie zurückzugreifen, um systemische Psychotherapie weiterzuentwickeln, ist eine Frage, die zu diskutieren bleibt. Anregend ist es allemal!“

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