systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

systhema 2014

Schindler, Hans (2014): Vorwort. In: systhema 28 (1): 4-5.

Grabbe, Michael (2014): … zur besonderen Animation. In: systhema 28 (1): 6-7.

Schulze, Heidrun (2014): Handeln, Erzählen, Verstehen. Bedingungen schaffen für das Sprechen und anerkennende Hören von Kindern, die Gewalt erlebt haben. In: systhema 28 (1): 8-33.

abstract: Im Artikel wird ein Bezugsrahmen zwischen Vygotskijs (1934/2002) Lernkonzept durch Sprache und Entwicklung und dem Verfahren Narrative Therapy vorgestellt. Michael White (2010) stützt sich in seinen „Scaffolding Conversations“ – ins Deutsche übersetzt als „Ein Gerüst aufbauen“ (White, 2010), „Gerüstbauende Konversation“ (Loth, 2007) – auf Vygotskijs „Zone der nächsten Entwicklung“ (Vygotskij, 1934/2002). Im Rahmen mehrjähriger Lehrforschungsprojekte wurden zahlreiche narrative episodische Interviews in Frauenhäusern mit von Gewalt betroffenen Kindern durchgeführt. Basierend auf diesen transkribierten Aussagen von Kindern wird ein mögliches Fragegerüst für einen narrativ und entwicklungsorientierten Dialog im Paradigma „Narrative Therapy“ (White, Epston, 1990/2009) exemplarisch aufgezeigt. Dieses Vorgehen überschreitet den rekonstruktiven Forschungskontext qualitativer Sozialforschung insofern, als es sich an den Zitaten der Kinder orientiert, dann aber Fragen zu weiteren Versprachlichungen wie einer alternativen Identitätsarbeit und dem Aufspüren von „Agency“ entwickelt. Grundlage dieses Artikels bilden somit zwar die Forschungsbefunde aus der narrativen Biografieforschung, sie werden jedoch verknüpft mit Whites Denkanstößen zum „Abwesenden, jedoch Impliziten“ („absent but implicit“; White, 2000b) und zum wertschätzenden und förderlichen „Fragegerüst“ sowie mit Whites Anlehnung an Vygtoskijs Denktradition zur wechselseitigen Befruchtung und kritischem Hinterfragen von Forschung und Praxis.

Preß, Hans & Markus Gmelch (2014): Der Klient als Experte! Eine therapeutische Haltung, die Selbstmanagement ernst nimmt. In: systhema 28 (1): 34-50.

abstract: Die „therapeutische Haltung“ wird von vielen PsychotherapeutInnen als ein wesentlicher Aspekt hilfreichen psychosozialen Handelns verstanden. Dennoch fristet das Konzept in manchen theoretischen Orientierungen und der Psychotherapieforschung eher ein Schattendasein. Dabei bietet sich mit der „therapeutischen Haltung“ möglicherweise ein begriffliches Werkzeug, das Zusammenhänge zwischen theoretischen Hintergründen und praktischem Handeln über Schulengrenzen hinweg verständlich machen könnte. Im folgenden Text wird zunächst ein Arbeitsbegriff der therapeutischen Haltung vorgeschlagen und in den Kontext philosophischer und wissenschaftlicher Basisannahmen eingebettet. Um den Bogen von der eher abstrakten Begriffsklärung zur Therapiepraxis zu schlagen, wird anschließend eine konkrete, hier als „klientenorientiert“ bezeichnete therapeutische Haltung beschrieben, die in konstruktiv-kritischer Auseinandersetzung mit dem verhaltenstherapeutischen Selbstmanagement-Ansatz und der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie entwickelt wurde. Dieses Vorhaben wird anhand der Vorstellung des entsprechenden Therapieverständnisses und selbiges differenzierender Prinzipien umgesetzt. Abschießend werden recht konkrete Handlungsregeln vorgeschlagen, welche sich als „Realisierung“ oder „Verkörperung“ dieser Haltung verstehen lassen.

Manteufel, Andreas (2014): Nerven bewahren in der Akutpsychiatrie. In: systhema 28 (1): 51-59.

abstract: In meinem Buch „Nerven bewahren“ habe ich meinen alltäglichen Begleiter am Arbeitsplatz, mein Sudelheft, sprechen lassen. Seit Dienstantritt im allgemeinpsychiatrischen ­Krankenhaus im Jahre 1992 notiere ich mir besondere Situationen, Äußerungen, Dialoge oder Sprachspiele, die mir im Arbeitsalltag begegnen. Mein Augenmerk liegt darauf, wie im Kontext einer psychiatrischen Behandlung von Patienten und von uns Mitarbeitern kommuniziert wird. Was ich mir notiere, sind häufig, aber nicht immer, „Bonmots“, die mich zum Schmunzeln veranlassen.

Müller, Jens (2014): Der Wandel des Selbstwertes. Ein Ansatz in der Bearbeitung des Selbstwertes – Aus der Praxis für die Praxis. In: systhema 28 (1): 60-67.

abstract: Die Erarbeitung eines Selbstwertsystems mit PatientInnen zielt auf die Bewusstmachung vorhandener oder noch nicht vorhandener Selbstwertmechanismen. Mit deren Aktivierung und Benutzung entsteht die Möglichkeit, selbstbestimmt und aktiv den eigenen Selbstwert zu regulieren und zu beeinflussen. Nach einer Begriffsklärung werden zur Selbstwertentwicklung sowie zum Überblick über die Selbstwertmechanismen Modelle vorgestellt. Rein deskriptiver Artikel: Aus der Praxis für die Praxis.

Geisel, Achim (2014): Systemische Beratung und Arbeitsvermittlung – Erfahrungen aus dem Seminar „Grundlagen systemisch-lösungsorientierter Gesprächsführung“ für Arbeitsvermittlerinnen im Jobcenter. In: systhema 28 (1): 68-80.

abstract: Die Anwendung systemischer Ideen und Methoden im Kontext der Arbeitsvermittlung in Jobcentern ist eine Herausforderung. In dem Artikel wird die mehrfache Durchführung und (Weiter-)Entwicklung eines systemischen Seminars für Mitarbeiter beschrieben und reflektiert, sodass Grenzen und Möglichkeiten einer Adaption ersichtlich werden. Nebenbei reflektiere ich auch meine eigene Entwicklung als Systemiker.

Chebila, Sylvia (2014): Vorbereitungsseminare für künftige Pflegeeltern – Ausgewählte Anregungen aus der systemischen Methodenvielfalt. In: systhema 28 (1): 81-94.

abstract: Wie können künftige Pflegeeltern auf ihre Aufgabe vorbereitet werden? Welche Qualifikationen benötigen angehende Pflegeeltern? Diese Frage rückte in den letzten Jahren in der Fachwelt der Pflegekinderhilfe in den Vordergrund. Bereits in der Einleitung seines neuen Handbuchs zur Pflegekinderhilfe stellt das Deutsche Institut für Jugendhilfe (DIJ) 2011 fest: „Die Bedürfnisse der Pflegekinder sind komplexer und vielfältiger geworden, Anforderungen an die Pflegeeltern sind in hohem Maßen gestiegen und die Pflege der Kontakte zu der Herkunftsfamilie der Pflegekinder hat ebenfalls eine hohe Priorität bekommen.“

Basierend auf systemisch familientherapeutischen Denkansätzen habe ich zu verschiedenen Themenfeldern, die für künftige Pflegeeltern relevant sind, Übungseinheiten für die Gestaltung von Vorbereitungsseminaren für diese Zielgruppe entwickelt. Es werden ausgewählte Übungen zu zwei Themen vorgestellt:

Wie können Pflegeeltern die zweite Bindung aufbauen und vertiefen?

Wie können Pflegeeltern die Bedeutung der Herkunftsfamilie in die Förderung der Identitätsbildung des Pflegekindes integrieren?

In Übungseinheiten wird die besondere „Kraft aus der Skulpturarbeit“ genutzt, Visualisierungselemente und narrative Elemente aus dem Alltag von Pflegekindern kommen dazu. Mit den meisten vorgestellten Methoden wird bezweckt, dass die künftigen Pflegeeltern die Perspektive von Pflegekindern und ihren Eltern nachempfinden. Weiter sollen die künftigen Pflegeeltern durch das „Sich-Hineinversetzen“ in verschiedene Rollen (Herkunftseltern, Pflegeeltern, Kinder) Anregungen für ihre Entscheidung, ein Pflegekind aufzunehmen, erhalten.

Molter, Haja & Mohammed El Hachimi (2014): Beratung eines Familienunternehmens. In: systhema 28 (1): 95-100.

Schindler, Hans (2014): Berufspolitisches: In der wunderschönen Zeit „Dazwischen“. In: systhema 28 (1): 101-106.

Beutel, Helmuth, Jürgen Höder, Olav Kormannshaus & Daniela Tausch (2014): Erinnerungen an Reinhard Tausch. In: systhema 28 (1): 101-106.

Manteufel, Andreas (2014): Rezension – Michael Grabbe, Jörn Borke & Cornelia Tsirigotis (Hrsg.) (2013): Autorität, Autonomie und Bindung. Die Ankerfunktion bei elterlicher und professioneller Präsenz. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: systhema 28 (1): 114-115.

Molter, Haja (2014): Rezension – Martin Brentrup (2013): Anstiftung zur Beziehung. Impulse für Zwiegespräche. Bild- und Textkartensatz. Dortmund (Borgmann), 51 Karten, 4 Anleitungskarten. In: systhema 28 (1): 115-116.

Lueb, Julian (2014): Rezension – Wilfried Hosemann & Wolfgang Geiling (2013): Einführung in die Systemische Soziale Arbeit. München (Reinhardt). In: systhema 28 (1): 116-117.

Asmus, Christian (2014): Rezension – Günther Bauer (2013): Einführung in das systemische Sozialmanagement. Heidelberg (Carl-Auer). In: systhema 28 (1): 117-118.

Schindler, Hans (2014): Rezension – Renate Jegodtka (2013): Berufsrisiko Sekundäre Traumatisierung? Im Arbeitskontext den Folgen nationalsozialistischer Verfolgung begegnen. Heidelberg (Carl-Auer). In: systhema 28 (1): 118-119.

Wisch, Karin (2014): Rezension – Jennifer Teege & Nikola Sellmair (2013). AMON – mein Großvater hätte mich erschossen. Reinbek (Rowohlt). In: systhema 28 (1): 119-119.

Pflüger, Hans-Georg (2014): Rezension – Christian Thiel (2013). Singles in Beratung, Coaching und Therapie. Stuttgart (Klett-Cotta). In: systhema 28 (1): 120-120.

Kandziora, Elisabeth (2014): Rezension – Heinz-Wilhelm Gößling (2013): Hypnose für Aufgeweckte – Hypnotherapie bei Schlafstörungen. Heidelberg (Carl-Auer). In: systhema 28 (1): 121-121.

Thivissen, Jan G. (2014): Tagungsbericht zum IFW-Fachtag „Chancen, Risiken und Nebenwirkungen neuer Medien“, Hamm, 11. Oktober 2013. In: systhema 28 (1): 122-123.

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Heft 2

Hennecke, Cornelia (2014): Vorwort. In: systhema 28 (2): 136-136.

Lieb, Hans (2014): Störungsspezifische Systemtherapie – Systemtherapie im Kontext Gesundheitswesen. In: systhema 28 (2): 137-166.

abstract: Vor dem Hintergrund der Anerkennung der Systemtherapie als Heilverfahren und der eingeleiteten Prüfung, ob sie als Psychotherapie-Richtlinienverfahren anerkannt wird, wird zunächst zwischen allgemeiner Systemtherapie, einer Systemtherapie im Gesundheitswesen und einer störungsspezifisch vorgehenden Systemtherapie unterschieden. Dazu werden vier Ebenen beleuchtet: 1. Merkmale von Systemtheorie und Systemtherapie. 2. Das Gesundheitswesen mit seinen Logiken, Rollen und Leitunterscheidungen unter besonderer Berücksichtigung des Begriffes „psychische Krankheit“. 3. Der Therapieraum: Systemische Therapie im Kontext Gesundheitswesen mit systemtheoretischer Erfassung der Konzepte Störung, Krankheit, Symptom inklusive eines Exkurses zur Rolle der Gefühle, des Körpers und des kommunikativen Systems in der Systemtherapie. 4. Die Koppelung zwischen Ebene II (Gesundheitswesen) und III (Systemtherapie) als Begegnung der Leitunterscheidungen „gesund – krank“ und „System – Umwelt“. Im Kern geht es hier um Erkennen und Bewältigung damit korrelierender Paradoxien.

Am Ende wird ein Blick in die Zukunft der systemischen Welt nach Etablierung der Systemtherapie im Gesundheitswesen geworfen mit dem Vorschlag einer Charta als Leitschnur zur Wahrung ihrer Identität auf diesem Gebiet.

Schlippe, A. von (2014): „Das kommt in den besten Familien vor!“: Konflikte und Konfliktmanagement in Familienunternehmen. In: systhema 28 (2): 167-176.

abstract: Ein Familienunternehmen stellt für eine betroffene Familie eine besondere Form von Kontext dar. In diesem müssen Konflikte zwar nicht automatisch entstehen, doch sie sind wahrscheinlicher, einfach weil es wesentlich mehr Anlässe und Anknüpfungspunkte für Konflikte gibt als in anderen Familien. Auch wenn es vielen Familien gelingt, Auseinandersetzungen um die anstehenden Aufgaben gut und konstruktiv zu führen, so kann es doch schnell dazu kommen, dass ein solcher konstruktiver Streit in einen Beziehungskonflikt „umkippt“. Wenn das geschieht, sind diese Konflikte besonders heftig und können in „Familienkriege“ münden. Der Text gibt einen ersten Einblick in die Dynamik des Konfliktgeschehens in Unternehmensfamilien.

Ollefs, Barbara (2014): Wenn Kinderkrankheiten Eltern hilflos werden lassen – Familienmedizinische Erfahrungen in einer Kinder- und Jugendklinik. In: systhema 28 (2): 177-192.

abstract: Der Artikel beschreibt anhand von drei Fallvignetten exemplarisch familiäre Entwicklungen, denen wir in der Pädiatrie häufiger begegnen. Aus der Perspektive einer Psychologin und Familientherapeutin, die im Rahmen ihrer Arbeit im Psychosozialen Fachbereich am Christlichen Kinderhospital in Osnabrück tätig ist, werden das familienmedizinische Vorgehen, die Einbeziehung der Eltern und die interdisziplinäre Zusammenarbeit skizziert. Daneben werden Veränderungen in der Morbidität bei Kindern und Jugendlichen vorgestellt, die bei den betroffenen Eltern häufig mit Hilflosigkeit und dem Verlust von elterlicher Präsenz mit entsprechenden Eskalationsdynamiken einhergehen. Um die Eltern in ihrer Präsenz, d. h. ihrer Anwesenheit im Leben ihrer Kinder, wieder zu stärken, werden Interventionen aus dem Elterncoaching in gewaltlosem Widerstand vorgestellt, die Veränderungen in der elterlichen Haltung anregen möchten und die Eltern darin unterstützen sollen, Sicherheit zu entwickeln und eine konstruktive Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen.

Stein, Robert Anatol (2014): „Drei statt Dry“ – Systemische Selbsthilfe für Alkoholiker. In: systhema 28 (2): 193-200.

abstract: Der vorliegende Artikel beinhaltet den Selbsterfahrungsbericht eines 41-jährigen Mannes, der nach 25-jähriger Alkoholabhängigkeit im Selbstversuch eine selbsterdachte Therapiemethode erprobt. Diese Methode stützt sich im Gegensatz zu bisherigen Verfahren weder auf die absolute Abstinenz noch auf eine Trinkmengenbegrenzung, sondern sie legt lediglich ein festes Limit von 3% für den Alkoholgehalt konsumierter Getränke fest. Da diese Methode für den Autor des Berichts bei Weitem erfolgreicher funktioniert hat als andere Verfahren (Reduktion der Trinkmenge auf ein Sechstel der Ausgangsmenge), versucht er u.a. systemische Erklärungsansätze dafür zu finden. Er stellt die Hypothese auf, dass Abstinenz die Rolle des Alkohols im System des Betroffenen eher stärkt als schwächt. Ferner nimmt er an, dass Trinkmengenkontrolle nur dann sinnvoll erlernt oder wiedererlernt werden kann, wenn zum einen keine „künstlich“ auferlegte Mengenbeschränkung besteht und zum anderen der Alkoholkonsum durch Getränke mit max. 3% vol. alc. vor einem Punkt gehalten wird, den der Autor den „Rauscheintrittspunkt“ nennt und bis zu dem unverfälschte Wahrnehmung und somit Selbstkontrolle noch möglich ist.

Balıkçı-Schmidt, Asiye (2014): Das Thema Fremdheit in der Systemischen Beratung – Ein Plädoyer für „Interkulturelle Beratungskompetenz“. In: systhema 28 (2): 201-207.

abstract: Die Begegnung mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ist bereits Realität in der Systemischen Beratung. Dennoch gibt es immer wieder interkulturelle Missverständnisse und Irritationen bei KlientInnen mit anderen kulturellen Prägungen. Der Beitrag betont die Wichtigkeit von interkultureller Beratungskompetenz und fasst diese anhand von Praxisbeispielen und eigenen Erfahrungen mit SystemikerInnen zusammen. Dabei wird auch beleuchtet, welche Bedeutung die Frage der Anpassung und Nichtanpassung von KlientInnen an gesellschaftliche Normen hat, und wie diese sich auf die Beratung auswirken können.

Schlippe, A. von (2014): „Entschuldigen Sie bitte, wissen Sie zufällig, wo man hier sein Paradigma wechseln kann?“ Jochen Schweitzer zum 60. In: systhema 28 (2): 208-210.

Grabbe, Michael (2014): Mehr Neues aus der SchriftAufstellerszene – Gebündelte Schwarz-Weisheiten. In: systhema 28 (2): 211-212.

Klein, Rudolf & Hans Schindler (2014): Systemische Therapie und Alkoholabhängigkeit – Interview mit Rudolf Klein. In: systhema 28 (2): 213-218.

Manteufel, Andreas (2014): Rezension – Das Ende einer Nische. Oder: Die letzte Brückenschlag-Rezension: Brückenschlag (2014). Leben in Nischen. Zeitschrift für Sozialpsychiatrie, Literatur, Kunst Bd. 30. Neumünster (Paranus). In: systhema 28 (2): 219-220.

Ollefs, Barbara (2014): Rezension – Arist von Schlippe (2014): Bevor das Kind in den Brunnen fällt! Konfliktmanagement als Kernaufgabe in Familienunternehmen. Stuttgart (Concadora). In: systhema 28 (2): 220-221.

Manteufel, Andreas (2014): Rezension – Holger Lindemann (2014): Die große Metaphernschatzkiste. Systemisch arbeiten mit Sprachbildern. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: systhema 28 (2): 221-222.

Klein, Ursula (2014): Rezension – Imke Urmoneit (2013): Pferdgestützte systemische Pädagogik. Mit einem Geleitwort von Arist von Schlippe. München/Basel (Reinhardt). In: systhema 28 (2): 224-225.

Hannss, Thomas (2014): Rezension – Führen und leiten, Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung (1) 2014. Dortmund (verlag modernes lernen). In: systhema 28 (2): 225-227.

Tsirigotis, Cornelia (2014): Rezension – Ulrich Dehner, Renate Dehner (2013): Transaktionsanalyse im Coaching. Coachings professionalisieren mit Konzepten, Modellen und Techniken aus der Transaktions- analyse. Bonn (Managerseminare). In: systhema 28 (2): 227-228.

Schlund, Sarah (2014): Tagungsbericht: Weinheim International Friends I: „Trouble in school“, 17./18. März 2014. In: systhema 28 (2): 229-229.

Pickshaus, Beate (2014): Tagungsbericht: Weinheim International Friends II: „Arbeit mit den Ideen des Gewaltlosen Widerstandes in Paartherapie und Elternberatung“, 27./28. Mai 2014. In: systhema 28 (2): 230-230.

Becker, Robert (2014): Die Weinheimer Koordinatorengruppe hat getagt…. In: systhema 28 (2): 231-233.

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Heft 3

Grabbe, Michael (2014): Editorial: „Hätte ich das mal früher gewusst …“. In: systhema 28 (3): 246-248.

Böser, Hagen (2014): Conflicting Team – Wie bleiben wir im Kontakt, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind? In: systhema 28 (3): 249-255.

abstract: Konflikte um die Sache und Konflikte in den Beziehungen beeinflussen die Zusammenarbeit in Teams und das Leiten von Teams. Unklare Strukturen verunsichern das Miteinander. Konsenserwartungen erschweren den Lösungsprozess. Es fehlt an Dissensstrategien, die das Team und seine Leitung handlungsfähig halten. Teams müssen sich nicht lieben, aber sie sollten ihren Job erledigen.

Grabbe, Michael (2014): (M)(k)eine Lieblingsintervention. In: systhema 28 (3): 256-261.

abstract: Der Wunsch nach prall gefüllten „Handwerks- oder Methodenkoffern“ ist allgemein groß und verständlich, da dadurch das Gefühl der Sicherheit und das Selbstvertrauen bei Therapeuten erhöht werden kann. Auch Klienten schätzen strukturiertes Vorgehen und sichere Therapeuten. Eine Methode, in die man aber zu sehr verliebt ist, birgt auch das Risiko, dass dann Probleme dazu „passend“ gemacht werden müssen. Kreativität und Beweglichkeit können verloren gehen, wenn der Koffer „zu schwer“ wird. Therapie bedeutet auch, sich gemeinsam auf nicht planbare Suchprozesse einzulassen, deren Ende ebenso offen sein kann wie die dazu spontan zu wählenden Methoden.

Grote, Bettina (2014): „Die Kunst des Herausstellens“. Nonverbale Methoden der Extrapolation in Therapie, Beratung und Supervision. In: systhema 28 (3): 262-266.

abstract: Nonverbale Verfahren der Extrapolation zielen daraufhin, innere Prozesse nach außen sichtbar zu machen, ihnen einen Ausdruck oder eine Form zu geben. Dies kann über Methoden der bildenden Kunst, der Musik oder auch mittels des Körpers geschehen. Auf der Ebene der sicht baren Form können dann Veränderungsprozesse initiiert und deren Auswirkung auf das eigene Erleben überprüft werden.

Haase, Dennis & Barbara Ollefs (2014): Die „Ankündigung“ als Ritual für einen Neuanfang, wenn Konflikte die Familie dominieren. Pikant abgeschmeckt. Mit Beilagen. In: systhema 28 (3): 267-271.

abstract: Aus unserer Dose während der Tagung „Hätte ich das mal früher gewusst …“ zauberten wir eine kraftvolle Methode für die Markierung von Neuanfängen in konflikthaften Situationen. Basierend auf den sozialpolitischen Ideen des gewaltlosen Widerstandes stellten wir im Workshop die „Ankündigung“ vor, die sowohl eine neue Rahmung für die Entwicklung von elterlicher und professioneller Präsenz ermöglicht als auch die Konfliktbeteiligten auf eine Musterunterbrechung vorbereitet. Anhand eines Praxisbeispiels erarbeiteten wir im Workshop, in welcher Weise die Ankündigung für das Kind/den Jugendlichen als auch seine Eltern bzw. Erzieher wirken kann. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen unserer Methodendose gehörten auch das Arbeiten mit Skalierungen und der kreative Einsatz von Metaphern und Bildern. Frei von künstlichen Aromastoffen.

Hennecke, Cornelia (2014): Professionelle Präsenz – Mitgefühl in der Begegnung kultivieren. In: systhema 28 (3): 272-278.

abstract: Professionelle Präsenz lässt sich als bewusstes Gewahrsein, Reflexion und Gestaltung von Präsenz in bewusst eingenommenen beruflichen Rollen beschreiben. An der eigenen professionellen Präsenz zu arbeiten ist von Bedeutung i. S. bestmöglicher Voraussetzungen für professionelles Handeln im Zusammenwirken mit Klienten/Kunden/Mitarbeitern und für die Aufrechterhaltung mentaler Gesundheit des professionell Tätigen selbst, insbesondere in psychosozialen Arbeitsfeldern. Der Beitrag stellt einige Ideen aus unterschiedlichen Forschungsfeldern im Zusammenspiel mit konkreten Übungen bzw. möglichen Orientierungshilfen vor, welche in meine systemische Praxis Einzug gefunden haben.

Klink, Andreas (2014): Kooperation und Ambivalenz in Pfiichtkontexten in der ambulanten Jugendhiife. In: systhema 28 (3): 279-287.

abstract: Der Artikel beschreibt Haltungen und methodische Ansatzpunkte für Beratungskontexte in der ambulanten Jugendhilfe, die nicht immer durch ein hohes Maß an freiwilliger Kooperation gekennzeichnet sind – sogenannte Zwangs- oder Pflichtkontexte. Eingegangen wird u. a. auf die besondere Auftragskonstellation in Dreieckskontrakten zwischen professionellen Helferinnen, Familien und Institutionen wie das Jugendamt sowie auf Ambivalenzen zwischen Bewahren und Verändern.

Lieb, Hans (2014): Die Quadratur des Kreises: Störungsspezifische Systemtherapie im Gesundheitswesen als Methode. In: systhema 28 (3): 288-304.

abstract: Im Beitrag wird ein Methodenkoffer zur Bewältigung einer paradoxen Aufgabenstellung vorgestellt. Die Aufgabe: Formulierung einer Systemtherapie von „psychischen Krankheiten“ im Kontext Gesundheitswesen ohne Verlust der systemischen Identität. Der Weg zur Lösung dieser Aufgabe hat vier Stationen: I. Formulierung des Problems; 2. Unterscheidung von drei Ebenen (Systemtheorie, Gesundheitswesen und Therapieraum); 3. Identifikation grundlegender Paradoxien bei der Koppelung dieser Ebenen; 4. Inhalte des Methodenkoffers einer Systemtherapie im Gesundheitswesen. Einige dieser Methoden werden näher vorgestellt – z. B. Externalisierung und Varianten des „Sowohl (Systemisch“) als auch (Unterscheidung krank/ gesund)“.

Molter, Haja & Karin Nöcker (2014): Prozesse offen gestalten – ein Spaziergang. In: systhema 28 (3): 305-313.

abstract: Mit dem Raummodell bieten wir eine einfache, aber nicht zu einfache Orientierung für die systemische Praxis an. Unsere Leitidee ist, Klienten zur Selbstorganisation anzuregen, indem sie ihre Ressourcen und Selbstheilungskräfte nutzen. Mit einer guten Landkarte kann man sich selbst in schwierigem Gelände zurechtfinden. Im Wirklichkeits-, Möglichkeits- und Zielraum kann man sowohl mental als auch physisch spazieren gehen. Die Landkarte Raummodell kann helfen, die Aufmerksamkeit so zu fokussieren, dass ein sich selbst organisierender Suchprozess einsetzt: es entstehen hilfreiche innere Bilder und das mentale oder physische Spazierengehen durch die Räume erleichtert das Finden des eigenen Weges.

Pannen-Burchartz, Angelika (2014): Gute Anfänge in Beratung und Therapie – Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…. In: systhema 28 (3): 314-316.

abstract: Gute Anfänge in der Therapie und Beratung – Langsamkeit im Gegensatz zu effektiv und schnell: in diesem Feld treffen Beraterinnen und Therapeutinnen Entscheidungen darüber, wie der Anfang gestaltet wird. Seelische Prozesse sind Bewegungen mit eigenen Rhythmen und eigenem Takt. Zu Beginn, beim Auftakt von Therapie und Beratung kann das Erforschen von Tempo und Zeitlupe einen Reichtum zur Bildung von Hypothesen für Therapeutinnen und Beraterinnen in sich bergen, der in der Schnelligkeit der täglichen Anforderungen nicht immer im Blick ist.

Pestinger, Martina (2014): Hypnosystemische Arbeit am Thema (… ohne das Thema zu kennen). In: systhema 28 (3): 317-320.

abstract: Hypnosystemisches Arbeiten kann als Rekonstruktion von subjektiver Wirklichkeit unter den Bedingungen einer optimalen Atmosphäre von Kooperation beschrieben werden. Die hier vorgestellten hypnosystemischen Methoden zeigen kreative Wege im Umgang mit z. B. noch nicht aussprechbaren Themen oder tabuisierten Themen. Dabei werden ausgewählte hypnosystemische Grundlagen, wie das Arbeiten mit Pacing und Leading und die Nutzung von Trancezuständen kurz beschrieben. Des Weiteren wird auf die Funktion der Externalisierung von Problemen durch die metaphorische Beschreibung in Geschichten eingegangen.

Schlippe, Arist von (2014): Die Konstruktion von Feindbildern – eine paradoxe „Anleitung“. In: systhema 28 (3): 321-336.

abstract: Konflikte können Eigenlogiken entwickeln, die sich der Steuerung der Akteure entziehen. Ein Aspekt dieser eskalierenden Dynamik besteht in zunehmend dämonisierenden Beschreibungen des anderen (bzw. der anderen), der nur noch als „dumm“, als „krank“ oder als „böse“ vorstellbar wird. Fünf Rahmenbedingungen für solche dämonischen Narrative werden besprochen: I) Verletztes Gerechtigkeitsempfinden, 2) Fundamentale bzw. feindselige Wahrnehmungsfehler, 3) Der Konflikt als „Parasit“, 4) Zerrüttung der Beziehung und 5) Gefährliche Gedanken, also Prämissen, die einen „eskalativen Mindset“ begünstigen. Diesen werden die Prämissen einer „tragischen Weltsicht“gegenübergestellt, die nicht nach großen und endgültigen Lösungen sucht, sondern Fehlerhaftigkeit und Unvollkommenheit als Teil des menschlichen Lebens akzeptiert – und damit dem anderen genau dies auch zubilligt. Folgerungen für de-eskalatives Handeln werden aufgezeigt.

Terrahe-Hecking, Claudia (2014): Vom möglichen Umgang mit dem Ungewissen. In: systhema 28 (3): 337-340.

abstract: Die Nicht-Instruierbarkeit von Menschen, die Bedeutung von Wahrnehmung autopoietischer Prozesse und das Vertrauen auf das Zusammenwirken verschiedener Kräfte in einem Prozess, welches zu Dynamiken führt, deren Wirkung nicht berechenbar ist, kann in meinem Artikel und den beschriebenen methodischen Beispielen nachvollzogen werden. Der Begriff der Emergenz wird erläutert und in Beziehung gesetzt zur Haltung des Beraters/Therapeuten, der einen Rahmen setzt, was als funktional für die relevanten Umwelten des zu beratenden Systems angesehen wird.

Theiling, Stephan (2014): Menüfolge aus Stephans „Drei-Sterne-Lieblingsmethoden-Fundus“. In: systhema 28 (3): 341-346.

abstract: Mit welcher Idee und Haltung greife ich auf Methoden zurück, so dass das Vorgehen insgesamt systemisches Arbeiten ergibt? Die im Artikel vorgestellte Menüfolge aus meinem „Drei-Sterne-Lieblingsmethoden-Fundus“ sind in der Praxis vielfach angewandte und bewähr te Prozessbeisteuerungshilfen. Die Methoden sind für unterschiedliche Arbeitssettings geeignet. Und: Bitte jeden Gang eingebettet und arrangiert in eine systemische Haltung verwenden – erst diese systemische Folie gibt den Speisen den wirklichen Gusto. Apero – Amuse-Gueule – Vorspeise – Sorbet – Hauptgang – Zwischengang – Dessert und Digestif – soweit die Menüfolge, um Interesse am Weiterlesen zu wecken.

Pinkall, Tom (2014): Hätte ich das mal früher gewusst … – The way in is the way out. Ein Tagungs- und Workshopbericht. In: systhema 28 (3): 347-350.

Hargens, Jürgen (2014): Systemisch – symptomspezifisch, beobachterinnenabhängig, kompatibel mit dem medizinischen Cesundheitssystem? In: systhema 28 (3): 351-354.

Herwig-Lempp, Johannes (2014): Rezension – Tom Levold & Michael Wlrsching [Hrsg.] (2014): Systemische Therapie und Beratung – Das große Lehrbuch. Heldelberg (Carl-Auer). In: systhema 28 (3): 355-356.

Schindler, Hans (2014): Rezension – Konrad-Peter Grossmann (2014): Systemische Einzeltherapie. Reihe systemische Praxis Bd. 3. Göttingen (Hogrefe). In: systhema 28 (3): 356-357.

Vatterodt, Manuela (2014): Rezension – Albert Lenz [Hrsg.] (2011): Empowerment. Handbuch für die ressourcenorientierte Praxis. Tübingen (DGVT-Verlag). In: systhema 28 (3): 357-358.

Rolf, Maria-Katharina (2014): Rezension – Claude-Helene Mayer & Christina Krause [Hrsg.] (2002): Exploring Mental Health: Theoretical and Empirical Discourses on Salutogenesis. Lengerich (Pabst Science Publishers). In: systhema 28 (3): 358-359.

Molter, Haja & Birgit Wolter (2014): Rezension – Iris Winkeimann (2014): Systemisch-ressourcenorientiertes Arbeiten in den Hilfen zur Erziehung. Heidelberg (Carl-Auer). In: systhema 28 (3): 359-361.

Pflüger, Hans-Georg (2014): Rezension – Frank Natho (2014): Brauchen wir noch die Liebe? Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: systhema 28 (3): 362-363.

Pflüger, Hans-Georg (2014): Rezension – John Gottman & Nan Silver (2014): Die Vermessung der Liebe. Stuttgart (Klett-Cotta). In: systhema 28 (3): 362-363.

Kandziora, Elisabeth (2014): Rezension – Simone Stölzel (2012): Unendliche Weiten. Lösungsorientiert denken mit Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. McCoy. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: systhema 28 (3): 363-364.

Rolf, Maria-Katharina (2014): Rezension – Saskia Erbring (2014): Inklusion ressourcenorientiert umsetzen. Spickzettel für Lehrer. Heidelberg (Carl-Auer). In: systhema 28 (3): 364-365.

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